Als wäre es Liebe


Als wäre es Liebe
Autor: Nicol Ljubi?
224 Seiten, gebunden
Hoffmann und Campe
Euro 19,99 (D)
Euro 20,60 (A)
sFr 31,90 (UVP)
ISBN 978-3-455-40420-3

„Wo es Richter gibt, braucht es auch Verbrecher. Das sind die Spielregeln unserer Gesellschaft. Er hat sie akzeptiert, er hat daraus eine göttliche Ordnung gemacht.“

49 Jahre muss Friedrich seine Strafe verbüßen, bevor er im Gefängnis verstirbt. Er ist ein Frauenmörder, den die deutsche Nachkriegsgesellschaft als Sündenbock für immer wegschließen will. Sie verliebt sich in ihn, teilt die wenigen Stunden in Freiheit, die man ihm irgendwann gewährt.

Es ist eine Liebe, die sie ausschließt: Aus ihrer Familie, dem Freundeskreis, der Gesellschaft eines Landes, dem sie zutiefst misstraut. In einem Kokon aus Abhängigkeit und Illusion lebt sie eine Liebe, die getrieben ist von der Überzeugung, dass es die gesellschaftlichen Umstände sind, die ihn zum Mörder machten. Und die sie ihre eigene Realität – ihren Sohn – vergessen lassen.

Nicol Ljubi? lotet literarisch sensibel eine Liebesillusion aus, die dem Hass geschuldet ist und die Liebende isoliert.

Autor
Nicol Ljubic
wurde 1971 in Zagreb geboren und wuchs als Sohn eines Flugzeugtechnikers in Schweden, Griechenland, Russland und Deutschland auf. Er studierte Politikwissenschaften und arbeitet als freier Journalist und Autor. Seine Reportagen wurden mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Theodor-Wolff-Preis. 2010 erschien sein Roman Meeresstille, für den er den Adelbert-von- Chamisso-Förderpreis und den ver.di Literaturpreis Berlin-Brandenburg erhielt. Zuletzt gab er die Anthologie Schluss mit der Deutschenfeindlichkeit (2012) heraus.

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Als würde man mit den Fingern schnipsen und schon ist es vorbei


Als würde man mit den Fingern schnipsen und schon ist es vorbei
Autorin: Ingrid Olsson
Bloomsbury
Euro 14,99 (D)
Euro 15,50 (A)
ISBN 978-3-8270-5395-4

Wenn man stirbt, wird es hell. Das habe ich mal irgendwo gelesen. Wer stirbt, kommt in eine Art Tunnel mit hellem Licht am Ende. Danach wird es dunkel, für immer.
Vor ein paar Jahren ist Calles Vater gestorben. Sein Herz hat aufgehört zu schlagen und er lag einfach auf dem Küchenboden. Es ging ganz schnell, als würde man mit den Fingern schnipsen. Nun liegt seine Oma im Sterben.
Ablenkung findet Calle beim Fotografieren und wenn er mit seinem unbekümmerten kleinen Bruder zusammen ist. Und dann ist da noch das neue Nachbarsmädchen mit der Gitarre und dem roten Schal, das Calle richtig cool findet. Wenn er sich doch nur trauen würde, sie anzusprechen!

Ist es möglich, dass schöne und schreckliche Dinge gleichzeitig passieren?

Autorin
Ingrid Olsson
wurde 1977 geboren und hat bereits mehrere Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht, für die sie renommierte Auszeichnungen erhalten hat. Mit Als würde man mit den Fingern schnipsen und schon ist es vorbei wurde sie 2008 für den schwedischen Augustpris nominiert. Ingrid Olsson lebt in Stockholm.

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