Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel


Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel
Autor: Moritz Rinke
Sprecher: Stefan Kaminski
6 CDs – ca. 482 Min.
aut. Audiofassung
GoyaLit
? 24,95 (D & A)
ISBN 978-3-8337-2587-6

Worpswas? – Worpswede! Moritz Rinke legt ein furioses Romandebüt vor. Stammt das angebissene Stück Butterkuchen im Tiefkühlschrank tatsächlich von Willy Brandt? Kann ein toter Onkel noch ein Kind zeugen? Wurde die schöne Kommunistin Marie von der Gestapo abgeholt oder von der eigenen Familie im Teufelsmoor vergraben? Und wie werden die Seelen der Menschen aufbewahrt?

Ausgerechnet als Paul Wendland in Berlin mit seinem Leben und seinen kuriosen Kunstprojekten in die Zukunft starten will, holt ihn die Vergangenheit ein. In Worpswede drohen das geschichtsträchtige Haus seines Großvaters und sein Erbe im Moor zu versinken – samt lebensgroßen Bronzestatuen von Luther über Bismarck bis zu Max Schmeling und Ringo Starr.

Die Reise zurück an den Ort der Kindheit zwischen mörderischem Teufelsmoor, norddeutschem Butterkuchen und traditionsumwitterter Künstlerkolonie nimmt eine verhängnisvolle Wendung. Vergessen geglaubte Familienfragen, aus dem Moor steigende historische Gestalten und die skurrile Begegnung mit einem mysteriösen Vergangenheitsforscher spülen ein ungeheuerliches Geflecht an Lügen und Geheimnissen aus einem ganzen Jahrhundert an die Oberfläche.

Moritz Rinke rührt sanft, aber vollkommen anarchisch und mit einer umwerfenden Tragikomik an die Lebensmotive, die Geschlechter-, Generations- und Identitätskonflikte seiner Figuren und ihre seelischen Abgründe.

Er erzählt vom Künstlerleben, von Ruhm, Verführung und Vergänglichkeit und von einem Dorf im Norden, das berühmt ist für seinen Himmel und das flache Land – und überzeugt als raffinierter Komponist einer überschäumenden, irrwitzigen Realität in diesem furiosen Romandebüt.

Stefan Kaminski gelingt es, den sanften, aber vollkommen anarchischen Ton des Romans und die umwerfende Tragikomik der Figuren virtuos einzufangen.

Hörprobe

Sprecher
Stefan Kaminski
, geboren 1974 in Dresden, studierte an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Seit 2001 steht er am Deutschen Theater Berlin auf der Bühne, wo er unter anderem mit Regisseuren wie Dimiter Gotscheff arbeitete. Seine Laufbahn als Sprecher begann Kaminski 1996 beim Hörfunk. Seitdem hat er in zahlreichen Hörspiel- und Hörbuch-Produktionen mitgewirkt und ist mit seiner Live-Hörspiel-Reihe „Kaminski on Air“ regelmäßig im Deutschen Theater und auf Tour zu erleben. Zudem arbeitet er als Autor für Radio und Fernsehen. Stefan Kaminski lebt in Berlin.

Autor
Moritz Rinke
wurde 1967 in Worpswede geboren, studierte „Drama, Theater, Medien“ in Gießen, und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Gegenwartsdramatikern. Sein Stück „Republik Vineta“ wurde 2001 in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute zum besten deutschsprachigen Theaterstück gewählt und 2008 für das Kino verfilmt. Im Sommer 2002 gelangte bei den Festspielen in Worms seine Neudichtung der „Nibelungen“ zur Uraufführung, die in den Folgejahren ein großes Publikum fand. „Café Umberto“ (2005) wurde bereits an neun Theatern gespielt. Einige seiner Reportagen, Kurzgeschichten und Essays sind unter dem Titel „Der Blauwal im Kirschgarten“ sowie „Das große Stolpern“ erschienen und wurden mehrfach ausgezeichnet. Moritz Rinke lebt in Berlin und ist Gastprofessor für Szenisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

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