Cris Rellah „Crossroads“

cover_crossroads_1000Nein, zufällig hat Cris Rellah den Titel «Crossroads» für sein Debüt-Album nicht gewählt. Denn in seinem bewegten Leben stand der 34-Jährige schon mehrfach an einem Scheideweg – und entschloss sich schließlich für die Musik. Zuvor hatte Cris Rellah schmerzlich erfahren müssen, dass in der Musikszene nicht alles Gold ist, was glänzt, und dass nicht alle Versprechen eingelöst werden.

Wer sich «Crossraods» aufmerksam anhört, erfährt viel aus der Geschichte Cris Rellahs. Darüber, wie er 2004 zum ersten ersten Mal an der Castingshow Musicstar teilnimmt, es bis in die Top 20 schafft und viele interessante Leute kennen lernt – und später die Jury bei «Voice Of Germany» begeistert. Doch er muss feststellen, dass Show und Business im Vordergrund stehen und nicht die Musik. Man verlangt optische und stylische Veränderungen von ihm und wünscht Songs, von denen er findet, sie passen nicht zu ihm. Cris ist enttäuscht und desillusioniert, will es aber trotzdem wieder versuchen.

Der Künstler bleibt seiner Idee, dass Musik verbindet und sich selbst treu. Das Album reflektiert aber auch, wie Cris Rellah nach und nach den Spaß an der Musik verlor. Er traf auf unseriöse Labels, in welche er Zeit und Geld investierte und im Gegenzug lediglich leere Versprechungen zu hören bekam. Enttäuscht und frustriert hängte er seinen Traum an den Nagel und beschloss seine berufliche Karriere weiter zu verfolgen: Er begann, Maschinentechnik an der Höheren Fachschule zu studieren. In den folgenden Monaten und Jahren war Cris zufrieden und widmete sich voll und ganz seinem Studium. Aber etwas fehlt ihm. Nur weiß er noch nicht was.

Verschiedentlich wird Cris Rellah darauf angefragt, ob er an Geburtstagsfeiern und Hochzeiten singen will. Dem begegnet er lediglich mit Stirnrunzeln und einem müden Lächeln. Erst nach langem Zögern sagt er doch einmal zu: Er hält seine Gitarre in den Händen, beginnt die ersten Töne zu spielen und singt. Als er die Freudentränen in den Augen der Braut und das überglückliche Gesicht des Bräutigams entdeckt, weiß er, was es ist: Eben – Musik zu machen, um die Herzen der Menschen zu berühren.

Dass ihm das gelingt, weiß Cris Rellah spätestens seit seiner Debüt-Single «I Feel»: Der Song schaffte es auf einige bedeutende Playlisten bei Spotify Deutschland und wurde bislang fast 250’000-mal gehört. Nicht zuletzt war das auch seiner Zusammenarbeit mit dem Produzenten Thomas Godel zu verdanken, der sich für den Remix verantwortlich zeigt. Auch zu «Music» ließ es sich Godel, der unter seinem Pseudonym DJ Cosmo bislang über zwei Millionen Singles verkaufte, eine Dance-Version beizusteuern.

Mit dem Debüt-Album «Crossroads» schlägt er nun ein weiteres Kapitel seiner Geschichte auf. Mit dem Album wird Cris Rellah in den nächsten Monaten in England, Deutschland, Holland, Irland und der Schweiz auf vielen Bühnen zu erleben sein.

Tracks
01. I Feel 3:26
02. Summertime 3:58
03. One Day 3:28
04. Music 3:19
05. I Try 4:16
06. For You 4:25
07. The Guy Next Door 4:28
08. All I Want 4:20
09. Patience 4:57
10. Breathe In Breathe Out 4:18
11. War 4:40
12. Skin 5:18
13. I Feel (Thomas Godel Short Remix) 3:00
14. Music (Thomas Godel Remix)

Cris Rellah „Crossroads“
Ambulance Records

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