Descendants Of Cain „Conversations With Mirrors“

docDie Geschichte der in London beheimateten Descendants Of Cain geht zurück in die 90er Jahre. Mit ihren ersten Alben, die zumeist den klassischen Gothic-Rock-Sound bedienten, konnte sich die Band um Mastermind DM Kruger in der Szene einen Insider-Ruf erspielen. Im Laufe der Jahre und nach zahlreichen Alben befreite sich die Band jedoch zunehmend von den Genre-Fesseln und entwickelte einen Sound, der zwar nachwievor durch die zuweilen düstermelancholische Stimme von Sänger und Songschreiber DM getragen wird, sich jedoch musikalisch in alle Richtungen entwickeln konnte.

Die Songs auf dem neuen Longplayer Conversations With Mirrors bestechen durch einen epischen, offenen, melodiösen und nicht minder intimen Sound, der sich in jedem einzelnen Titel auf unterschiedliche Weise zu manifestieren vermag. Fernab aller Klischees gelingt es, immer wieder für Überraschungen zu sorgen. So lässt sich die Musik auf dem Album nur schwer in eine Schublade stecken, wenngleich sich hier und da immer mal wieder vertraute Elemente wiederfinden. Conversations With Mirrors wendet sich an den klassischen Album-Hörer, der in eine andere Welt eintauchen und fernab von Chart-Einerlei und endlosen Genre-Kopien nur die Musik auf sich wirken lassen möchte.

Dieser Anspruch wird noch durch die durchweg textlose Booklet-Gestaltung, die für jeden einzelnen Song ein eigenes Artwork-Bild sprechen lässt, bekräftigt. Hier stehen die Songs, jeder für sich mit seiner Individualität, im Mittelpunkt und ergeben dennoch insgesamt ein wahrlich künstlerisches Gesamtbild.

Tracks
1. Shapes in the mist
2. These hands
3. Lost in the woods
4. Unbreakable
5. Scaring crows
6. Shallow
7. Let Go
8. A thousand years
9. The echo and the voice
10. Defiance
11. Lost to the noise

Descendants Of Cain „Conversations With Mirrors“
Echozone

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