Chris Bay “Chasing the Sun”

chrisbayEs ist eine durchaus bekannte Zwickmühle, die sich der Gründer und Frontmann der Band Freedom Call mit vielen anderen Komponisten teilt: Gelegentlich sprengt sein Ideenreichtum den stilistischen und thematischen Rahmen der eigenen Band. “Ich bin ein Permanent-Songschreiber, der im Studio ständig an Ideen bastelt” , erklärt er, “daher haben sich im Laufe der Jahre eine Reihe von Stücken angesammelt, die einerseits nicht zu Freedom Call passen, andererseits aber zu schade sind, um in meinem Archiv zu verstauben”.

Die Lösung seines Luxus -Problems: Jetzt veröffentlicht Chris Bay über Steamhammer/SPV sein erstes Soloalbum Chasing The Sun und verschreibt sich auf eigene, unverwechselbare Weise der Musik, von der er sich schon früh hat inspirieren lassen. Und auch wenn die Stücke über einen längeren Zeitraum entstanden sind, produziert hat Bay das gesamte Material im Frühjahr 2017 in seinem eigenen Studio.

Wohl auch deshalb klingt Chasing The Sun bei aller Unterschiedlichkeit der einzelnen Stücke wie aus einem Guss. Neben einigen für ihn charakteristischen Rocksongs mischt Bay dem Opener ´Flying Hearts` geschickt moderne Sound-Elemente unter, lässt in ´Hollywood Dancer` ein Wurlitzer-Piano anklingen, wie man es aus den gerade trendigen 70s kennt, oder wagt sich in ´Where Waters Flow In Heaven` an einen Song mit langsamem Shuffle-Groove, bewusst düsterer Grundstimmung und einem avantgardistischen Flair.

Im krassen Kontrast dazu steht die erste Singleauskopplung ´Radio Starlight` mit ihrem offensichtlichen Airplay-Potential, zu der es auch ein Video geben wird, welches mit verlockenden Bildern Fernweh auslöst und definitv Appetit auf mehr macht.

Tracks
1 Flying Hearts
2 Light My Fire
3 Move On
4 Radio Starlight
5 Silent Cry
6 Hollywood Dancer
7 Keep Waiting
8 Misty Rain
9 Where Waters Flow In Heaven
10 Bad Boyz
11 Love Will Never Die

Chris Bay “Chasing the Sun”
Steamhammer

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