Benjamin Richter „Memory Lane“

benjaminErinnerungen an glückliche Abende mit Freunden, einsame Sonnenuntergänge oder das erste Date ziehen an einem vorbei, wenn man Richters reduzierten Arrangements populärer Popsongs und seinen märchenhaften eigenen Kompositionen lauscht. Richter verwandelt den furiosen Dancetrack „Faded“ von Alan Walker in eine einzige, große emotionale Steigerung: Eine einsame Melodie auf dem Piano geht nach und nach in einem Meer aus Streichern und subtiler Elektronik auf. „I See Fire“ von Ed Sheeran ist dagegen eine eindringliche, intime Klavierballade geworden. Richters eigene Kompositionen wie „Stillness“ oder „Wonders“ erinnern an verträumte Filmsoundtracks von Yann Tiersen oder Hans Zimmer. „Wonders“ lässt dabei mit einem 3/4 Walzer-Takt und einem spieluhrenartig klingenden Glockenspiel Kindheitserinnerungen aufleben.

„Memory Lane“ ist das zweite Pianoalbum des in Berlin lebenden Komponisten, Produzenten und Pianisten Benjamin Richter. Mit seinem ersten Album „The Grand Momentum“ gelang ihm gleich der Einstieg in die deutschen Albumcharts. Das Klavier ist sein Lieblingsinstrument. „Am Klavier fließen meine Gedanken einfach in Musik. Für mich ist es etwas ganz Persönliches und Poetisches darauf zu spielen – als würde ich Träumen, nur halt in Musik“ sagt Richter und fügt hinzu: „Ich möchte die Menschen mit meiner Musik berühren und sie ebenfalls zum Träumen einladen.“

Immer schon war Benjamin Richter ein notorischer Grenzgänger zwischen den verschiedensten Stilen und Ideologien, der sich noch nie zwischen E-Musik und U-Musik entscheiden wollte. Sein Name taucht seit über zehn Jahren immer wieder in der internationalen Musiklandschaft auf: Nach seinem Philosophiestudium und einem Praktikum bei Hitproduzent Mousse T. stieg der 1981 geborene Rheinländer 2005 in die Liveband von Marc Terenzi ein, gründete ein Jahr später die Metalband Butterfly Coma und wurde noch im selben Jahr von der Symphonic Metal-Formation Krypteria als Livekeyboarder für Gigs in Mexiko, China, Slowenien sowie Auftritte auf zahlreichen renommierten deutschen Festivals wie dem Wacken Open Air engagiert.

Als gefragter Producer war er u.a. tätig für Caliban, die Emil Bulls, Moonspell und Marc Terenzi Soundtracks für die berüchtigten „Terenzi (inklusive der Soundtracks für die berüchtigten „Terenzi Horror Nights“ im Europapark Rust).

Tracks
1 Faded
2 Innermost
3 The Pretender
4 Odissea Veneziana
5 Scenes from a Memory
6 In the Shadows
7 now.Here
8 Don’t Let Me Down
9 Be Still My Heart
10 I See Fire
11 V.
12 Adagio (Arr. for Piano from Adagio for Strings, Op. 11, No. 2)

Benjamin Richter „Memory Lane“
Sony Classical

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