Der Überfall

derueberfallIm Juni 2016 jährt sich der Überfall Nazideutschlands auf die Sowjetunion zum 75. Mal. Über drei Millionen deutsche Soldaten und über 600.000 Kollaborateure aus den verbündeten Staaten Ungarn, Rumänien, Slowakei, Finnland und Italien marschierten in die Sowjetunion ein. Diesem Eroberungs- und Vernichtungskrieg fielen Millionen Menschen zum Opfer, und er endete 1945 für Deutschland mit einer nationalen Katastrophe.

Am 22. Juni 1941 begann, wie die Nazi-Propaganda erklärte, der „Kreuzzug Europas gegen den Bolschewismus“. Tatsächlich war es ein imperialistischer Eroberungs- und Vernichtungskrieg. Es ging um Land, um Öl und andere Bodenschätze, um Arbeitssklaven und um die Ausrottung des „jüdischen Bolschewismus“.

Was dachte das deutsche Volk über diesen Feldzug, der schon 1941 vor Moskau zum Stehen kam? Wie reagierte der Propaganda-Apparat? Auf welche Weise sollte die »Heimatfront« stabilisiert werden? Der renommierte Historiker Kurt Pätzold hat bislang wenig beachtete Quellen studiert, wertet unter anderem die täglichen Berichte des SD und andere Spitzeldokumente aus.

Damit bietet er einen neuen Blick auf den Beginn des Krieges im Osten und kommt zu erstaunlichen Schlüssen.

Autor
Kurt Pätzold
, geboren 1930, ist einer der bekanntesten deutschen Faschismusforscher. Seine Habilitationsarbeit schrieb er 1973 über »Antisemitismus und Judenverfolgung«. Seither publizierte er zahlreiche Werke, die sich mit dem Nazireich und dessen Personal beschäftigten. Und er war beteiligt an Büchern, die den Krieg gegen die Sowjetunion behandelten, etwa »Der Fall Barbarossa. Der Krieg gegen die Sowjetunion in unbekannten Bildern« (Das Neue Berlin, 2011).

Der Überfall
Autor: Kurt Pätzold
256 Seiten, TB.
edition ost
Euro 14,99 (D)
ISBN 978-3-360-01878-6

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