Blues, Jazz & Swing

Götz Alsmann „In Rom“

Götz Alsmann „In Rom“

Götz Alsmann, Mastermind des deutschen Jazz-Schlagers, legt mit „In Rom“ den 3. Teil seiner musikalischen Städte-Trilogie vor. Das mit dem „Echo Jazz“ dekorierte Album „In Paris“ erschien 2011, der „Am Broadway“ betitelte Abstecher in die Neue Welt kam vor drei Jahren heraus. Götz Alsmann: „Die Idee dieser Trilogie ist ja, in Städte zu reisen, die der Unterhaltungsmusik viel geschenkt haben. Paris war eine logische Wahl, der Broadway in New York natürlich auch, und ich denke, da darf Rom sicherlich nicht fehlen. Ich habe mich auf jeden Fall voll darauf eingelassen, habe fast ein halbes Jahr nichts anderes gehört als italienische Lieder“. Die konzeptionelle Herangehensweise blieb die gleiche. Götz Alsmann und […]

Kid Be Kid „Sold Out“

Kid Be Kid „Sold Out“

Beatboxing, Gesang und Klavier: Was nach drei Musikern klingt, ist eine Künstlerin! Hinter Kid Be Kid verbirgt sich eine Musikerin, Komponistin und Produzentin, die viele schon unter ihrem Alias Loop Motor bei Auftritten in Clubs und auf Festivals kennen gelernt haben. Ihr Debütalbum „Sold Out“, das beim Berliner Label Springstoff erscheint, stellt sozusagen die akustische Version ihres Live-Outfits dar. Was diese auszeichnet: Die Künstlerin beatboxt, singt und spielt Klavier – und das nicht nur gleichzeitig, sondern vor allem ohne Overdubs, Loops oder Pre-Recordings! Dafür webt sie den Gesang in die Beatbox mit ein und benutzt ihr charmantes altes Klavier für Basslines, Akkorde und Melodien. Phänomenal – was nach drei Musikern […]

Christian Rannenberg „Old School Blues Piano Stylings“

Christian Rannenberg „Old School Blues Piano Stylings“

Fünfzehn Jahre sind vergangen, seit Christian Rannenberg sein letztes Album bei Acoustic Music veröffentlicht hat. Doch nun meldet sich das blues-pianistische Urgestein mit seiner achtzehn Titel umfassenden CD umso eindrucksvoller zurück. Eine Aufnahme, wie der Besuch in einem guten Blues-Club in Chicago oder der Bay Area. Gefühlvoll führt der Mann am Klavier durch die Nacht, mal solistisch, mal unterstützt von gestandenen Gastmusikern, mit denen er sich musikalisch blendend versteht. Passend zur Musik liefert das Booklet jede Menge Storys zur Entstehung der Stücke und lässt uns teilhaben am musikalischen Leben eines Mannes, der tief eingetaucht ist in die Welt des Blues und mit den Jahren ein Teil von ihr geworden ist. […]

Savoy Brown „Witchy Feelin'“

Savoy Brown „Witchy Feelin'“

Blues ist nichts für schwache Nerven! Seit der Blues zum ersten Mal Luft geholt hat, haben seine größten Vertreter die Dunkelheit, Erzählungen von Not und Tod, bis hin zu höllischen Wesen und Teufeleien in die Musik eingeschlossen. Wenn das Cover von Witchy Feelin´ vermuten lässt, dass Kim Simmonds ebenfalls eine Tendenz zum Makabren besitzt, dann bestätigt dies der Frontmann von Savoy Brown gerne. „Blues handelt schon immer vom Teufel, Hexereien und dergleichen, zudem habe ich schon immer über diese Themen geschrieben! Mindestens drei Songs von Witchy Feelin´ haben Einflüsse der Hoodoo-Bewegung.“ Das 2017 bei Ruf Records veröffentlichte neue Album beweist, dass der Teufel wohl immer noch die besten Melodien hat! […]

New Meeting Quartet „Lusitania“

New Meeting Quartet „Lusitania“

Kaiser Augustus teilte die iberischen Gebiete des Römischen Reiches in die südöstliche Provinz Hispania Baetica und die nordwestliche Hälfte Lusitania, die im Wesentlichen aus dem heutigen Portugal und Teilen Westspaniens bestand. Die Macht der antiken Herrscher verblasste, die Bezeichnung aber blieb erhalten und inspiriert bis heute Literaten, Maler, Musiker. „Lusitania“, erklärt Xavier Triviaux, Pianist und Komponist des New Meeting Quartets, „dieser Name ruft Portugal und damit Brasilien in Erinnerung. Lusitanien ist ein Kulminationspunkt Europas, von wo aus man Brasilien sehen, fühlen, hören kann“. So wurde „Lusitania“ zum Titelstück eines Albumdebüts, das ein junges französisches Ensemble mit bereits klarer Traditionslinie vorstellt. Denn im Hintergrund wirkt der Akkordeonist Richard Galliano gleich in […]

Toots Thielemans „Ne Me Quitte Pas“

Toots Thielemans „Ne Me Quitte Pas“

Dieses Album ist ein Juwel. Allein schon die Besetzung ist hinreißend: Am Klavier sitzt Fred Hersch, einer der großen Postromantiker der Jazzmoderne, der wie kaum ein anderer die gestalterische Feinheit von Bill Evans in einen eigenen fließenden, schweifenden Personalstil überführt hat. Am Bass hört man Marc Johnson, auch er ein Weggefährte von Evans und in diesem Fall vor allem ein melodisch feinsinniger Impulsgeber, der sich auf die rhythmische Noblesse und Präsenz von Schlagzeuger Joey Baron verlassen kann. Diese Band war eine Traumbesetzung von Toots Thielemans, die sich über verschiedene Wege zusammenfand. Johnson hatte der belgische Mundharmonika-Meister und Gitarrist bereits 1978 zusammen mit Evans im Studio kennengelernt, den jungen Hersch bekam […]

Martin Simpson „Trails & Tribulations“

Martin Simpson „Trails & Tribulations“

Der weltweit renommierte Gitarrist, Sänger und Songwriter Martin Simpson veröffentlicht sein mittlerweile 20. Solo-Album in 40 Jahren Schaffenszeit über Topic Records. Das neue Studioalbum ist seine erste Soloarbeit seit »Vagrant Stanzas« aus dem Jahr 2013. »Trails & Tribulations« offenbart Martins originelle Spielweise, zeigt seine Virtuosität mit einer Vielzahl an Instrumenten u. a. an der Akustik Gitarre, Resonator Gitarre, Weissenborn Lap-Steel-Gitarre, E-Gitarre, 5-Saiten-Banjo, Ukulele – und seiner Stimme. Ein Highlight sind die grandiosen Interpretationen von »Blues Run The Game« und »East Kentucky« des tragischen und zugleich kultigen Folk-Sängers Jackson C. Frank. Es gibt keinen Zweifel, dass Martin Simpson nach 45 Jahren als professioneller Musiker aktuell besser als jemals zuvor ist. Weithin […]

Offshore „Preen“

Offshore „Preen“

Die Kölner Band Offshore ist aus der deutschen Jazzszene nicht mehr wegzudenken. Mit „Preen“ veröffentlicht die Band nun schon ihr drittes Studioalbum und hat seit ihrer Gründung 2009 kontinuierlich an einem eigenem Bandsound gearbeitet. Mit einer offenen Spielweise ist auf mittlerweile weit über 100 Konzerten (u.a. WDR Jazzfest 2013, Burghausener Jazztage 2013, Jazzfestival Saarbrücken 2014, Jazzrally Düsseldorf 2015 u.v.m.) ein organisches Kollektiv erwachsen das Musik macht, die auf tiefem gegenseitigen Vertrauen beruht und so eine außergewöhnliche Freiheit im Zusammenspiel und der spontanen Gestaltung zulässt. Offshore ist Preisträger des internationalen Nachwuchspreises „Startbahn Jazz 2010“, des CONVENTO Jazzpreises 2011“, sowie Finalist und Solistenpreisträger (Dierk Peters) beim Europäischen Jazzpreis der Jazzwoche Burghausen 2011. […]

Tingvall Trio „Cirklar“

Tingvall Trio „Cirklar“

Piano Trios gibt es weltweit viele, die klassische Basisformation des Jazz hat in den letzten Jahres ein fulminantes Revival erlebt. Doch wenn man nach der Essenz aller derzeit tourenden Trios dieser Bewegung sucht, sticht, wenn es um die Akzeptanz beim Publikum und den unverwechselbaren, eigenständigen Sound geht, aus internationaler Perspektive das Tingvall Trio aus Hamburg hervor. Konzerte in mehr als 30 Ländern, eine Handvoll Auszeichnungen mit dem ECHO JAZZ als „Ensemble“ und „Live Act“ des Jahres, Jazz Awards in Gold für jedes einzelne ihrer Studioalben, Platz 1 der Jazzcharts, ja sogar hohe Platzierungen in den Pop Charts, die Popularität der drei ist auf dem Niveau aktueller Popbands angekommen. Erfolg, zumindest […]

Stanton Moore „With You In Mind“

Stanton Moore „With You In Mind“

Als der Komponist, Produzent und Pianist Allen Toussaint im November 2015 nach einem Konzert in Madrid im Alter von 77 Jahren einem Herzinfarkt erlag, verlor die amerikanische Musikszene einen ihrer herausragenden Protagonisten. Toussaint hatte in seiner Heimatstadt New Orleans Alben lokaler Helden wie den Neville Brothers oder Dr. John produziert. Er arbeitete als Labelchef, betrieb ein eigenes Studio, war eine Soul-Ikone und schrieb Welthits wie „Working in the Coal Mine“ (Lee Dorsey), „Fortune Teller“ (Benny SpeIlman, Rolling Stones), „Southern Nights“ (Glen Campbell), „Mother in Law“ (Ernie K-Doe) oder „Play Something Sweet“ (Three Dog Night). Zudem brachte Toussaint ab Ende der 1950er-Jahre weit mehr als ein Dutzend Alben unter eigenem Namen […]

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