Brian Wilson „Playback: the Brian Wilson Anthology“

brianwilsonNach langen Jahren der Zurückgezogenheit und schweren gesundheitlichen Problemen tauchte Beach Boys-Mastermind Brian Wilson im Jahr 1988 mit seinem Solodebüt Brian Wilson wieder in der internationalen Popszene auf. Es war der Anfang einer musikalischen Erneuerung, die der legendäre Hauptsongwriter der Band aus Kalifornien in den darauf folgenden Jahren mit neun Soloalben und der Fertigstellung des bis dahin unvollendeten Beach Boys-Kultalbums „Smile“ aufs Parkett legte.

Rhino gibt mit der 18 Tracks starken Compilation Playback nun einen gelungenen Überblick über die Solokarriere WILSONs. Das Album präsentiert Studio- und Live-Aufnahmen sowie zwei bisher unveröffentlichte Songs: Run James Run wurde von Brian Wilson exklusiv für Playback geschrieben, und Some Sweet Day entstand bereits Anfang der 90er Jahre in Zusammenarbeit mit Andy Paley im Rahmen eines nie vollendeten Projekts.

Die umfassende Kollektion beginnt mit Love And Mercy, einem der vier ausgewählten Songs aus dem 1988er Solo-Debüt, der schnell zu einem Klassiker wurde. WILSON spielt den Song häufig als Closer auf seinen Konzerten, überdies lieferte er den Titel zum 2015 gedrehten Biopic, in dem die Beach Boys denkwürdig von Paul Dano und John Cusack gespielt wurden.

Einige Songs stammen aus den beiden Alben, die Brian Wilson im Jahr 2004 veröffentlichte, nämlich „Gettin‘ In Over My Head“ und das Grammy®-prämierte Album „Brian Wilson Presents Smile“. Vor allem Soul Searching gehört zu den Highlights, baute WILSON den Track doch um einen Vocaltrack seines Bruders Carl herum, der 1998 verstarb. Das vielfach gefeierte, orchestrale Meisterstück „Smile“ ist mit Heros And Villains sowie mit dem zeitlosen Klassiker Surf’s Up vertreten.

Die Veröffentlichung der beiden Alben trat für Wilson eine ganze Welle von Kreativitätsausbrüchen los, die vier weitere Alben anstieß. „That Lucky Old Sun“ (2008), aus dem Midnight’s Another Day stammt, „Brian Wilson Reimagines Gershwin“ (2010), das mit The Like In I Love You vertreten ist, „In The Key Of Disney“ (2011), das den Song Colors Of The Wind lieferte, und „No Pier Pressure“ (2015), von dem One Kind Of Love kommt.

Zwei Live-Aufnahmen aus dem 2000er Live-Album „Live At The Roxy Theatre“ ergänzen die Sammlung an Studiotracks: The First Time und This Isn’t Love, eine Kollaboration mit dem Pet Sounds-Texter Tony Asher.

Das Booklet zu Playback: The Brian Wilson Anthology enthält eine Auswahl von klassischen Fotos aus WILSONs gesamter Solokarriere sowie ein authentisches Foto, das 2017 während der Aufnahmen zu Run James Run im Studio entstand. Die Liner-Notes stammen von David Wild, das Frontcover-Foto ist eine bisher nicht gezeigte Aufnahme von WILSON, die vom legendären Rockfotograf Robert Matheu geschossen wurde.

Tracks
1 Love And Mercy
2 Surf’s Up
3 Heroes And Villains
4 Melt Away
5 Let It Shine
6 Some Sweet Day
7 Rio Grande
8 Cry
9 Lay Down Burden
10 The First Time
11 This Isn’t Love
12 Soul Searchin
13 Gettin’ In Over My Head
14 The Like In I Love You
15 Midnight’s Another Day
16 Colors Of The Wind
17 One Kind Of Love
18 Run James Run

Brian Wilson „Playback: the Brian Wilson Anthology“
Rhino

Print Friendly, PDF & Email

You must be logged in to post a comment Login