Adolf Hitler

Hitler_Cover.inddZum 50. Todestag des ersten Biografen Adolf Hitlers möchten wir sein Standardwerk dem interessierten Leser in Erinnerung bringen. Es hat nichts von seiner Eindringlichkeit verloren und sollte uns auch heute vor „Rattenfängern“ mit einfachen Antworten auf komplizierte Fragen warnen. Im September erscheint nun endlich eine Biografie über den Publizisten Konrad Heiden (Rowohlt).

Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit – Ein Mann gegen Europa. Beide Bände in einem Band!

Der jüdische Journalist Konrad Heiden aus München veröffentlichte 1935 den ersten Teil seiner Biografie über Adolf Hitler im Europa Verlag Zürich, der zweite Teil folgte 1936. Diese schonungslose psychologische Durchleuchtung des Menschen Hitler gab den Schlüssel für Hitlers politische Ziele, seine Ideen und damit das Verständnis für das, was für die Welt auf dem Spiel stand.

Heiden war einer der ersten Journalisten, der vor der Gefahr warnte, die von den Nazis ausging. Er wurde dadurch selbst zu einer Gefahr für Hitler, weshalb die Nazis einhohes Kopfgeld auf ihn aussetzten. Heidens Hitler-Biografie ist Vorlage und Inspiration für alle nachfolgenden Werke, die sich mit dem Diktator beschäftigten.

Autor
Konrad Heiden
, geboren am 7. August 1901 in München, gestorben am 18. Juni 1966 in New York City, war ein deutsch-jüdischer Journalist und Schriftsteller. Seit Beginn der 20er Jahre beobachtete er die politische Szene Münchens und erlebte so die frühen Anfänge Hitlers seit 1921. Mit der Machtergreifung 1933 begann Heidens Exil, das ihn über Frankreich und Portugal in die USA führte, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.

Adolf Hitler
Autor: Konrad Heiden
768 Seiten, gebunden
Europa Verlag Zürich
Euro 29,00 (D)
ISBN 978-3-905811-31-5

hitlersersterVorschau: Hitlers erster Feind (VÖ: 21.9.)
Er war einer seiner schärfsten Kritiker, und doch soll Hitler sich bei Veranstaltungen manchmal geweigert haben, mit seiner Rede zu beginnen, bevor er nicht eingetroffen war: Konrad Heiden. Als Mitarbeiter der angesehenen «Frankfurter Zeitung» gehörte er zu den ersten Publizisten, die den Aufstieg der Nazis kritisch begleiteten. Auf seiner zweibändigen Hitler-Biographie, die 1936/37 in der Schweiz herauskam, bauten fast alle späteren Lebensbeschreibungen des Diktators auf.

Und doch ist Heiden heute nahezu vergessen. Stefan Aust porträtiert diesen faszinierenden Mann und lässt aus seiner Perspektive Hitlers Aufstieg und Herrschaft lebendig werden. Heiden, Sozialdemokrat jüdischer Herkunft, hatte sich bereits während seines Studiums in München Anfang der zwanziger Jahre gegen den Nationalsozialismus engagiert. «Marsch ohne Ziel, Taumel ohne Rausch, Glauben ohne Gott und selbst in seinem Blutdurst ohne Genuß» – so charakterisierte er die Bewegung in einem Buch, das Ende 1932 im Rowohlt Verlag herauskam. Im März 1933 zur Flucht gezwungen, setzte Heiden seinen Kampf gegen das Regime unter Lebensgefahr fort.

In den USA galt er als führender Experte für das NS-Regime und dessen «Staatsfeind Nr. 1». 1966 starb er in New York. Es ist höchste Zeit, sich dieses Hitler-Gegners der allerersten Stunde wieder zu erinnern.

Autor
Stefan Aust
, geboren 1946, ist Herausgeber der Welt und der Welt am Sonntag und geschäftsführender Gesellschafter der Agenda Media GmbH. Von 2010 bis 2013 war er Gesellschafter und Geschäftsführer des Nachrichtensenders N24. Zuvor war er lange Jahre Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel sowie Gründer und Geschäftsführer von Spiegel TV. Er schrieb zahlreiche Bücher, darunter der internationale Bestseller «Der Baader Meinhof Komplex», «Heimatschutz» (2014, mit Dirk Laabs), «Hitlers Menschenhändler.

Hitlers erster Feind
Autor: Stefan Aust
320 Seiten, gebunden
Rowohlt
Euro 22,95 (D)
ISBN 978-3-498-00090-5

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