Der Tod heilt alle Wunden

TodheiltBöse Zungen behaupten, dass Andy Dalziel schlicht und ergreifend noch nicht reif dafür gewesen sei, Gott von Angesicht zu Angesicht gegenüberzutreten, und er deshalb den Bombenanschlag überlebt habe. Noch bösere sagen sogar, dass Gott einfach noch nicht reif für Andy Dalziel gewesen sei.

Wie auch immer, einstweilen verharrt der Superintendent dickköpfig im Diesseits und genießt die pflegerische Zuwendung in dem Seebad Dandytown. Während der Kur freundet sich Dalziel mit der Psyschologin Charlotte Heywood an, die sich mit alternativen Heilmethoden und deren Eigenarten befasst. Und so sind sie schon mal zu zweit, als das Unheil hereinbricht.

Sandytowns Altvordere sind sich uneins darüber, welche grandiösen Pläne für die Zukunft ihres beschaulichen Ortes zu verfolgen sind, und vor letzten Mitteln, Meinungsverschiedenheiten zu begleichen, schreckt man offenkundig nicht zurück. Als die spektakulär zugerichtete Leiche von Lady Daphne, der obersten Strippenzieherin, gefunden wird, übernimmt Chief Inspector Peter Pascoe die Ermittlungen – wenn ihm nicht gerade mal wieder Dalziel und Charlotte in die Quere kommen.

Wo eigentlich mit ganzheitlicher Medizin kuriert werden soll, findet Pascoe finstere Kräfte am Werke. Keine Wunder, denn bekanntlich heilt der Tod ja alle Wunden am besten…

Autor
Reginald Hill
(1936 – 2012) lebte über Jahrzehnte in der englischen Grafschaft Yorkshire, wo auch die allermeisten seiner Romane spielen, allen voran die berühmte Reihe mit den Ermittlern Dalziel und Pascoe. Er erwarb sich den Ruf, »einer der herausragenden englischen Krimiautoren« zu sein (Sunday Telegraph) und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter bereits 1995 der Diamond Dagger der britischen Crime Writers Association für sein Lebenswerk.

Der Tod heilt alle Wunden
Autor: Reginald Hill
640 Seiten, TB.
Droemer
Euro 12,99 (D)
Euro 13,40 (A)
ISBN 978-3-426-30516-4

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