Das Echolot: Der Krieg geht zu Ende


Das Echolot:
Der Krieg geht zu Ende

Autor: Walter Kempowski
Regie: Walter Adler
Sprecher: Rolf Boysen, Traugott Buhre, Rosemarie Fendel und weitere
7 CDs – 536 Min.
Der Hörverlag
Euro 29,99 (D)
Euro 33,70 (A)
sFr 42,50 (UVP)
ISBN 978-3-8445-1725-5

Über 5000 Familiennachlässe hat Walter Kempowski gesammelt und archiviert.

Regisseur Walter Adler hat aus den unzähligen Briefen, Tagebüchern und Alltagsdokumenten eine lebendige und facettenreiche Erinnerung an das Jahr 1945 geschaffen.

So zeichnen die privaten Erfahrungen und Erlebnisse detaillierte, überaus persönliche Bilder vom Ende des Zweiten Weltkriegs. Hörbar als Frontbericht und rivates Schreiben, als Liebesbrief, Durchhalteparole oder Stimme der Vernunft – eine überwältigende Chronik der Stimmen.

Mit 200 der renommiertesten Schauspielerinnen und Schauspieler, wie Burghart Klaußner, Imogen Kogge, Ulrich Matthes, Ulrich Noethen und vielen mehr.

Hörprobe

Sprecher
Rolf Boysen
wurde 1920 in Flensburg geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und Kriegsdienst begann er seine schauspielerische Ausbildung in Hamburg. Ab 1948 war er an den staatlichen Bühnen in Dortmund, Kiel, Hannover und Bochum engagiert.
Von 1957 bis 1968 gehörte Rolf Boysen zum Ensemble der Kammerspiele in München. Danach spielte er zehn Jahre am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, unter anderem 1969 die Titelrolle in Fritz Kortners Inszenierung von Schillers „Don Carlos“. Seit 1978 stand Rolf Boysen wieder auf der Bühne der Münchner Kammerspiele und gilt bis heute als Doyen des Ensembles um Dieter Dorn – 2000 wechselte er mit ihm ans Münchner Residenztheater.
Für den Hörverlag las er einige seiner gesammelten Essays aus „Nachdenken über Theater“, die 1997 im Verlag der Autoren erschienen sind.
In Umberto Ecos „Der Name der Rose“ spricht er die Rolle des Malachias von Hildesheim.
2014 verstarb Rolf Boysen im Alter von 94 Jahren in München.

Traugott Buhre gehört zu den besten Schauspielern auf deutschen Bühnen. Bekannt und berühmt ist er spätestens seit de Thomas-Bernhard-Stück „Der Theatermacher“, das ihm in der Regie von Claus Peymann und seit der ersten Inszenierung 1985 wie auf den Leib geschrieben schien. Als Filmschauspieler war Traugott Buhre u.a. in „Anatomie“ und „Notturno“ zu sehen, der Verfilmung von Franz Schuberts Leben.

Ulrich Matthes, geboren in Berlin, ist nach zahlreichen festen Engagements u.a. an den Kammerspielen München und der Schaubühne Berlin seit 2004 festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Daneben glänzte er in Filmen wie z. B. Oliver Hirschbiegels Der Untergang oder Volker Schlöndorffs Der neunte Tag. 2005 und 2008 wählte ihn die Jury von Theater heute zum Schauspieler des Jahres, 2008 wurde er mit dem Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet. Ulrich Matthes ist einer der gefragtesten deutschen Hörbuch- und Hörspielsprecher.

Rosemarie Fendel, eine der großen deutschen Charakterdarstellerinnen, hat alle „Fünf Freunde“- Titel bei den Audionauten vorgelesen, in der ELTERN-Edition „Abenteuer Hören“ von Ottfried Preussler „Die Abenteuer des starken Wanja“ sowie von Carlo Collodi „Pinocchio“.

Ulrich Noethen, geboren 1959 in München, ist ein vielseitiger Schauspieler, der den Bösewicht genauso überzeugend verkörpert wie den gutmütigen Kinderstar. Das junge Publikum kennt Ulrich Noethen als Herr Taschenbier in der Verfilmung der Sams-Bücher und als Vater Bernhard in den Bibi Blocksberg-Filmen. Mit seiner melodiösen, warmen Erzählstimme hat er viele Hörbücher gesprochen. Nach seiner Schauspielausbildung an der Hochschule für Darstellende Kunst in Stuttgart, spielte er auf vielen Bühnen klassische und moderne Rollen. In den letzten zehn Jahren war er zunehmend und mit großem Erfolg als Filmschauspieler tätig. Er wurde u.a. mit dem Goldenen Löwen, dem Bayerischen Filmpreis und dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.

Burghart Klaußner, geb. 1949 in Berlin, erhielt seine Schauspielausbildung an der Max-Reinhardt-Schule für Schauspiel in Berlin. Er hatte Engagements am Maxim Gorki Theater Berlin, Schauspielhaus Bochum, Schauspielhaus Zürich, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg u.v.a. Außerdem wirkte er in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mit und wurde mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt mit dem deutschen Filmpreis für seine Rolle in „Das weiße Band”.

Imogen Kogge, geboren 1957 in Berlin, studierte von 1976 bis 1980 an der Berliner Hochschule der Künste. Unter den Regisseuren Peter Stein und Luc Bondy feierte sie an der Schaubühne am Lehniner Platz große Erfolge. Zusätzlich begann Kogge ab 1997 als freiberufliche Schauspielerin für Film und Fernsehen zu arbeiten. Von 2002 bis 2010 spielte sie die Hauptkommissarin Johanna Herz in der ARD-Reihe „Polizeiruf 110“. Daneben war sie in Kinoerfolgen wie „Barfuß“ (2004), „Requiem“ (2006) und „Russendisko“ (2012) zu sehen. Im Jahr 2006 erhielt Imogen Kogge sowohl den Adolf-Grimme- als auch den Deutschen Filmpreis. Mittlerweile steht sie auf der Bühne des Düsseldorfer Schauspielhauses.

Regie
Walter Adler
wurde am 14. September 1947 in Dümpelfeld geboren. Nach dem Besuch der Schauspielschule in Bochum arbeitete er zunächst als Regieassistent beim Hörspiel des Südwestfunks Baden-Baden.
Seit 1971 ist Walter Adler freier Autor und Regisseur und hat bis heute über 200 Hörspiele inszenierte. Daneben hat er für verschiedene Theater gearbeitet, z. B. für das Schauspiel Frankfurt, das Schauspiel Köln und das Staatstheater Karlsruhe. 1976 wurde er für sein Hörspiel Centropolis mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet. Diesen wichtigsten deutschen Hörspielpreis erhielt er 1978 noch einmal, für die Regie von „Frühstücksgespräche in Miami“. 1995 realisierte er mit dem Hessischen Rundfunk den ersten Radiotag: Die Sendung von Walter Kempowskis „Der Krieg geht zu Ende“ ist eine Chronik für Stimmen, an der rund 250 Sprecher beteiligt waren.
Walter Adler ist Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Er lebt heute in Köln. Zahlreiche Hörspiele, bei denen er Regie führte, sind im Hörverlag erschienen, u. a. „Lolita“ von Nabokov, Karl Mays „Orientzyklus“, das Fantasy-Epos „Otherland“ von Tad Williams und Wolfgang Koeppens Trilogie „Tauben im Gras“/“Das Treibhaus“/“Der Tod in Rom“.

Autor
Walter Kempowski
wurde am 29. April 1929 als Sohn eines Reeders in Rostock geboren. Er besuchte dort die Oberschule und wurde gegen Ende des Krieges noch eingezogen. 1948 wurde er aus politischen Gründen von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach acht Jahren im Zuchthaus Bautzen wurde Walter Kempowski entlassen. Er studierte in Göttingen Pädagogik und ging als Lehrer aufs Land. Seit Mitte der sechziger Jahre arbeitete Walter Kempowski planmäßig an der auf neun Bände angelegten „Deutschen Chronik“, deren Erscheinen er 1971 mit dem Roman „Tadellöser & Wolff“ eröffnete und 1984 mit „Herzlich Willkommen“ beschloss. Kempowskis „Deutsche Chronik“ ist ein in der deutschen Literatur beispielloses Unternehmen, dem der Autor das mit der „Chronik“ korrespondierende zehnbändige „Echolot“, für das er höchste internationale Anerkennung erntete, folgen ließ.
Walter Kempowski verstarb am 5. Oktober 2007 im Kreise seiner Familie. Er gehört zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Nachkriegszeit. Seit 30 Jahren erscheint sein umfangreiches Werk im Knaus Verlag.

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