Darwins Peep Show


Darwins Peep Show
Autor: Prof. Dr. Menno Schilthuizen
344 Seiten, gebunden
dtv
Euro 19,90 (D)
Euro 20,50 (A)
sFr 27,90 (UVP)
ISBN 978-3-423-28041-9

Sex wird im Allgemeinen als interessant betrachtet, allerdings nicht, wenn es um Käfer, Schnecken, Hühnerflöhe oder andere Tiere geht. Das ist ein Irrtum, wie Menno Schilthuizen zeigt.
Seit sich die Wissenschaft mit dem Thema beschäftigt, ist sie auf eine verblüffende Vielfalt der Fortpflanzungsorgane im Tierreich gestoßen, vom Penis, der aussieht wie ein Korkenzieher, bis zur spezifischen Vorratshaltung von Weibchen für das Sperma von besonders attraktiven Männchen.
Diese Vielfalt ist im Lauf der Evolution entstanden und dient der Optimierung der Fortpflanzung. Die menschliche Fortpflanzungsmethode nimmt sich im Vergleich eher einfallslos aus.
Die große Vielfalt der Sexualorgane ist die Grundlage für eine der festen Regeln der Biologie: Wenn sich zwei Arten vom Aussehen her ähnlich sind, dann kann man sie am besten aufgrund der Genitalien auseinanderhalten. Die gängige Erklärung für die Unterschiede war: Ein Penis soll nur in eine Vagina der gleichen Art passen.
Warum sind aber die Unterschiede bei isolierten Arten, die gar nicht mit anderen in Berührung kommen, genauso groß? Mit der Entdeckung eines Insektenforschers, dass der Penis einer Libellenart eine Art kleine Schaufel an der Spitze hat, mit deren Hilfe Spermien von Vorgängern hinausgeschafft werden, erlebte die moderne Forschung einen Neustart.
Das war der erste Hinweis darauf, dass tierische Genitalien zu mehr gut sind, als nur Spermien abzulegen oder aufzunehmen.
Autor
Prof. Dr. Menno Schilthuizen
, Jg. 1965, ist als Evolutionsbiologe am »Naturalis«, dem niederländischen Zentrum für Biodiversität, tätig und lehrt an der Universität Leiden. Er hat zahlreiche Fachveröffentlichungen sowie populärwissenschaftliche Bücher (›Frogs, Flies & Dandelions: The Making of Species‹, ›The Loom of Life; Unravelling Ecosystems‹) vorgelegt und schreibt für Zeitschriften wie ›Natural History‹, ›New Science‹, ›Science‹ oder das niederländische ›Handelsblad‹.

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