Ayreon „The Source“

thesourceSeit mehr als 20 Jahren veröffentlicht der Multiinstrumentalist aus den Niederlanden unter dem Projektnamen Ayreon höchst aufwändig produzierte Konzeptalben mit verzwickten Storylines, auf denen er – für gewöhnlich von namhaften Gastmusikern begleitet – gewaltige Kathedralen aus Klang errichtet. Seine neue Plattenfirma, die Mascot Label Group, legt derzeit weite Teile des Ayreon-Backkataloges neu auf.

So sind einige Alben jetzt erstmals auch als Vinylausgaben erhältlich. Lucassen selbst hat unterdessen letzte Hand an seinen neuen Longplayer „The Source“ gelegt.Bei „The Source“ heißt es für Arjen Lucassen nicht zum ersten Mal: Progmetal goes Science Fiction. Thematisch knüpft er mit dieser Platte an sein 2008 erschienenes SciFi-Epos „01011001“ an, „The Source“ ist eine Art Prequel dazu. Und wie man es von Lucassen gewohnt ist, bat er auch diesmal wieder allerlei Größen ihrer Zunft zum Stelldichein in sein Electric Castle Studio.

Mit von der Partie waren nicht weniger als zehn Sängerinnen und Sänger: James LaBrie (Dream Theater), Tommy Giles Rogers (Between the Buried and Me), Simone Simons (Epica), Mike Mills (Toehider), Floor Jansen (Nightwish), Hansi Kürsch (Blind Guardian), Michael Eriksen (Circus Maximus), Tobias Sammet (Edguy, Avantasia), Nils K. Rue (Pagan’s Mind), Zaher Zorgati (Myrath), Tommy Karevik (Kamelot) und Russell Allen (Symphony X). An der Gitarre sind neben Lucassen selbst Paul Gilbert (Mr. Big), Guthrie Govan (The Aristocrats, Steven Wilson) und sein Landsmann Marcel Coenen (Sun Caged) zu hören. Die Keyboards bedienten Mark Kelly von Marillion und Arjen Lucassen, der für „The Source“ diverse analoge Synthesizer wieder in Schwung gebracht hat. Und am Schlagzeug saß, wie immer und als einziges konstantes Ayreon-Mitglied, Ed Warby.

Musikalisch präsentiert sich „The Source“ ein gutes Stück härter als der Ayreon-Vorgänger „The Theory of Everything“ aus dem Jahr 2013. „Wenn ‚Theory …‘ mein Prog-Album war, dann ist ‚The Source‘ mein Rockalbum“, so Lucassen. „Ich habe es stärker auf Gitarren ausgerichtet, das macht es heavy. Ich finde es leichter zugänglich, denn die Songs folgen überwiegend konventionellen Strukturen. Und die Melodien – die sind catchy!“. Jedenfalls bleibt Ayreon mit „The Source“ eine Klasse für sich. In anderer Hinsicht aber macht Arjen Lucassen dieses Jahr eine große Ausnahme: Während es ihn normalerweise kaum einmal live zu erleben gibt, sind für September drei exklusive Konzerte unter dem Namen „Ayreon Universe“ im holländischen Tilburg angekündigt.

Lucassen-Anhänger brachte dies so in Wallung, dass die insgesamt 9000 Tickets binnen eines Tages restlos ausverkauft waren. Wenn das mal kein Fan-Statement ist!

Tracks
CD 1

1 The day that the world breaks down
2 Sea of machines
3 Everybody dies
4 Star of Sirrah
5 All that was
6 Run! Apocalypse! Run!
7 Condemned to live

CD 2
1 Aquatic race
2 The dream dissolves
3 Deathcry of a race
4 Into the ocean
5 Bay of dreams
6 Planet Y is alive!
7 The source will flow
8 Journey to Forever
9 The human compulsion
10 March of the machines

Ayreon „The Source“
Mascot Label

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