Besser auf das Herz zielen


Besser auf das Herz zielen
Autor: Pino Cacucci
Seiten: 350, geb.
Nautilus
Euro 19,90 (D), Euro 20,50 (A), sFr 35,90 (UVP)
ISBN 978-3-89401-722-4

»Der Rebell fasziniert uns wie kaum eine andere Figur ? im Leben und in der Literatur. Er wagt, wovon wir anderen nur träumen: Durch das Brechen aller Traditionen, Regeln und Gesetze erreicht er das absolute Reich der Freiheit. Deshalb bangen und hoffen wir mit Jules Bonnot gegen jede Vernunft bis zu seinem letzten Atemzug.«
Wolfgang Schorlau

Jules Bonnot (1876 ?1912) ist als Kopf der berüchtigten »Bande à Bonnot« in die Geschichte eingegangen, als Bankräuber und Bürgerschreck. Ähnlich wie Butch Cassidy oder Bonnie & Clyde ist er aber für viele auch ein Held, einer, der durch die demütigenden, unerträglichen Verhältnisse zum Paria wurde.

Spannend und sensibel erzählt Cacucci sein Leben ? von der Jugend als aufsässiger Metallarbeiter, dem sein Ruf auf Schwarzen Listen zu allen Fabriken vorauseilt, so dass er bald in ganz Frankreich keine Anstellung mehr findet; vom Gefängnisaufenthalt, von der Militärzeit, der kurzen Ehe in geordneten Verhältnissen, dem Exil in England und der »Verbrecherkarriere«.

1911 verübt Bonnot den ersten motorisierten Überfall der Geschichte ? eine Tat, für die er übrigens als ausgezeichneter Automechaniker und Privatchauffeur von Sir Arthur Conan Doyle gut vorbereitet war. 1912 wird er in einem von Polizei, Armee und sensationslüsternen Bürgern umstellten Haus erschossen.

Jenseits dieser Räuberromantik war Bonnot jedoch auch ein kluger und aufmerksamer Beobachter seiner Zeit und Gesellschaft, der sich mit den Ideen der anarchistischen Denker auseinandersetzte. Ein historischer Roman über einen Outcast der guten Gesellschaft.

Autor
Pino Cacucci,
Jahrgang 1955, ist als Autor politischer Krimis und einer Tina-Modotti-Biografie bekannt geworden. Er studierte Kunst-, Musik- und Theaterwissenschaften, lebte in Paris, Barcelona und Mexiko. Auf Deutsch erschienen zuletzt „Tina. Das abenteuerliche Leben der Tina Modotti“ (1993) sowie „Ein Wunder am Ende der Welt“ (2002).

Bestellen

Print Friendly, PDF & Email

You must be logged in to post a comment Login