Das Gesetz der Krise


Das Gesetz der Krise
Autorin: Susanne Schmidt
240 Seiten,gebunden
Droemer
Euro 19,99 (D)
Euro 20,60 (A)
ISBN 978-3-426-27600-6

Die Krise, die mit der Lehman-Pleite vor vier Jahren einen ersten Höhepunkt fand, erlebte ihren zweiten, als 2011 immer neue Rettungsschirme aufgespannt werden mussten; inzwischen reden wir von Brandmauern in Billionenhöhe. Den Banken ist es gelungen, für die Folgen ihres Tuns andere verantwortlich zu machen, ihre Verluste zu verstaatlichen und ihre Boni zu sichern.
Die Regierenden knicken immer wieder vor der Macht der Finanzmärkte ein. Die Europäische Zentralbank verhinderte jedoch einen Kollaps des Bankensystems, verschaffte den Krisenländern eine Atempause und beflügelte sogar die Aktienmärkte.
Doch zu welchem Preis? Die Inflationsgefahr ist groß. Schon jetzt müssen die Sparer und Rentner die Kosten tragen. Die Politik muss dringend in den Krisenländern Wettbewerb und Wachstum zum Thema Nummer eins machen ? und eine stringente Finanzmarktregulierung durchsetzen. Wenn ihr das nicht gelingt, wird am Ende der Bürger alles zahlen müssen ? so will es das Gesetz der Krise.

Die Nationalökonomin Susanne Schmidt plädiert in “Das Gesetz der Krise” für eine Politik, die nicht länger gegenüber den Banken und den Finanzmärkten einknickt, sondern selbstbewußt aus der Krise führt: “Die Politik ist faul gewesen, in Sache Europa hat sie es sich leicht gemacht.”

Was ist zu tun? Nach Ansicht von Susanne Schmidt muss die Wirtschaft- und Finanzpolitik der europäischen Staaten stärker koordiniert, fiskalische Überwachungsfunktionen müssen verschärft und Sanktionen automatisiert werden. Die Beratungs- und Entscheidungsstrukturen müssen effizienter und schlanker werden. Wachstum in den Krisenländern, deren zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und die Gesundung von deren Bankenwesen muss mit ins Visier genommen werden.
Und nicht zuletzt: Die Jugendarbeitslosigkeit in Europa muss dringend abgebaut werden. Dazu bedarf es, laut Schmidt, einer weit entschloßeneren und mutigeren Politik als bisher – vor seitens Frankreichs und Deutschlands.

Autorin
Susanne Schmidt
, geboren 1947, ist promovierte Nationalökonomin. Sie arbeitete mehr als dreißig Jahre lang in der Londoner City, dem neben der Wall Street weltweit wichtigsten Finanzplatz. Zwanzig Jahre lang war sie in leitender Funktion für internationale Bankhäuser tätig, die letzten zehn Jahre war sie Moderatorin und Kommentatorin des Börsensenders Bloomberg-TV. Susanne Schmidt lebt außerhalb Londons auf dem Land.

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