Blues, Jazz & Swing

Josephine Davies „Satori“

Josephine Davies „Satori“

Ein improvisatorisches Trio-Projekt, das die Definition seines buddhistischen Titels „Satori“ – ein Moment der erleuchtenden Gegenwart und innerer Geräumigkeit, weg von der Unordnung des Gedankens – widerspiegelt, präsentiert die britische Saxophonistin und Komponistin Josephine Davies zusammen mit den Sidemen Dave Whitford (Kontrabass) und Paul Clarvis (Schlagzeug) auf einem fesselnden Album mit rein akustischen Original-Kompositionen. Die vielfältige künstlerische Reise von Josephine Davies’ Karriere umfasst klassische Saxophonquartette und andere Besetzungen, sowie Schlüsselpositionen in größeren Ensembles wie dem Pete Hurt Orchestra und als „Resident“-Tenoristin und -Komponistin mit dem London Jazz Orchestra. Aber die Rückkehr in eine Klangwelt, die von dem unmittelbaren Solo-Horn-Charakter von John Coltrane hervorgerufen wurde und auf einer intensiven Live-Debüt-Performance im […]

Ash My Love „Money“

Ash My Love „Money“

Auf seinem Debütalbum gab sich das Wiener Duo Ash My Love noch ein Stelldichein mit Robert Johnson im fahlen Mondlicht auf der Wegkreuzung. Am aktuellen Album „Money“ hat sich ihr renitenter Blues-Punk den Bo-Diddley-Beat einverleibt. Und treibt es ganz schön bunt mit diabolischen Gospelgeistern. Frei nach dem Motto: Gott hat das Geld. Gott hat die Macht. Gott hat unseren Seelen. Und was haben wir davon? Ash My Love hat auf jeden Fall den Rhythmus! Denn trotz allem Elend auf der Welt hilft es bekanntlich niemanden am Boden liegen zu bleiben. Ein ordentlicher Tritt in den Allerwertesten bringt richtig Schwung in die Bude. Diese Energie! Kaum zu glauben, dass es sich […]

Aeham Ahmad & Edgar Knecht „Keys To Friendship“

Aeham Ahmad & Edgar Knecht „Keys To Friendship“

Syrischer Gesang trifft auf deutsches Volkslied. Jazz und Latin verbinden sich mit arabischen Rhythmen zu mitreißenden Kompositionen: Edgar Knecht wurde für seine einzigartigen Volksliedbearbeitungen weltweit gefeiert. Sein letztes Album „Dance On Deep Waters“ wurde von Nextjazz als eines der 25 besten Alben 2013 ausgezeichnet. Es folgten gefeierte Konzerte in Kuba, Spanien, Rumänien, Russland, den USA und selbstverständlich Deutschland. Auf „Keys to friendship“ begegnet er mit seinem virtuosen Trio dem Sänger und Pianisten Aeham Ahmad. Der syrische Musiker sorgte durch sein Klavierspiel inmitten der Trümmer des umkämpften Palästinenserlagers Jarmuk bei Damaskus für internationale Aufmerksamkeit. In Deutschland bekam er 2015 den Beethovenpreis für Menschenrechte verliehen. Die Presse beschied zur Premiere vor ausverkauftem […]

Nana Mouskouri „Nana“

Nana Mouskouri „Nana“

Manche Dinge brauchen ihre Zeit. Das gilt wohl auch für ein Album, das erstmals 1965 erschien, damals aber längst nicht den berechtigten Erfolg fand. Jetzt ist es zurück und wird viele Hörer nicht nur überraschen, sondern mit seiner musikalischen Schönheit geradezu verzaubern. Dabei muss Nana Mouskouri, 1934 auf Kreta geboren, ganz sicher niemandem mehr etwas beweisen. Im Gegenteil, einer vor zwei Jahren erhobenen Studie des Weltverbands der Phonoindustrie zufolge ist sie mit weltweit 300 Millionen verkauften Tonträgern und über 300 Goldenen, Platin- und Diamantenen Schallplatten nach Madonna die zweiterfolgreichste Sängerin aller Zeiten. Derart kalte Zahlen werden der Aura der Sängerin aber kaum gerecht, sind es doch vor allen Dingen ihre […]

DuckTapeTicket „The Undreamt Oasis“

DuckTapeTicket „The Undreamt Oasis“

Das groovende Streichtrio DuckTapeTicket hat sich seit seiner Gru ndung schon einiges erspielt. Nach fast 100 Konzerten, dem Sieg im Future-Sounds-Wettbewerb und Auftritt bei den Leverkusener Jazztagen schlägt DuckTapeTicket mit seiner neuen CD „The Undreamt Oasis“ ein neues Kapitel auf: Die drei Musiker laden eine Rhythmusgruppe, bestehend aus Gitarre, Bass und Schlagzeug ein. Ein Kollektiv aus Streichern und Jazzbands ist bekanntlich keine ganz neue Idee aber fast immer holt sich die Band ein begleitendes Streichensemble dazu. Bei DuckTapeTicket ist es anders: Dadurch, dass die drei Streicher als Jazzsolisten erprobt sind, entspricht die Dynamik der einer großen Combo in der die Streichinstrumente immer wieder die Rolle zwischen Ensemble und Solist wechseln. […]

Arkady Shilkloper & Vadim Neselovskyi „Lustrum“

Arkady Shilkloper & Vadim Neselovskyi „Lustrum“

Mit Lustrum legen der Russe Arkady Shilkloper (Horn) und der Ukrainer Vadim Neselovskyi (Piano) ihr zweites Duo-Album bei Neuklang vor. Die Beiden kennen sich, seit Vadim als 19-jähriger Musikstudent Arkady erstmals live mit dem Moscow Art Trio im Dortmunder Jazzclub Domizil traf. Erst viel später wurde die Idee des Duos geboren. Und sie entwickelte sich zu einer kongenialen Kooperation zweier herausragender Musiker. In Vadim fand ich einen einfühlsamen Partner, der nicht nur ein guter Pianist, sondern auch ein wundervoller Komponist ist, sagt Arkady Shilkloper. Und Vadim Neselovskyi ergänzt: Es ist ein schönes Gefühl, mit einem Musiker zu spielen, dessen Aufnahmen du bereits in deiner Jugend gehört hast. Unser Duo ermöglicht […]

Chris Rea „Road songs for lovers“

Chris Rea „Road songs for lovers“

Wie alle großen Künstler ging auch Chris Rea seinen eigenen Weg und folgte seinen künstlerischen Visionen. Obwohl in jedem Song seines einzigartigen musikalischen Repertoires die DNA des Rock ’n‘ Roll steckt, hielt ihn die Musikindustrie für einen Außenseiter und er war ihr ein funkelnder Dorn im Auge. Rea ist Künstler und Maler, bekennender Blues- und Motorsportliebhaber, Filmemacher und klassischer Komponist, der von der italienischen Musikszene beeinflusst wurde. Am besten beschreiben wohl die Begriffe „eklektisch“ und „unkonventionell“ den Mann, der weltweit über 30 Millionen Alben verkauft hat, indem er einfach er selbst geblieben ist. In den letzten Jahren hat Chris Rea die Öffentlichkeit an seinen Leidenschaften teilhaben lassen. So veröffentlichte er […]

Jessy Martens and Band „Tricky Thing“

Jessy Martens and Band „Tricky Thing“

Wer Jessy Martens kennt, macht sich auf Gänsehaut gefasst, auf eine Stimme, die ihresgleichen sucht und auf emotionale Tiefe, die wenigen gelingt. Vier Jahre hat sich Jessy Zeit gelassen für ihre neuen Songs, nachdem sie 2011 und 2013 ihre beiden ersten Alben als Songwriterin veröffentlicht hatte. Mit ihnen konnte sie den German Blues Award wie auch den Deutschen Rockpreis gewinnen. Untätig war sie seitdem nicht. In der Zwischenzeit viel auf Tour, veröffentlichte sie ihr NDR 2 Radiokonzert in 2015 und brachte ein Jahr später mit „Heart & Soul“ ein gemeinsames Album mit Andreas Kümmert heraus. Die nun vorliegende Produktion wirkt ausgefeilter, „irgendwie erwachsener“ (Jessy). Texte und Musik sind tiefgründiger geworden. […]

Albert Castiglia „Up All Night“

Albert Castiglia „Up All Night“

Up All Night – ein passender Titel für Albert Castiglias siebtes Album: Niemand kann einfach schlafen, wenn dieser Musiker in der Stadt ist. Nach 27 Jahren mit einzigartigen Studioalben und mitreißenden Liveshows hat sich der Bandleader aus Florida seinen Ruf als Meister von rauem, heißem Blues verdient. Doch die tiefen, bewegenden Riffs und die geschändete Seele von Up All Night lassen alles andere wie Schlaflieder erscheinen. Ich würde die musikalische Stimmung dieses neuen Albums als schwer beschreiben, erklärt Castiglia schlichtweg. 2017 bei Ruf Records veröffentlicht, zeigt Up All Night einmal mehr Castiglias unfassbare Kreativität, nachdem erst im letzten Jahr das viel gerühmte Big Dog Album erschienen ist. Was damals nicht […]

Götz Alsmann „In Rom“

Götz Alsmann „In Rom“

Götz Alsmann, Mastermind des deutschen Jazz-Schlagers, legt mit „In Rom“ den 3. Teil seiner musikalischen Städte-Trilogie vor. Das mit dem „Echo Jazz“ dekorierte Album „In Paris“ erschien 2011, der „Am Broadway“ betitelte Abstecher in die Neue Welt kam vor drei Jahren heraus. Götz Alsmann: „Die Idee dieser Trilogie ist ja, in Städte zu reisen, die der Unterhaltungsmusik viel geschenkt haben. Paris war eine logische Wahl, der Broadway in New York natürlich auch, und ich denke, da darf Rom sicherlich nicht fehlen. Ich habe mich auf jeden Fall voll darauf eingelassen, habe fast ein halbes Jahr nichts anderes gehört als italienische Lieder“. Die konzeptionelle Herangehensweise blieb die gleiche. Götz Alsmann und […]