Das Geisterhaus


Das Geisterhaus
FSK 16 J.
70 Min.
WGF
Regie: John Llewellyn Moxey
Darsteller: Barbara Stanwyck, Richard Egan, Michael Anderson jr., Kitty Winn, Doreen Lang
Ton: DD 2.0
Deutsch, Englisch
PAL – RC 2

Eine Frau erbt ein zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbautes Haus in Gettysburg, Pennsylvania, in das sie mit ihrer Nichte einzieht. Bald bestätigen sich Gerüchte, nach denen es im Haus spuken soll.
Die Nichte scheint plötzlich von einem Dämon besessen. Nach zahlreichen Gefahren kommt man einer Tragödie aus der Zeit der amerikanischen Unabhängigkeitskriege auf die Spur.
Horrorfilm und Literaturverfilmung mit Hollywood-Legende Barbara Stanwyck, der Gruselelemente mit spiritistischen und exorzistischen Anleihen als routinierte Unterhaltung bietet.

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Das Geisterhaus


Das Geisterhaus
Autorin: Isabel Allende
Sprecher: Ulrich Matthes, Angela Winkler, Manfred Zapatka, Susanne Lothar, Hans-Michael Rehberg, Sylvester Groth
Hörspiel
Produktion: Hessischer Rundfunk, Südwestrundfunk
8 CDs – ca. 563 Min.
Der Hörverlag
? 34,95 (D), sFr 49,90 (UVP)
ISBN 978-3-86717-563-0

Es ist die Geschichte einer Familie sowie die Geschichte eines Landes. Es ist eine Chronik von Gewalt, Ungerechtigkeit und Vergeltung, aber auch von Liebe, Sehnsucht und Magie.

Isabel Allende, die Nichte des 1973 beim Militärputsch ermordeten Präsidenten Salvador Allende, ist mit ihrem Erstlingswerk in den Ländern spanischer Sprache auf eine begeisterte Zustimmung gestoßen. Dies nicht nur aufgrund der unverkennbar großen erzählerischen Bega­bung der Autorin, sondern auch der großartigen Haltung wegen, mit der sie, sicherlich angeregt von Gabriel García Marquez, dem großen Vorbild, phantasievoll und witzig, zärtlich und ironisch, zugleich mit großem Ernst und analytischem Scharfblick Vergangenheitsbewäl­ti­gung unternommen hat.

Im venezolanischen Exil, aus dem Abstand fast eines Jahrzehnts, hat Isabel Allende am Schicksal einer Familie aus der chilenischen Oberschicht den Weg nachgezeichnet, den Chile gegangen ist. Hat denn nicht alles so harmlos begonnen in der heilen Welt Chiles zu Beginn dieses Jahrhunderts? Was denn, außer ab und zu einem Erdbeben, hat die angesehene Familie del Valle bewegt, wenn nicht private Ereignisse, wie die Ankunft des rätselhaften Riesenhun­des Barrabas oder der mißglückte Versuch des sagenumwobenen Onkels Marco, mit einem selbstgebastelten Flugzeug die Anden zu überqueren, oder die leicht beunruhigen­den, sorg­sam vertuschten übernatürlichen Fähigkeiten der jüngsten Tochter Clara, unter deren zerstreu­ten Blicken sich manchmal ein Salzfaß selbsttätig auf dem Eßtisch in Bewegung setzt?

Daß Nívea, ihre Mutter, als engagierte Frauenrechtlerin sich eines Tages mit anderen Damen der feinen Gesellschaft an den Gittern des Kongresses ankettet, um das Stimmrecht für Frauen durchzusetzen? Eine Narretei, die mehr Spott als Unruhe hervorruft. Doch immerhin gibt Severo del Valle, der Vater, seinen Wunsch, als Liberaler in die Politik zu gehen, auf ? vermutlich aufgrund eines politisch motivierten Mordanschlags, der ihm galt, der aber einer seiner Töchter das Leben kostete. Gewalttaten werfen ihre Schatten voraus.

In der zweiten Generation setzt die Polarisierung ein. Esteban Trueba, ein energiegeladener, jährzorniger, ein wenig beschränkter Aufsteiger, »hombre macho« mit zahlreichen uneheli­chen Kindern und unerschütterlichen moralischen Werten, wird als reicher Gutsbesitzer und Senator die Galionsfigur der Konservativen. Er ist ein Beispiel für die Kräfte, die im Glauben, ihr Land zu retten, aus Angst vor einer Linksdiktatur unter Allende, die Militärdiktatur heraufbeschwören, die sie als demokratiebewußte Chilenen nicht wollen.

An seiner Seite steht Clara del Valle, die zarte Spiritistin, die unermüdlich Wollschals für die Armen strickt und die die bessere Welt noch ins Reich der Geister verlegt: heiter und ein wenig »verrückt«, unpolitisch, aber als Frau immer und ungeteilt auf der Seite der Schwäche­ren, ist sie drei Generationen lang die heimliche treibende Kraft gegen das brüchig gewordene Regime der Klassenprivilegien und Machtegoismen.

In der dritten Generation dann das Auseinanderdriften der Familie: Nicolás als Guru in den Vereinigten Staaten, Jaime als aufopfernder Augenarzt, Blanca mit einer unehelichen Tochter von einem Landarbeiter auf dem Gut ihres Vaters. Bis in der vierten Generation altes Unrecht mit neuem vergolten wird: Alba, letzter Sproß des Hauses Trueba, die mit einem jungen Revolutionär befreundet ist, wird nach dem Putsch verhaftet und ? Repression als persönliche Abrechnung ? von einem illegitimen Enkel ihres Großvaters gefoltert, der es vom Landar­bei­ter zum Oberst gebracht hat.

Heimgekehrt in das verwahrloste, gespenstische Haus, in die Arme des politisch geschlage­nen, an seinen Nachkommen hart gestraften Großvaters, stellt sich Alba, unschul­di­ges Opfer jener langen Geschichte, die eins so harmlos begann, der Aufgabe, zu verstehen, wie das Entsetzliche hatte geschehen können. Gestützt auf ihre Erinnerungen, Familienphotos, Auf­zeich­nun­gen des Großvaters und die Lebensnotizhefte ihrer Großmutter Clara, beginnt sie zu schreiben: »Barrabas kam auf dem Seewege in die Familie, trug die kleine Clara in ihrer zarten Schönschrift ein. Sie hatte schon damals die Gewohnheit, alles Wichtige aufzuschreiben, und später, als sie stumm wurde, notierte sie auch die Belanglosig­keiten, ohne zu ahnen, daß fünfzig Jahre später diese Hefte mir dazu dienen würden, das Gedächtnis der Vergangenheit wiederzufinden und mein eigenes Entsetzen zu überleben.«

Sprecher u.a.
Ulrich Matthes
, geboren in Berlin, gab sein Debüt am Renaissance-Theater Berlin in Pavel Kohouts ?Arme Mörder?. Nachdem er fest an der Schaubühne am Lehniner Platz spielte, tritt er, seit einigen Jahren freiberuflich in Berlin lebend, als Gast im Deutschen Theater Berlin, dem Berliner Ensemble und beim Volkstheater Wien auf. 2005 und 2008 wurde er von der Jury von ?Theater heute? zum Schauspieler des Jahres gewählt, 2008 wurde er zudem mit dem Theaterpreis ?Faust? ausgezeichnet. Darüber hinaus ist er in zahlreichen TV-und Kinofilmen zu sehen, wie z. B. in ?Winterschläfer? (1996), ?Aimée und Jaguar? (1997) und Nina Grosses ?Feuerreiter?, für den er 1998 den Bayerischen Filmpreis als bester Schauspieler erhielt. Eine seiner bekanntesten Rollen ist sicherlich auch Joseph Goebbels in Oliver Hirschbiegels Drama ?Der Untergang? (2004). Darüber hinaus ist er in zahlreichen Hörspielen zu hören, u. a. in Isabel Allendes ?Das Geisterhaus?, Herman Melvilles ?Moby-Dick? und Hermann Hesses ?Siddhartha?

Manfred Zapatka, geboren 1942 in Bremen, studierte an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. Nach ersten Engagements in Freiburg und Essen kam er 1972 an das Staatstheater Stuttgart unter der Intendanz von Claus Peymann. Über zwanzig Jahre war er an den Münchner Kammerspielen engagiert und spielte u. a. in Goethes ?Clavigo? und ?Torquato Tasso?, Büchners ?Dantons Tod? oder Shakespeares ?Der Sturm?. Seit den achtziger Jahren ist Zapatka auch im Fernsehen präsent. Herausragend war seine Darstellung des Altkanzlers Helmut Schmidt in Heinrich Breloers mehrfach ausgezeichnetem Doku-Drama ?Todesspiel? (1997). Mit ?Lola blau? von Georg Kreisler lieferte Zapatka 2003 sein Debüt als Theaterregisseur. Manfred Zapatka wirkte in zahlreichen Hörspielen mit, darunter Hermann Hesses ?Der Steppenwolf?, in Hermann Melvilles ?Moby-Dick?, Robert Musils ?Der Mann ohne Eigenschaften. Remix? und Frank Schätzings ?Der Schwarm?

Susanne Lothar wurde 1960 in Hamburg geboren. Noch während ihres Schauspiel-Studiums an der Hochschule für Theater und Musik in Hamburg bekam sie ein Engagement am Hamburger Thalia Theater. 1986 ging sie an das Deutschen Schauspielhaus Hamburg, in dem sie unter Regie von Peter Zadeck auf der Bühne stand. Für ihre Leistung in seiner Inszenierung von Frank Wedekinds ?Die Büchse der Pandora? wurde sie zur Schauspielerin des Jahres gewählt. Bereits für ihre erste Filmrolle erhielt sie den ?Bundesfilmpreis?, später war sie unter anderem in ?Die Klavierspielerin? mit Isabelle Huppert zu sehen. Susanne Lothar, die inzwischen auch als Buchautorin tätig ist, lebt in Berlin.

Autorin
Isabel Allende wird 1942 in Peru geboren. Ihre Kindheit und Jugend verbringt sie in Chile, wo sie seit ihrem achtzehnten Lebensjahr als Journalistin arbeitet. Als ihr Onkel Salvador Allende, Präsident Chiles, bei Pinochets Militärputsch 1973 ums Leben kommt, verlässt Isabel Allende das Land. Sie emigriert nach Venezuela, wo sie zehn Jahre lebt und wieder als Journalistin tätig ist. Hier entsteht auch ihr erster, weltberühmter Roman “Das Geisterhaus”, dem viele weitere folgen. Allendes Werke werden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem wird sie in Deutschland zwei Mal zur “Autorin des Jahres” gewählt. 1994 erhält sie den “Mistral-Preis”, die höchste kulturelle Auszeichnung Chiles. “Die Stadt der wilden Götter” ist Isabel Allendes erstes Jugendbuch. Die Autorin lebt mit ihrer Familie derzeit in Kalifornien.

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