Das letzte Sakrileg

Das letzte Sakrileg von Stephanie ParrisLondon, 1584: drückende Hitze hängt über der Stadt und die Pest greift um sich. Giordano Bruno residiert als Gast der französischen Botschaft in der Metropole, schreibt und arbeitet für Francis Walsingham, den Privatsekretär und Spion von Königin Elizabeth. Er ist gerade auf dem Weg zu seinem Drucker, um sein neuestes Manuskript abzugeben, als er bemerkt, das ihm jemand wie ein Schatten folgt: ausgerechnet Sophia Underhill ist ihm hinterher, jene Frau, in die sich Bruno einst in Oxford verliebte.

Sophia ist aus ihrer Heimatstadt Canterbury geflohen, weil man sie des Mordes an ihrem Mann Sir Edward Kingsley verdächtigt und sie hingerichtet werden soll. Sie weiß, dass allein Giordano helfen kann, ihre Unschuld zu beweisen. Doch als er in Canterbury zu ermitteln beginnt, stößt er bei den Bewohnern auf eine Mauer von Misstrauen und unverhohlener Feindseligkeit. Und Giordano ahnt: Dahinter verbirgt sich ein brisantes Geheimnis ..

Bruno reist in die Domstadt Canterbury, um unter falschem Namen zu ermitteln und Sophias Unschuld zu beweisen. Schnell muss der Mönch feststellen, dass sich ein engmaschiges Netz aus Intriganten, politischen Ränkespielern und einer mysteriösen Apotheker-Verschwörung um den ermordeten Richter Kingsley spannt: man will den Kult um Thomas Becket, den ehemaligen Erzbischof von Canterbury, wiederbeleben und damit die katholische Minderheit im Land stärken.

Gelingen soll dies mit Hilfe eines inszenierten „Wunders“, welches Tote wieder auferstehen lässt; Laudanum und, Opium sollen dabei helfen … denn mit dem Öl des Thomas Becket werden auch katholische Könige gesalbt, wie zuletzt Queen Mary. Das Vorhaben der Verschwörer hat somit auch eine politische Dimension, denn sich gegen die englische Kirche zu wenden, bedeutet gleichzeitig eine Auflehnung gegen Königin Elizabeth anzuzetteln.

Dann geschieht ein weiterer Mord, und Giordano gerät selbst unter Verdacht. Es gibt in Canterbury finstere und einflussreiche Mächte, denen viel daran liegt, ihn loszuwerden und zu allem Überfluss verrät ihn auch noch Sophia.
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Stephanie Parris schickt ihren geistreichen Mönch und Detektiv Giordano Bruno erneut ins mittelalterliche Kriminalspektakel und verwebt gekonnt historische Fakten mit Spannung, Intrige und großer Weltpolitik.

Autorin
Das Pseudonym Stephanie Parris verwendet die Journalistin Stephanie Merritt immer dann, wenn sie einen Roman veröffentlicht. Unter ihrem bürgerlichen Namen publizierte sie Literaturkritiken in so angesehenen Zeitungen wie The Times, Daily Telegraph, New Statesman oder Die Welt. Derzeit schreibt sie für den Guardian und den Observer. Sie lebt mit ihrem Sohn in Südengland.

Das letzte Sakrileg
Autorin: Stephanie Parris
592 Seiten, gebunden
Limes
Euro 19,99 (D)
Euro 20,60 (A)
sFr 26,90 (UVP)
ISBN 978-3-8090-2630-3

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