Chingachgook – Die große Schlange

Severino Amaray Inlay.inddNordamerika im Jahre 1740. Englische Truppen versuchen, den Franzosen die nordamerikanischen Kolonien abzujagen und verstricken auch die Indianer in diesen Krieg.

Die von den Franzosen gegen die Delawaren aufgehetzten Huronen entführen die Häuptlingstochter Wahtawah, die Chingachgook versprochen ist. Zusammen mit seinem Freund Wildtöter will er sie befreien. Nahe des Huronenlagers kommen ihnen Skalpjäger in die Quere. Chingachgook wird von den Huronen gefangengenommen. Er versucht vergeblich sie davon zu überzeugen, dass der Krieg der Weißen nicht ihr Krieg ist.

Einer der Jäger hat inzwischen englische Truppen geholt, die die Huronen vernichtend schlagen. Deren schwerverwundeter Häuptling erkennt, dass Chingachgook Recht hatte und erklärt den Frieden mit allen Indianerstämmen. Zusammen mit Wahtawah und Wildtöter kehrt Chingachgook zurück zu den Delawaren.

Schauplatz dieser Literaturverfilmung ist nicht wie sonst üblich der „Wilde Westen“, sondern die nordamerikanische Ostküste in der Mitte des 18. Jahrhunderts, mit seinen britischen Kolonien. Entnommen ist die Geschichte um Chingachgook und seinem Freund Wildtöter aus der Reihe der berühmten Lederstrumpf-Erzählungen von James Fenimore Cooper ( 1789- 1851), der zu den Begründern einer eigenständigen nordamerikanischen Literatur gehörte.

Seine realistische Darstellung der Indianer und ihrer Begegnung mit den Weißen zeichnete seine Romane aus. Cooper ging von der Gleichheit aller Menschen aus, ungeachtet ihrer Herkunft und Hautfarbe. Im Gegensatz zu vielen anderen Indianerfilmen wird hier, getreu der Romanvorlage, ein historisch genaues Bild jener Zeit gezeichnet, dem es aber trotzdem nicht an Abenteuerlichkeit der Handlung, mit Verfolgung, Überfall und Kampf fehlt.

Extras
Zeitzeugen-Gespräch mit Gojko Mitic´, Teil 2 (ca. 51 Minuten, 2003)
Original Kino-Trailer
Trailer

Chingachgook – Die große Schlange
FSK 6 J.
DDR 1967
88 Min.
Icestorm
Regie: Richard Groschopp
Darsteller: Gojko Mitic´, Rolf Römer, Lilo Grahn, Helmut Schreiber, Jürgen Frohriep, Andrea Drahota, Johannes Knittel, Adolf Peter Hoffmann, Heinz Klevenow
Ton: Dolby Digital 2.0
PAL – RC 0

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