Crooked Colours „Vera“

crookedcolours_albumNach einer ausgiebigen, achtzehnmonatigen Verschnaufpause brennt das Live-Electronic-Trio Crooked Colours aus Australien darauf, sein lang erwartetes Debütalbum zu veröffentlichen. Das renommierte australische Musikmagazin The AU Review kürte das Album bereits zum „Best AUS Release of this year“. Und mit mehr als 1,5 Millionen Streams auf Spotify, einer #1-Position bei The Hype Machine und Airplay auf BBC Radio 1 erzeugte ‚Flow‘, die erste Single des Albums und dessen erster Track, bereits eine enorme Resonanz. Bis zum Drop strahlt der Song einen gechillten Indie-Vibe aus, um dann mit ebenso leichten wie schlagkräftigen Beats loszulegen. Eine neue, klangliche Subtilität und Emotionen, die unter dem Radar bleiben, machen dieses Stück zu dem wahrscheinlich faszinierendsten Song, den die Crocked Colours bis heute komponiert haben.

„Plymouth“ treibt diesen lockeren, offenen Vibe noch weiter. Der Song erkundet transitorische Situationen und flüchtige Beziehungen, die schwer zu fassen sind. Und gerade in diesem Mangel an Stabilität liegt die besondere Schönheit dieser Momente. Auf der zweiten Single des Albums, ‚I Hope You Get It feat. Ivan Ooze ‚, erklimmen die Crocked Colours noch einmal ein anderes Level, indem sie den nachdenklichen Rap von Ivan Ooze mit ihrem mitreißenden Beat verschmelzen. Die Vocals handeln von einem Moment, dessen flirtender Charme dir ganz und gar unschuldig erscheint. Wenn du begreifst, dass du dich in dein Gegenüber verguckt hast, ist es schon zu spät. Du weißt, dass du diese ganz besonderen Augen für eine ziemlich lange Zeit nicht mehr aus dem Kopf bekommen wirst.

„Come Back To You“ verschmilzt anstachelnde Hiphop-Grooves mit einer unterkühlten 80er-Vibe. Es geht um eine Sache, von der du dachtest, dass sie längst vorbei ist. Aber sie verfolgt dich in der Gegenwart wie ein Gespenst. „Running Blind“ handelt mit seinem sinnlichen Funk von einer Amour Fou: Die Energie zu kämpfen ist weg und du lässt dich allzu gerne auf einen Waffenstillstand ein. „Vera“ hat die entwaffnende Unschuld eines Kinderliedes. Mit einer Kinderstimme und Orchesterklängen erschafft der Song seinen eigenen, autarken Planeten. Mit ‚All Eyes‘ schlagen die Crocked Colours einen ernsteren Ton an. Es geht um einen Moment, indem du dich aus einer Entscheidung nicht mehr heraus winden kannst.

„Show Me“ ist der emotionale Höhepunkt des Albums: du öffnest dich ganz und gar einer anderen Person, und Einsamkeit verwandelt sich in Empathie, Verzweiflung in Kraft. ‚Shine On‘ ist wahrscheinlich das schönste Lied auf dem Album: Es handelt davon, erwachsen zu werden, vom Moment, in dem man die Zweifel und die Unsicherheit der Jugend hinter sich lassen kann. Mit dem makellosen House Track ‚Perfect Run‘ sagen die Crooked Colours auf Wiedersehen und heben ihre einmalige Experience auf eine andere, spirituelle Ebene.

Die Crooked Colours nahmen die Musikszene 2013 im Sturm als sie von der einflussreichen, australischen Radiostation Triple J entdeckt wurden. Ihre Breakout Singles „Come Down“, „Capricious“ und „Another Way“ wurden mehr als sechs Millionen Mal gestreamt. „Vera“ ist das Produkt einer geduldigen Band, die ein zeitloses Debut erschaffen wollte. Das Album hat eine Fallhöhe, der sich Bands heute selten vornehmen, die die Crooked Colors zu einem der relevantesten neuen Acts der Szene machen.

Vor kurzem wurde die Band eingeladen, die Crystal Castles auf ihrer Australien- und Neuseeland-Tournee als Special Guest zu begleiten. Ebenso sind sie bereits mit RÜFÜS und San Cisco aufgetreten. Festivalerfahrungen machte die Band bei Groovin The Moo, Parklife, Wonderland, Southbound und Hot Dub Wine Machine. Im August werden sie eine National Album Tour spielen und im Herbst durch Europa reisen.

Tracks
1Flow
2 Plymouth
3 I hope you get it (feat. Ivan Ooze)
4 Come back to you
5 Running blind
6 Vera
7 All eyes
8 Show me
9 Shine on
10 Perfect run

Crooked Colours „Vera“
Sweatitout Music

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