Big Jesus „Oneiric“

BJ_AlbumCover_500„Oneiric“ (gesprochen ō-ˈnī-rik) bedeutet „traumartig“ oder „traumähnlich“ und ist die perfekte Beschreibung des neuen Albums der Alternative Rockband BIG JESUS. Laute und harte Klänge treffen auf sanften und popmelodischen Gesang, der zum einzigartigen Markenzeichen der Band geworden ist. Das Ergebnis ist kraftvoller und facettenreicher Rock’n’Roll: laut und sanft, knüppelnd und verträumt, progressiv und klassisch zugleich.

Der vielschichte Sound des Quartetts ist maßgeblich von der Musikszene Atlantas beeinflusst. „Die dortige Punk-, Hardcore- und Metalszene hatte musikalisch und philosophisch großen Einfluss auf uns.“, erklärt Gitarrist CJ Ridings. Sänger und Bassist Spencer Ussery ergänzt: „Wir wuchsen mit der populären Rockmusik der 90er Jahre auf. Auch Psychedelic Pop, Shoegaze, Hip Hop und sogar klassische Klaviermusik hat uns geprägt.“

BIG JESUS, zu denen auch Gitarrist Thomas Gonzalez und Schlagzeuger Joe Sweat gehören, veröffentlichen im Herbst ihr Debütalbum bei der Mascot Label Group. Es enthält sechs neue Songs sowie vier ältere Tracks, die sie bereits vor einigen Jahren geschrieben und nun neu aufgenommen und gemischt haben. Der schräge Mix aus opulenten und eingängigen Songs vermittelt dem Zuhörer das Gefühl eines alten Fellini-Films.

Aufgenommen und produziert wurde „Oneiric“ in Los Angeles von Matt Hyde (Deftones, Slayer, Monster Magnet, Sum 41). „Mit Matt zu arbeiten machte unglaublich viel Spaß. Ich hätte mir nie erträumt, einmal diese Erfahrung machen zu dürfen. Matt hat die Band und das, was wir erschaffen wollten, von Anfang an verstanden.“, schwärmt Ridings. „Er wusste genau, wie er uns fordern musste, um das Beste aus den Songs herauszuholen. Wir sind alle extrem stolz auf diese Platte.“

Ridings gründete BIG JESUS 2009 in Atlanta. „Eigentlich wollte ich nur zum Spaß mit ein paar Leuten eine Band auf die Beine stellen, ein paar Songs aufnehmen und sie gratis online stellen. Das Demo, auf dem ich alle Instrumente selbst eingespielt hatte, schickte ich an einige Freunde. Ich selbst bin ein furchtbarer Sänger und dachte daher zuerst an Spencer. Schließlich schloss sich uns noch ein befreundeter Schlagzeuger an und wir nahmen den Song noch einmal gemeinsam auf. Die EP mit vier Tracks veröffentlichten wir schließlich 2011.

Das setzte jedoch eine Kettenreaktion in Gang. Zunächst wollten die Leute, dass wir ein paar kleine örtliche Shows spielen. Dann wurden wir für größere Locations angefragt. Dies führte zu einem richtigen Album, einem Plattendeal und so weiter. Inzwischen ist die Band zu meiner absoluten Priorität und Spencer zu einem meiner besten Freunde geworden. Er ist ein wunderbarer Mensch, mit dem man perfekt zusammenarbeiten kann.“

Dieser fügt hinzu: „CJ und ich hatten uns bereits einige Jahre zuvor kennen gelernt, als wir mit unseren damaligen Bands gemeinsame Gigs in Atlanta spielten. Im Laufe der Zeit entstand ein solides Line Up mit sehr talentierten Jungs. Einige Wechsel später, und nachdem CJ und ich Gitarre und Bass getauscht hatten, landeten wir schließlich bei unserer derzeitigen Besetzung mit Tommy an der Leadgitarre und Joe am Schlagzeug.“

Nach der Bedeutung ihrer Songs gefragt, gibt sich die Band betont kryptisch. Die Zuhörer sollen das Spiel mit Yin und Yang, soft und heavy für sich selbst interpretieren. Der Opener „SP“ reißt sie mit seinen energetischen und starken Gitarren auch sofort mit. Über den schweren Beat fegt Spencers melodischer Gesang hinweg und verleiht ihm einen schon fast psychedelischen Touch. „Time bends away/It’s such a shame to hear you say/Leave your thoughts at the door/Don’t think, put your mind away/Let it all fade.”

Das darauffolgende “Always” gleicht mit seinen knackigen Gitarrenriffs und dem markanten Rhythmus einer Hymne. „Some sleight of hand lights up your eyes/Some treaded thought to lay beside/Always sleepless thinking of it/Always.”

“Lock & Key” erinnert an die großen Alternative Rock Hits der 90er Jahre. Nach dem sanften Intro schwellen die mit Fuzz-Effekten verzerrten Gitarren an und münden in bombastischem und dennoch harmonischem Gesang. „Don’t leave me loveless/Your lock hangs there looming/Don’t leave me loveless.”

Die Powerballade “Fader” zieht mit seinen psychedelischen Gitarren, dem geschickten Bassspiel und verführerisch-dramatischen Gesang in seinen Bann. “Oneiric undertones to what I know is real/Dream-like, there in the light/It’s hard believing still/I don’t want to go back/I don’t want to go back to knowing what it’s like on my own.”

Auf “Oneiric” zeigt sich, wie sehr das Songwriting von BIG JESUS in den letzten Jahren gereift ist. „Inzwischen wir unsere Ideen schneller miteinander kommunizieren. Wir brauchen weniger Zeit, um unsere Arrangements in etwas umzuwandeln, auf das wir alle stolz sind.“, freut sich Spencer. „Die vielen Erfahrungen der letzten Jahre hatten klanglich und auch lyrisch großen Einfluss auf uns. Wir sind smartere Musiker als noch vor fünf Jahren.“

Live sollte man sich BIG JESUS auf keinen Fall entgehen lassen. CJ Ridings verspricht: „Wir spielen so laut und heavy wie möglich. Wir wollen, dass Ihr die Riffs in Euren Bäuchen spürt!“

Tracks
1. SP
2. Always
3. Lock & Key
4. Floating Past You
5. Fader
6. Shards
7. Oneirica
8. Shrimp
9. Felt In Reverse
10. Heaviest Heart

Big Jesus „Oneiric“
Mascot Label Group

You must be logged in to post a comment Login