Blues, Jazz & Swing

Arthur „Big Boy“ Crudup „Rocks“

Arthur „Big Boy“ Crudup „Rocks“

Glück ist ein seltenes Wort im Blues. Aber glücklicherweise hatte der Blues ein Baby und sie nannten es »Rock and Roll«. In anderen Worten ausgedrückt: Arthur ‚Big Boy‘ Crudup! Crudup (1905 – 1974) war ein eher glückloser Bluesmann, der zu keiner Zeit vernünftig entlohnt wurde, für all die Songs, die er schrieb, die zu Klassikern der Genres Blues und R&B und später auch im Bereich der Rockabilly-Musik wurden, als ein noch junger Elvis Presley Arthurs Songs in eigenen Rockabilly typischen Arrangements wieder zum Leben erweckte. Der »Big Boy« war Mitte der Fünfzigerjahre fast vergessen, aber Presleys ureigene Hitversionen zogen Arthur Crudup aus der Obskurität. Crudup unterschrieb einen Plattenvertrag mit Fire […]

Quatuor Ébène feat. Michael Portal „Eternal Stories“

Quatuor Ébène feat. Michael Portal „Eternal Stories“

“Jazz bietet mir die einzige Möglichkeit, frei zu sein, zu schweben, zu träumen.” (Michel Portal) Während des Zweiten Weltkriegs beschließt ein sechsjähriger Junge in Bayonne/Baskenland, der Musik sein Leben zu widmen. Nach klassischem Studium und etlichen Preisen für sein Klarinettenspiel nutzt er, was der kulturelle Schmelztiegel Paris ihm bietet. Morgens im Studio mit Edith Piaf oder Jacques Brel, nachmittags eine Theatermusik, abends in die Jazzclubs. Stockhausen und Boulez wollen mit ihm arbeiten, an den ersten Free Jazz-Alben ist er beteiligt, und Piazzolla schenkt ihm ein Bandoneón. Seine Auftritte bei den Festivals der Gegenkultur werden zu Happenings. Michel Portal – der ‘Crossover’-Künstler par excellence? Nichts läge ihm ferner als das gedankenlose […]

Robyn Bennett „The Song Is You“

Robyn Bennett „The Song Is You“

Die US-amerikanische Wahlpariserin Robyn Bennett meldet sich mit einem neuen Werk voll eigener Songs zurück. Nach mehr als 200 Konzerten in Europa (Frankreich, Belgien, Schweiz, England, Luxemburg, Norwegen, Niederlande, Griechenland…) legt sie mit ihrer Band „Bang Bang“ das beachtliche Zweitwerk „The Song Is You“ vor. Die Tochter zweier Universitätsprofessoren wuchs in Pennsylvania (USA) auf. Musik und Tanz waren schon immer ein großer Teil ihres Lebens. Mit drei Jahren begann sie, Jazz- und Ballettunterricht zu nehmen, mit sechs kamen Klavierstunden, mit zehn Jahren Trompetenunterricht dazu. Dazu sang sie regelmäßig in verschiedenen Chören. Ihre frühen Einflüsse waren vielfältig und umfassen unter anderem Frank Sinatra, Michael Jackson, Ray Charles, Fleetwood Mac, Harry Connick […]

Arto Lindsay „Cuidado Madame“

Arto Lindsay „Cuidado Madame“

Experimentierfreude und Eingängigkeit – für Arto Lindsay waren das niemals Gegensätze. Der Sänger und Gitarrist hat seit jeher einen Heidenspaß daran, neutönerische Klangwelten abseits des Mainstream zu erforschen und bleibt dabei doch verständlich, d.h. leicht fassbar. So auch auf “Cuidado Madame”. Der erste Longplay m t neuem Material seit “Salt” (2004) enthält avantgardistische Wagnisse genauso wie ohrwurmige Melodien, er präsentiert einmal mehr die zwei Pole von Lindsays Künstlerpersönlichkeit. Auf der einen Seite erleben wir den ungestümen und kantigen “Scary Arto”, der wie verrückt lostobt; darin spiegelt sich das Lebensgefühl seines lärmend-grellen Wohnortes New York wider. Auf der anderen Seite begegnen wir aber auch dem “Sexy Arto”, der den Zuhörer mit […]

Gewürztraminer „Tanzverbot“

Gewürztraminer „Tanzverbot“

Was als tradtionelles Gypsy Trio begann, hat sich inzwischen zuWas als traditionelles Gypsy Trio begann, hat sich inzwischen zu einem feurigen Sextett entwickelt. Zwar ist auf dem ihrem ersten Album „Jungfernlese“ (Mukhara World Sound) noch der traditionelle auf Django Reinhardt basierende Gypsy Jazz tonangebend, aber die Eigenkompositionen der Bandmitglieder verleihen dem Projekt bereits jene spezielle Note, die richtungsweisend für den Stil auf dem neuen Album „Tanzverbot” ist. Spätestens seit dem Einstieg des Schlagzeugers Daniel Neuhauser in die Band, ist die Musik – getragen von den treibenden Grooves der Gitarristen Gidon Oechsner, Julian Wohlmuth und Marco Fillipovits – dem Jazz-Genre Gypsy Jazz entwachsen und die Gewürztraminer fi nden mit ihren humorvollen […]

Watermelon Slim „Golden Boy“

Watermelon Slim „Golden Boy“

Das verwitterte und verbrauchte Gesicht dieses Außenseiters namens Watermelon Slim erzählt die Geschichte seines Lebens: Vietnam-Veteran, Arbeiter, Trucker und Sozial-Aktivist. Dieser akademische Proletarier, der sich selbst als „den gebildetsten Blueser der Welt“ bezeichnet, ist u.a. Mitglied der „Mensa International“, einem Verein von Personen mit hohem IQ. Lange Zeit lebte er in Oklahoma, mittlerweile nennt er Clarksdale im Mississippi Delta sein Zuhause – die Geburtsstätte des Blues. Mit einem Mix aus Blues und Americana zog Bill Homans alias Watermelon Slim mit Mundharmonika und Slidegitarre quer durch das Land und spielte in zahlreichen Bars und Spelunken. Seine Texte kombinieren einen erstaunlichen Sinn für Poesie mit einem tiefen sozialen Bewusstsein: „Man könnte sagen, […]

Mombasa „Shango Over Devil’s Moor – Live At Stagge’s Hotel“

Mombasa „Shango Over Devil’s Moor – Live At Stagge’s Hotel“

Konzertmitschnitt (1976) der Formation Mombasa feat. Lou Blackburn aus dem legendären Stagge’s Hotel! Jazz, Soul und Funk treffen auf Rock und Afro-Sounds. ‚Shango Over Devil’s Moor – Live At Stagge’s Hotel‘ erscheint als Digipack-CD inklusive achtseitigem Booklet auf Sireena. Anfang der siebziger Jahre in Deutschland von dem amerikanischen Jazz-Posaunisten Lou Blackburn gegründet, der zuvor mit der Berliner Krautrock-Formation Agitation Free gearbeitet hatte, avancierte die ansonsten ausschließlich mit afrikanischen Musikern besetzte Band Mombasa mit ihrem Mix aus Jazz, Soul, Funk, Rock und Afro-Sounds zu einem extrem angesagten Liveact. So veröffentlichte die Band zwischen 1975 und 1981 insgesamt fünf Studioalben, die seinerzeit vornehmlich auf dem Kultlabel Spiegelei erschienen. Jetzt gibt es erstmalig […]

Shai Maestro „The Stone Skipper“

Shai Maestro „The Stone Skipper“

Der musikalische Fluss dieses kraftvollen und stimmigen Trios ist beispielhaft. Shai Maestro, Jorge Roeder und Ziv Ravitz sind mit einem neuen Werk zurück, und es ist so intim wie nie zuvor. Sie verschieben die Grenzen des tiefsinnigen und reifen Jazz, scheuen sich dabei jedoch nicht, auch angrenzende Stile in ihr Album zu integrieren. So verbinden sie elegante elektronische Einsprengsel und das Einbinden von Gesangsstimmen zu ihrem eigenen, einzigartigen Universum. Seit Shai Maestros Trio-Debut im Jahr 2011 verläuft sein musikalischer Weg in enger Verbindung mit der Suche nach einem ganzheitlichen, vollen Menschsein. Zur Seite stehen ihm dabei in freundschaftlicher Zusammenarbeit Jorge Roeder (bass) und Ziv Ravitz (drums). Die in den vergangenen […]

Vadim Neselovskyi Trio „Get Up And Go“

Vadim Neselovskyi Trio „Get Up And Go“

Geboren wurde Vadim Neselovskyi 1977 in Odessa in der Ukraine, wo er mit dem Klavierspiel beginnt und bald die großen russischen Komponisten entdeckt. Mit 17 zieht er gen Westen und setzt seine Ausbildung am Konservatorium in Dortmund fort, weiter geht er an das Berklee College of Music und wech- selt mit einem Stipendium an das Thelonious Monk Institut, an dem er seine Ausbildung mit dem letzten Schliff versieht. An der Seite von Größen wie Herbie Hancock, Chaka Khan, Dee Dee Bridgewater und Terry Lyne Carrington startet Neselovskyi in sein Musikerleben als Pianist, Komponist, Arrangeur und Orch- esterkomponist und teilt die Bühne mit John Scofield, Terence Blanchard, Kurt Rosenwinkel, Benny Golson, […]

Tabeah „Stars At Eye-Height“

Tabeah „Stars At Eye-Height“

Es gibt Musik, die eigene Welten schafft. Die einen einhüllt in eine Klangdecke und mit auf die Reise nimmt. Tabeah’s Musik tut das. Mit ihrem ersten Album veröffentlicht Tabeah eine unprätentiös intime und große Musik, die an eine Filmmusik vor Sigur Ros erinnert. Dieses Album ist meine Suche nach der absoluten Freiheit, die sich zwischen der verspielten Kindlichkeit und der wahnsinnig starken Wildheit meiner Seele bewegt , erklärt Tabeah. Auf der CD Stars At Eye-Height (Fattoria Musica Records) hat jeder Song seine eigene Klangsprache. Mal flüstert die Musik zerbrechlich zart, mal tänzelt alles im witzelndem Pizzicato und mal wird in einer Epik der Spannungsbogen bis an die Grenze gedehnt, dass […]

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