Christoph Pepe Auer „Songs I Like – Germany Edition“

christophpepeDer Bassklarinettist, Saxophonist, Schlagzeuger und dreifache Hans-Koller-Preisträger Christoph Pepe Auer feierte mit seinen eigenen Kompositionen und Veröffentlichungen bereits durchschlagende Erfolge in seiner Heimat Österreich – und weit über die Landesgrenzen hinaus als Solist der Jazz Big Band Graz und mit „Living Room“, seinem Duo mit Manu Delago.

„Songs I Like“, bereits 2015 in Österreich erschienen, wird ab dem 7. April auch auf dem deutschen Markt erhältlich sein. Ein in sich stimmiges Sammelsurium von Songs, eine sorgfältige Auswahl an Eigenkompositionen und Neuarrangements musikalischer Jugenderinnerungen der 90er Jahre. Dabei liegt das gesamte Sound Design des Albums im Timbre der Bassklarinette: meist warm und holzig, selten schrill. Gesampelte Sounds des facettenreich klingenden Instruments bilden das Fundament für die programmierten elektronischen Beats. Erweitert wird das Instrumentarium unter anderem mit der seltenen Kombination aus Drehleier, Akkordeon und Cello und schafft somit eine reizvolle Mischung aus Jazz, Weltmusik und Elektronik.

„Chokladkaka“ zum Beispiel (schwedisch Schokoladekuchen), das erste Stück auf der CD und eine der Eigenkompositionen, wird mit den Geräuschen eines Malers beim Arbeiten auf Leinwand eröffnet. Damit setzt Auer für den Rest des Albums Maßstäbe: „Songs I Like“ ist eine kreative Auseinandersetzung mit dem Medium „Song“: Ein Nirvana Superhit hat es auf die Platte geschafft, Anleihen an einen Schnulz-Pop-Song, für den Prince verantwortlich zeichnet und die Auersche Interpretation eines 90er Dance Hits – einen Penny für den, der alle drei Originale auf Anhieb erkennt, denn das dürfte gar ausgefuchsten Neunziger Fans schwer fallen. Schuberts „Nebensonnen“ hingegen bilden eine Ausnahme, denn trotz der eigenwilligen Interpretation mit der Drehleier in der Hauptrolle und einem vom Akkordeon getragenen Tango in der Mitte bleibt das Lied aus dem Zyklus der „Winterreise“ unverkennbar.

Für die „Germany Edition“ ergänzt sich „Songs I Like“ mit einer frisch produzierten Single. Mit „Communication“ zeigt Auer endgültig, dass er ein Musiker des 21. Jahrhunderts ist: Hier wurde nur noch die Bassklarinette als Fundament für das programmierte Schlagzeug verwendet. Ergänzt mit eigenständig designten Synth Klängen und der Magie von einfachen Klangstäben. Darüber hinweg setzt sich die Stimme der Cellistin Marie Spaemann aka Mela und ergibt ein einzigartiges pop-orientiertes Sound-Design mit Klangfarben des Jazz. Eine Hymne, in die unter anderem die Kraft und der Charme der Kontrabassklarinette mit ihrer vollen Rohheit einfließt.

Tracks
Chokladkaka
Communication
Session Work Song
Mbira, One Moment Of Insight
Warming Up On A Bass Clarinet
Nebensonnen
90s Therapy I
90s Therapy II
90s Therapy III

Christoph Pepe Auer „Songs I Like – Germany Edition“
o-tone music

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