Benne “Im Großen und Ganzen”

benneDer Singer-Songwriter liefert mit „Im Großen und Ganzen“ein musikalisches Manifest ab. Es ist der Gegenentwurf zu einer lauten Zeit, die gefüllt ist mit Meinungen, die vorschnell Recht haben wollen und die Stärke und die Zärtlichkeit der Ellbogen als gangbares Mittel auserkoren hat. Es geht auch anders.

„Im Großen und Ganzen“ erzählt von der „relativierenden Sicht auf sich selbst, die das Große im Blick behält. Sich selbst nicht zu wichtig zu nehmen und eingebettet zu sein in der Welt“, fasst Benne zusammen. Solche bescheidenen Töne tun gut.

Benne zeigt sich auf „Im Großen und Ganzen“ als aufmerksamer und reflektierter Beobachter und nicht zuletzt als gewachsene Persönlichkeit. Hier spricht ein Songwriter, der sich mit 18 dazu entschied, in einem Waisenhaus in Südamerika zu arbeiten. Der in kleinen Dingen große Freude erkennen kann, der gereist ist, durch Europa und Länder wie Chile, Bolivien, Indonesien und Argentinien. Der viel Zeit in großen Städten, seine Kindheit aber vor allem in der Natur und beim Angeln verbracht hat. Der sein Leben bewusst lebt, hinschaut und nicht nur im Einfachen, sondern gerade in seinen Fehlschlägen zu sich und der Welt findet.

„Im Großen und Ganzen“ ist ein Album über die Begegnungen mit anderen Menschen, dem Leben und sich selbst. Musik, die starke und ehrliche Bilder erzeugt – konkrete Situationen. „Ein Gemälde mit Musik malen.“, wie Benne erklärt. „Mit mehreren Schichten, nicht nur in schwarz und weiß, mit weniger Blumen, sondern im Abenteuer der Direktheit.“

Tracks
1 300 Umwege
2 Licht in uns
3 Herr Krämer
4 Zu früh, zu spät
5 Alles und mehr
6 Bis zum tiefsten Punkt
7 Alles bewegt sich
8 Ich hab heut Nacht geträumt
9 Wo Du mich findest
10 Für das was kommt
11 Was zum Träumen
12 Nie passiert

Benne “Im Großen und Ganzen”
Ferryhouse

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