Dokumentation

Verborgene Chronik 1914-1918

Verborgene Chronik 1914-1918

Die ganze Geschichte des Ersten Weltkriegs. Eine Montage aus über hundert bisher unveröffentlichten Tagebüchern aus der Zeit des Ersten Weltkriegs gibt ein erschütterndes, atemberaubendes und stark ins Nachdenken bringendes Bild des ersten großen Weltenbrandes. Die Verborgene Chronik ist eine gewaltige Collage von Originalzeugnissen von Front- und Etappensoldaten, Rekruten, Arbeiterfrauen, Kindern, sorgenden Familienmitgliedern, Ärzten, Stabsoffizieren, Krankenschwestern, propagandistischen Pressemeldungen, Altoffizieren, Kriegswitwen, Militärgeistlichen, Kriegsgefangenen etc., etc., die ihre Hoffnungen, Eindrücke und Ängste unzensiert und völlig offen ihren Tagebüchern anvertrauten. In bisher ungekannter Authentizität und Direktheit zeigt sich in ihnen die verwirrende Vielfalt und Ungleichzeitigkeit der die Biografien der Schreiber existenziell erschütternden Eindrücke. Von der Mobilmachung bis zur Niederlage entsteht so ein Echolot jener […]

Die Strafdivision 999 im Zweiten Weltkrieg

Die Strafdivision 999 im Zweiten Weltkrieg

Im Kriegswinter 1941/42 hatte die deutsche Wehrmacht hohe Verluste erlitten. So stellte das Oberkommando eine spezielle Kampfeinheit aus Männern zusammen, die zuvor als »Wehrunwürdige« gegolten hatten: politisch Vorbestrafte, Kriminelle, religiös Verfolgte. Sie bildeten die Strafdivision 999. In einer Truppenstärke von 16 000 wurden sie im Frühjahr 1943 nach Tunesien geschickt. Die Folgen für die Wehrmacht waren desaströs: Wo immer Soldaten der Strafdivision kämpften, ob in Afrika, später in Griechenland oder an der Ostfront, unterwanderten viele von ihnen die Verbände, liefen zu den »Feinden« über, unterstützten Widerstandskämpfer. Christian Blees hat die Geschichte dieser zu Unrecht vergessenen Strafdivision in diesem Feature rekonstruiert. Autor Christian Blees, Studium der Publizistik, Politik und Theaterwissenschaften in […]

Abgesang der Stasi

Abgesang der Stasi

Das Ministerium für Staatssicherheit hat nicht nur die Bürger belauscht, sondern auch den eigenen Telefonverkehr dokumentiert. Das Feature von Elke Kimmel und Marcus Heumann präsentiert eine Auswahl aus diesem hochspannenden und einzigartigen Material vom September 1989 bis Januar 1990 und liefert damit eine fesselnde Innenansicht des MfS in der Zeit seiner Auflösung. Die beiden Autoren haben die O-Töne behutsam mit Einspielungen, Kommentaren und Nachrichten des Tages ergänzt. Das Feature wurde erstmals 2009 im Deutschlandfunk unter dem Titel »Wo sind wir bloß hingekommen?« ausgestrahlt und fand bei Hörern und Medien äußerst positive Resonanz. Hrsg.: Dr. Elke Kimmel, Jahrgang 1966, studierte Neuere Geschichte und Filmwissenschaften in Berlin, promovierte 1999 über antisemitische Propaganda […]

Die Nazis und die Prostitution

Die Nazis und die Prostitution

Zwischen 1942 und 1945 wurden auf Geheiß von Heinrich Himmler, Reichsführer SS, in mehreren Konzentrationslagern »Sonder­baracken« errichtet. »Besonders fleißig arbeitende Gefangene sollen Weiber haben«, befand Himmler. Frauen, die wegen eines »anstößigen« Lebenswandels im KZ gelandet waren und als Feinde eines »gesunden Volkskörpers« galten, wurden zur Prostitution gezwungen. Tita Gaehme hat prominente Zeitzeugen befragt, u.a. den Schrift­steller Jorge Semprún zu seiner Gefangenschaft und seinen Beobachtungen im KZ Buchenwald, lässt Frau W. erzählen, eine der gedemütigten Frauen, die nach dem Krieg lange um ihre Anerkennung als Verfolgte des Naziregimes kämpfen mussten, und sie nutzt Forschungsarbeiten zum Thema. Autorin Tita Gaehme, Studium der Geschichte, Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg und Köln; 1975 […]

Im Kessel von Stalingrad

Im Kessel von Stalingrad

Ehemalige Soldaten der 6. Armee erzählen. An der Jahreswende 1942/43 ereignete sich eines der größten Dramen des Zweiten Weltkrieges: Mehr als 250 000 deutsche Soldaten wurden in Stalingrad von der Roten Armee eingeschlossen. Nur 5000 Soldaten kehrten am Ende in die Heimat zurück. Der Autor Carl Schüddekopf hat in den 1990er Jahren nach Überlebenden gesucht und deren Erinnerungen im O-Ton festgehalten. Die Schilderungen sind nicht nur in ihrer Grausamkeit beklemmend, sondern auch in ihrer Präzision. Sie vollziehen nach, wie die euphorische Stimmung in erbarmungsloser Kälte gefriert, wie unter dem Kommando von Generaloberst Paulus Hunderte der eigenen (verwundeten) Soldaten erschossen werden, wie Hunger und Ausgeliefertsein in Kannibalismus oder im Wahnsinn enden. […]

Wie war das mit Verdun?

Wie war das mit Verdun?

Im Februar 1916 begann die Schlacht von Verdun, die künftig das Bild vom Ersten Weltkrieg als Stellungskrieg und industrialisierter Materialschlacht prägte. Die Verluste waren von apokalyptischem Ausmaß. Bis Dezember 1916 kamen circa 350000 französische und deutsche Soldaten ums Leben, ohne dass sich dadurch eine entscheidende militärische Veränderung ergeben hätte. Der Journalist und Historiker German Werth interviewte in den 1970er Jahren deutsche Soldaten, die in der Schlacht gekämpft hatten. In seinem Feature, das 1977 im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde, kommen sie zu Wort. Damit hat Werth ein einzigartiges, nun wieder zugängliches Dokument geschaffen. Der Historiker Gerd Krumeich leitet das Feature ein mit einem Überblick über das Schlachtgeschehen, seinen Verlauf und die Mythenbildung […]

Widerstand im Dritten Reich

Widerstand im Dritten Reich

Wird über den dunkelsten Fleck in der deutschen Geschichte gesprochen, kommt immer wieder die Frage auf, ob es der deutschen Bevölkerung nicht möglich gewesen wäre, Widerstand zu leisten. Doch wo beginnt Widerstand? Dieser Frage geht dieses Hörbuch nach exemplarisch an den Lebensgeschichten von den Geschwistern Scholl, Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Oskar Schindler. Einfühlsam wird dabei auch auf die persönliche Motivation der Protagonisten eingegangen und deren Leben aus einem völlig neuen Blickwinkel betrachtet. „Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ‚regieren‘ zu lassen.“ (1. Flugblatt der Weißen Rose) Inszenierte Lesungen mit passenden Geräuschen und Musik untermalt – Von erfahrenen […]

1967: Das Jahr der zwei Sommer

1967: Das Jahr der zwei Sommer

Eine Zeitreise durch das Jahr 1967. Das Jahr 1967 war ein ganz besonderes Jahr. Es war das Jahr der zwei Sommer, der Sommer der Liebe und der Sommer der Revolution. Auf der einen Seite wurden die Hippies mit ihrer Botschaft von Love, Peace und Happiness immer mehr zu einer Jugendbewegung, die in San Francisco ihren Anfang nahm. Doch auf der anderen Seiten kam es in Amerika zu den bislang schlimmsten Rassenunruhen. Auch die Proteste gegen den Vietnamkrieg wurden lauter, denen sich auch der schwarze Bürgerrechtler Martin Luther King anschloss. Im Zuge dieser Proteste weigerte sich der weltberühmte Boxer Muhammad Ali, seinen Wehrdienst anzutreten und musste sich deshalb vor Gericht verantworten. […]

Fritz Bauer

Fritz Bauer

1963 begann in Frankfurt ein Prozess, der bei der Aufarbeitung der NS-Verbrechen als Wendepunkt gilt. Ein Mann hatte gegen viele Widerstände den ersten Auschwitz-Prozess ins Rollen gebracht: Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt von Hessen. Er stemmte sich gegen den Zeitgeist und kämpfte für eine rechtliche Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit, eine Humanisierung des Strafrechts und die Resozialisierung Straffälliger. Seine Vorträge und Interviews bieten einen unmittelbaren Zugang zur Person Fritz Bauer und zu seiner bewegten Biografie als Jurist, jüdischer Intellektueller, Remigrant und Sozialdemokrat. Fritz Bauer – sein Name ist eng verbunden mit der Aufarbeitung der NS-Verbrechen in Deutschland. Eine Collage Mit unveröffentlichten O-Tönen führen durch sein Leben und zeigen auch den privaten Fritz Bauer, […]

Mit Hitler im Bunker

Mit Hitler im Bunker

Der junge Generalstabsoffizier Bernd Freytag von Loringhoven kam Ende Juli 1944 als Adjutant zum Heeresgeneralstabschef Guderian und nahm in dieser Funktion an den täglichen geheimen Besprechungen der militärischen Lage im Führerhauptquartier teil. So verbrachte er die letzten neun Monate des Krieges in unmittelbarer Nähe des Diktators und erlebte während dieser Zeit nahezu alle Protagonisten des Regimes aus nächster Nähe: Göring und Keitel, Himmler und Bormann, Goebbels und Ribbentrop. Erst am 29. April 1945, einen Tag vor dem Selbstmord Hitlers, erhielt Loringhoven die Erlaubnis, den Bunker zu verlassen, um General Wenck aus dem eingeschlossenen Berlin eine Botschaft zu überbringen. Aus der englischen Kriegsgefangenschaft entlassen, füllte er vier umfangreiche Hefte mit Aufzeichnungen […]

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