Der fremde Tibeter


Der fremde Tibeter
Autor: Elliot Pattison; Sprecher: Wolfgang Rüter; 7 CD´s; ca. 560 Min.; Aut. Hörfassung; Verlag: Steinbach Sprechende Bücher; Preis: ? 29,99 (D), sFr 49,90
ISBN 978-3-88698-172-4

Fernab in den Bergen von Tibet wird die Leiche eines Mannes gefunden – den Kopf hat jemand fein säuberlich vom Körper getrennt. Shan, ein ehemaliger Polizist, der aus Peking nach Tibet verbannt wurde, soll rasch einen Schuldigen finden, bevor eine amerikanische Delegation das Land besucht.

Immer tiefer dringt Shan in die Geheimnisse Tibets ein. Er findet versteckte Klöster, Höhlen, in denen die Tibeter ihren Widerstand organisieren – und muß sich bald entscheiden, auf welcher Seite er steht. In den USA wurde dieses Buch mit dem begehrten „Edgar Allan Poe Award“ als bester Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet.

„Der Fremde Tibeter“ ist das ideale Hörbuch für Krimifans mit Interesse an fremden und exotischen Welten. So wird die Denkweise des Buddhismus ebenso näher gebracht, wie für die Probleme Tibets sensibilisiert.

Sprecher
Den Charakterdarsteller Wolfgang Rüter, derzeit am Schauspielhaus Bonn, kennt man aus zahlreichen Serien und Filmen, u. a. SOKO Köln, Alarm für Cobra 11 und Was nicht paßt, wird passend gemacht. Der erfolgreiche (Synchron-) Sprecher ist in zahlreichen Rundfunkproduktionen zu hören, zuletzt als Erzähler und Alter Ego von Nobelpreisträger Orhan Pamuk in der Hörspielfassung von Schnee.

Autor
Eliot Pattison
war politischer Journalist, bevor er sich entschloss, Schriftsteller zu werden. Sein erster Roman Der fremde Tibeter wurde mit dem begehrten Edgar Allan Poe Award ausgezeichnet. Pattison lebt mit seiner Familie auf einer Farm in Oley, Pennsylvania.
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Meinung
Eliot Pattison entführt die Leser seines Debütromans in eine innerhalb des Krimi-Genres bisher völlig unbeachtete Region — Tibet. Und, um es gleich ganz deutlich zu sagen, es gelingt ihm eine fesselnde Darstellung des inneren Zustandes dieses kleinen Landes im Himalaya allein durch die Schilderung der rätselhaften Vorgänge in einem chinesischen Arbeitslager. Zugleich stellt er mit seinem Helden, dem wegen angeblich konterrevolutionärer Aktivitäten einsitzenden Chinesen Shan, eine der interessantesten und ungewöhnlichsten Romanfiguren der letzten Zeit vor.
Tibet unter chinesischer Herrschaft. Schauplatz der Handlung ist das Arbeitslager 404 hoch in den Bergen des Himalaya, das mit dem Bau einer Straße durch das Hochgebirge beauftragt ist. Hauptsächlich Mönche der aufgelösten und zerstörten tibetischen Klöster verrichten hier Zwangsarbeit, aber auch Shan, vor Jahren hoher politischer Funktionär und Ermittler in Korruptionsfällen, der der Konterrevolution beschuldigt worden war, ohne sich eines Vergehens bewusst zu sein. Shan hat Freunde unter den Mönchen gefunden, hat sich mit deren Lebensweise beschäftigt und steht seinem bisherigen Leben distanziert gegenüber.
Eine Leiche ohne Kopf wird von den Häftlingen gefunden. Das fehlende Stück findet sich schließlich in einem buddhistischen Schrein und legt offen, dass es sich bei dem Toten um den chinesischen Polizeichef der Region handelt. Shan wird vom Befehlshaber des Arbeitslagers von seinen dortigen Aufgaben entbunden und mit der Aufklärung des Falles beauftragt. Doch als man ihm einen Schuldigen in Gestalt eines tibetischen Mönchs präsentiert, wird Shan endgültig misstrauisch.
Pattisons Roman, der in den USA mit dem Edgar Allen Poe Award ausgezeichnet wurde, beschreibt vor der grandiosen Naturkulisse des Himalaya im Mikrokosmos eines kleinen Arbeitslagers das Schicksal eines faszinierenden Landes unter fremder Herrschaft. Ein großartiger und unbedingt empfehlenswerter Erstlingsroman! Ulrich Deurer (amazon.de)

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