Am Ende bleiben die Zedern

amendebleibenSamir ist auf einer Reise, die Gegenwart und Vergangenheit verbinden soll: Er will endlich die Wahrheit über seinen Vater erfahren. Denn Samirs Eltern, christliche Libanesen, sind vor dem Bürgerkrieg im Libanon nach Deutschland geflohen. Hier wurde Samir geboren. Der Junge wächst mit den Geschichten und Schwärmereien seines Vaters über dessen Heimat auf. Doch als Samir acht Jahre alt ist, verschwindet der Vater plötzlich. Er lässt den Jungen und seine Frau, die wenige Jahre später stirbt, in Deutschland zurück.

Trost und eine neue Familie findet Samir in der Erinnerung an die Geschichten seines Vaters ebenso wie bei Hakim, dem väterlichen Freund der Familie und dessen Tochter Yasmin. Sie ist für ihn nicht nur eine wichtige Freundin, sondern wird schließlich auch seine große Liebe. Doch während Yasmin, in Deutschland voll integriert, sich beim besten Willen nicht vorstellen kann, in den Libanon zu gehen, wünscht sich Samir seit Jahren nichts sehnlicher, als “ins Land der Zedern” zu reisen und dort vielleicht sogar seinen Vater wiederzufinden.

Die Beziehung zu Yasmin krankt an diesem Wunsch. Dennoch hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht. Doch Yasmin stellt eine Bedingung: Erst wenn er seine Besessenheit der unbekannten Heimat gegenüber losgelassen und seinen Frieden mit der Vergangenheit gemacht hat, will sie ihm ihr Ja-Wort geben. Hakim, der Samir gern als Schwiegersohn sähe, überreicht ihm heimlich das alte Tagebuch von Samirs Vater, das dieser ihm in der Nacht vor seinem plötzlichen Verschwinden anvertraute.

Mit einem rätselhaften Dia und den Erinnerungen an die Geschichten seines Vaters im Gepäck macht der junge Mann sich in den Libanon auf, das Geheimnis zu lüften. Seine Suche führt ihn durch ein noch immer gespaltenes Land, und schon bald scheint Samir nicht mehr nur den Spuren des Vaters zu folgen. Vielmehr ist es, als seien die Figuren aus dessen Geschichten real geworden. Sie bringen Samir einer Lösung näher, die seine kühnsten Vorstellungen übersteigt.

Vor dem Hintergrund des dramatischen Schicksals des Nahen Ostens erzählt Pierre Jarawan eine phantasievolle, berührende und wendungsreiche Geschichte über die Suche nach den eigenen Wurzeln.

Sprecher
Timo Weisschnur
, geboren 1989 in Hamburg, studierte an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig und ist seit 2014 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Mit seiner warmen, einfühlsamen Erzählerstimme entführt er die Hörer aus dem Alltag.

Walter Kreye zählt zu den renommiertesten Darstellern Deutschlands. Er spielte an bedeutenden Bühnen wie dem Staatstheater Stuttgart, dem Thalia Theater Hamburg sowie der Schaubühne Berlin und ist in zahlreichen Film- und TV-Produktionen wie Katze im Sack, Nichts als Gespenster, Mondscheinkinder und Der Alte zu sehen.


Autor

Pierre Jarawan wurde 1985 als Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter in Amman, Jordanien, geboren, nachdem diese vor dem Bürgerkrieg geflohen waren. Im Alter von drei Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland. Seit 2009 zählt er zu den erfolgreichsten Bühnenpoeten im deutschsprachigen Raum. 2012 wurde er Internationaler Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam. »Am Ende bleiben die Zedern« ist sein Romandebüt, für das er 2015 das Literaturstipendium der Stadt München erhielt. Pierre Jarawan lebt in München.

Am Ende bleiben die Zedern
Autor: Pierre Jarawan
Sprecher: Timo Weisschnur, Walter Kreye
8 CDs – ca. 586 Min.
Osterwold
Euro 22,00 (D)
Euro 24,70 (A)
ISBN 978-3-86952-311-8

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