14 – Der große Krieg


14 – Der große Krieg
Autor: Oliver Janz
415 Seiten mit 10 Abb., gebunden
Campus Verlag
Euro 24,99 (D)
Euro 25,70 (A)
sFr 35,90 (UVP)
ISBN 978-3-593-39589-0

Der Erste Weltkrieg war ein globaler Krieg. Mit dieser These eröffnet Historiker Oliver Janz einen neuen Blick auf die große Katastrophe des 20. Jahrhunderts.

In der öffentlichen Wahrnehmung ist der Erste Weltkrieg geprägt durch die Westfront, durch Bilder von endlosen Schützengräben, vom Stellungskrieg und den industriellen Schlachten an der Somme und um Verdun. Auch in der Geschichtswissenschaft dominiert immer noch ein auf Deutschland und Westeuropa konzentriertes Bild vom Ersten Weltkrieg. In dieser Perspektive erscheint er vor allem als ein europäischer Bürgerkrieg, ein Krieg zwischen Deutschland, England und Frankreich.

Oliver Janz korrigiert in seinem Buch die europazentrierte Sichtweise und zeigt die globale Dimension des Ersten Weltkriegs auf. Dieser Krieg war auch für viele Länder der außereuropäischen Welt die Urkatastrophe des 20.Jahrhunderts; er wurde geführt in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten, in China und im pazifischen Raum. Kein anderes Ereignis vor ihm hat das Leben so vieler Menschen auf allen Kontinenten verändert.

Der Erste Weltkrieg zeigt, wie globalisiert die Welt und das internationale Mächtesystem schon 1914 waren. Zum Beispiel waren von den ökonomischen Folgen des Kriegseintritts Großbritanniens als Zentrum des Welthandels auch die Finanzsysteme aller anderen Staaten betroffen, und zwar unabhängig davon, ob sie in den Krieg eintraten oder nicht.

Auch die zeitliche Ausdehnung des Ersten Weltkriegs wird vom Autor neu eingeschätzt. Er begann in vieler Hinsicht schon vor 1914 auf dem Balkan und an den kolonialen Peripherien wie Marokko oder Libyen, dauerte weit über 1918 hinaus an und hat Auswirkungen, die bis in die Gegenwart reichen.

Janz bietet eine einzigartige historische Neubewertung der politischen, ökonomischen und menschlichen Dimension des Ersten Weltkriegs und verändert damit das bisherige Bild auf fundamentale Weise. Das Buch beruht auf den neuesten Forschungserkenntnissen und vielfältigen Originalquellen wie Feldpostbriefe, Augenzeugenberichte, Propagandamaterial und öffentliche Stellungnahmen von Intellektuellen und Wissenschaftlern.
Autor
Oliver Janz
ist Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze zur deutschen und europäischen Geschichte veröffentlicht, darunter »Bürger besonderer Art. Evangelische Pfarrer in Preußen« (1994), »Zentralismus und Föderalismus im 19.und 20. Jahrhundert« (2000), »Transnationale Geschichte« (2006), »Das symbolische Kapital der Trauer. Nation, Religion und Familie im italienischen Gefallenenkult des Ersten Weltkriegs« (2009), »Dolce Vita? Italienische Migranten in Deutschland« (2011).Janz ist Leiter des Expertennetzwerks zur Doku-Drama-Reihe „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“von ARTE, ARD und ORF, die im Frühjahr 2014 ausgestrahlt wird. Er leitet zahlreiche internationale Forschungsprojekte zum Ersten Weltkrieg und ist Chief Editor von »1914–1918-online. International Encyclopedia of the First World War«.

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