Rock

Grateful Dead “Dead Set”

Grateful Dead “Dead Set” – 2 CDs – Rhino Vier Monate nach dem Erscheinen von ?Reckoning? veröffentlichten Grateful Dead am 26. August 1981 ?Dead Set?, eine repräsentative Auswahl ihrer elektrischen Sets der Auftritte im Warfield Theatre (San Francisco) und Radio City Music Hall (New York) vom September/Oktober 1980 anläßlich ihres 15-jährigen Bandjubiläums. Ursprünglich war geplant gewesen, die Events in Form einer einzigen Doppel-LP zu dokumentieren, je eine Platte mit akustischen und elektrischen Aufnahmen. Daraus wurde jedoch nichts. Das Format der Musik und der hohe künstlerische Standard der Konzerte führte bei den Musikern schnell zu der Überzeugung, dass es zumindest zwei Doppel-Alben geben muß. Garcia gestand später in einem Interview ein, […]

Grateful Dead “Reckoning”

Grateful Dead “Reckoning” – 2 CDs – Rhino Um ihr 15-jähriges Bandjubiläum angemessen zu feiern, bestritten Grateful Dead im Herbst 1980 eine Serie von 23 Konzerten in San Francisco und New York City, jedes von ihnen mit einem einstündigen Akustik-Set als Aufwärmer. Die Sets der frühen Shows waren roh, zerklüftet, zusammenhangslos und fast stümperhaft ? durchaus verständlich, denn schließlich hatten Garcia & Co. über ein Jahrzehnt lang keine akustischen Sets mehr auf ihren Konzerten gespielt. Gegen Ende der Gastspielreise hatte sich das Kollektiv jedoch gefunden. Die Bindung der Musiker untereinander war harmonisch, die Stimmung intim und warm. Sie klangen wie aus einem Guß. Das dann im April 1981 veröffentlichte Doppel-Album […]

Grateful Dead “Go to heaven”

Grateful Dead “Go to heaven” – Rhino Als sechzehntes Studioalbum markierte ?Go to Heaven? 1980 sowohl das 15-jährige Band-Jubiläum der Dead wie auch das Studio-Debut des neuen Keyboarders/Sängers Brent Mydland. Der 1952 in München geborene Mydland hatte ein Jahr zuvor Keith Godchaux ersetzt, dem der permanente Tour-Stress zuviel geworden war. Vielleicht lag es am glanzlosen Vorgänger ?Shakedown Street? oder an der absurden Cover-Artwork, die die Mitglieder der Gruppe als engelhafte Disco-Könige darstellte. Vielleicht lag es auch daran, dass ihr neues Teil im Kielwasser von Clashs genre-explodierendem Werk ?London Calling? veröffentlicht wurde, das bekanntlich als Meilenstein der Punk-Bewegung die gesamte Musikindustrie veränderte. Was immer die Begründung sein mag, ?Go to Heaven? […]

Grateful Dead “Shakedown Street”

Grateful Dead “Shakedown Street” – Rhino Für ihr zweites Arista-Album ?Shakedown Street? wählten Grateful Dead Little Feats Lowell George als Produzenten aus. Es war der Versuch, die Rolle des ?bezahlten Verantwortlichen? – wie noch im Falle Keith Olsens bei ?Terrapin Station? – durch jemanden zu ersetzen, der die sensible kreative Mechanik des Entstehens einer Platte aus Musikersicht verstand. In der Kommunikation mit den Dead nahm George daher mehr die Rolle eines Bandmitglieds ein denn einer abgesetzten technischen Referenz. Auf dem Papier ein durchaus faszinierender Ansatz, aber in der Realität ein Beinahe-Desaster! Lowell Georges Beitrag zu ?Shakedown Street? ist verschwindend gering. Die Sessions wurden unterbrochen durch die denkwürdige Ägypten-Tour im September […]

Grateful Dead “Terrapin Station”

Grateful Dead “Terrapin Station” – Rhino Die Aufnahmesessions der ersten Platte für ihr neues Label Arista und ihr achtes Studioalbum insgesamt wurden von Keith Olsen geleitet, keinem geringeren als den ?Macher? von Fleetwood Macs gleichnamigen 1975er Erfolg. Dies war offenbar in der Absicht geschehen, durch ein sehr kommerzielles Album den Mainstream-Rock-Markt für die Dead zu öffnen. Die Entscheidung zu diesem Schritt ist insbesondere bemerkenswert, da die Band seit den ersten Aufnahmetagen zu ?Anthem of the Sun? im Jahre 1967 niemals mehr mit einem außen stehenden Produzenten kooperiert hatte. Garcia beschrieb später die Zusammenarbeit mit Olsen als sehr harmonisch und fruchtbar, auch wenn Medien und Fankreise die Platte stets als überproduziert […]

Def Leppard “Yeah!”

Def Leppard “Yeah!” – Mercury Die Behauptung, dass Def Leppard seit ihrer ersten gemeinsamen Bandprobe in einer alten Löffelfabrik in Sheffield, vor inzwischen rund dreißig Jahren, eine Menge erreicht und erlebt haben, ist eine gnadenlose Untertreibung. Seit jenem einschlägigen Datum hat die Band ? Joe Elliott (Gesang), Vivian Campbell (Gitarre), Phil Collen (Gitarre), Rick ?Sav? Savage (Bass) und Rick Allen (Drums) ? unzählige ausverkaufte Tourneen in der gesamten Welt absolviert und hat inzwischen weltweit über 65 Millionen Alben verkauft. Zudem konnten Def Leppard den prestigeträchtigen ?Diamond Award? (für über 10 Millionen verkaufte Alben) gleich zweimal in Empfang nehmen: für die Alben ?Hysteria? und ?Pyromania?. Ihr Debütalbum ?On Through the Night? […]

Canned Heat “Instrumentals 1967 – 1996”

Canned Heat “Instrumentals 1967 – 1996” – Ruf Records Die altehrwürdige Bluesrock-Institution Canned Heat öffnet ihre Schatztruhe und zaubert daraus eine Sammlung aller Instrumentalstücke hervor, die zwischen 1967 und 1996 entstanden sind. Vom ursprünglichen Band Line-Up von 1967, bei dem Alan Wilson und Bob ´The Bear´ Hite noch dabei sind, bis hin zu späteren Bandkonstellationen mit Junior Watson, Robert Lucas und James Thornbury: Dieses Album präsentiert eine einmalige Seite all dieser herausragenden Künstler. Gastauftritte von John Mayall und John ´Juke? Logan machen die Canned Heat Instrumentals zu einem besonderen Juwel. Es ist großartig, dass diese Band seit Jahren instrumentale Stücke spielt… und nicht nur Jams, sondern richtig GUTE Projekte, die […]

Cheap Trick “Rockford”

Cheap Trick “Rockford” – Steamhammer Cheap Trick gehören zu den ungewöhnlichsten und erfolgreichsten Rockgruppen der Musikgeschichte. Weit mehr als 40 goldene Schallplatten konnte die Band um Gründer und Gitarrist Rick Nielsen bis zum heutigen Tag entgegennehmen, Cheap Trick tourten zahllose Male rund um den Globus und spielen weiterhin regelmäßig in restlos ausverkauften Hallen. Vor zehn Jahren gründete die Gruppe ein eigenes Plattenlabel in Amerika. ?Wir haben damit eine Menge Spaß?, erklärt Sänger Robin Zander. ?Eines Tages wird Bun E. der Präsident der Firma und ich dann den Präsidenten spielen. Es mag manchmal etwas anstrengend und arbeitsintensiv sein, aber wir haben so mehr Kontrolle über unser Chaos.? Der angesprochene Bun E. […]

Grateful Dead “In the dark”

Grateful Dead “In the dark” – Rhino Anfang Juli 1987 schlug die Nachricht von einer neuen Grateful Dead-Studio-LP in der gesamten Musikbranche ein wie eine Bombe. Damit hatte nun wirklich niemand mehr gerechnet. Die Band hatte im März 1984 einen letzten verzweifelten Versuch unternommen, etwas ihrem Selbstverständnis entsprechend konstruktives im Studio auf die Beine zu stellen, war aber kläglich gescheitert. Von da an galt nur noch die Devise: Unter Druck wird gar nicht mehr gearbeitet, und wenn es eben keine kreativen gemeinschaftlichen Momente mehr gibt, dann war es das gewesen ? die Ära Grateful Dead ?on record? hätte ein Ende gehabt. Kritiker, Deadheads und die gesamte Rockmusik-Welt hatten dieses Statement […]

Tom Petty “Highway Companion”

Tom Petty “Highway Companion” – American Rec. Der Großmeister des Highway-Rocks und bodenständigste aller Songwriter ist zurück. Vier Jahre nach dem engagierten Album The Last DJ legt TOM PETTY mit Highway Companion nun ein neues Album vor. Und dies ist – ironischerweise gerade im 30. Jahr der Heartbreakers – ein Soloalbum. Allerdings wartet es mit erstklassigem TOM PETTY-Songwriting auf, fährt erneut den Highway hinunter, immer Richtung Süden versteht sich, und versucht gar nicht erst, den Rock?n?Roll oder gar sich selbst neu zu erfinden. Statt dessen gibt es klassische TOM PETTY-Songs, dass einem das Herz übergehen möchte – eben diese kleinen Melodien, die lebensweise Introspektion und die Ruhelosigkeit des Suchenden. Der […]