Deutschland, Zahlmeister der EU


Deutschland, Zahlmeister der EU
Autor: Franz-Ulrich Willeke
158 Seiten, Broschur
Olzog
Euro 19,90 (D)
ISBN 978-3-789-28332-1

Abrechnung mit einer ungerechten Lastenverteilung

Dieses Buch ist eine Abrechnung mit der ungerechten finanziellen Lastenverteilung innerhalb der EU seit der deutschen Wiedervereinigung. Von da an hat Deutschland täglich im Durchschnitt 54 Millionen Euro als Beitrag zum EU-Haushalt nach Brüssel transferiert ? und es kann schon deshalb mit Recht den Titel ?Zahlmeister der EU? für sich beanspruchen.

In seiner politisch engagierten und durch neue empirische Ergebnisse abgesicherten Darstellung beantwortet der Autor konkret folgende Fragen: Wie verteilte die EU schon seit Jahrzehnten als Transferunion die Lasten auf die Mitgliedstaaten?

Hat Deutschland als Zahlmeister der EU denn nicht wenigstens einen Vizezahlmeister gehabt? War es Frankreich? Warum nicht Großbritannien? In welchem Umfang ist der Zahlmeister neben anderen Nettozahlern an der Finanzierung der Nettoempfänger beteiligt gewesen?

In welchem Ausmaß waren Irland, Griechenland, Spanien und Portugal als Nettoempfänger schon seit langem die großen Gewinner? Wie viel ist dem Zahlmeister von den finanziellen Lasten aufgebürdet worden, die andere Nettozahler bei gerechter Lastenverteilung hätten tragen müssen? Waren somit auch Frankreich, Großbritannien und Italien die großen Gewinner? Und schließlich: Sind die Deutschen ausgeplündert worden?

Den Mitgliedern der EU wird im Rahmen der Lastenverteilung in hohem Maße Bereitschaft zur Solidarität abverlangt. Das gilt für die Nettozahler noch mehr als für die Nettoempfänger, und für den Zahlmeister erst recht. Aber die aufgedeckten Ungerechtigkeiten in der Lastenverteilung lassen sich nicht mit einem Hinweis auf die Solidarität rechtfertigen. Auch nicht, indem auf die deutschen Exporte auf dem Binnenmarkt hingewiesen wird.

Doch für die Zukunft gibt es eine politische Lösung, mit der eine gerechte Lastenverteilung und eine verlässliche Solidarität der Nettozahler untereinander erreicht wird. Nach Auffassung des Autors wird die EU auch dann weiter existieren, wenn es den Euro nicht mehr geben sollte. Deshalb ist die Thematik des Buches immer relevant, mit oder ohne Euro.

Autor
Prof. Dr. Franz-Ulrich Willeke
war bis zu seiner Emeritierung Inhaber eines Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre an der Universität Heidelberg. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre waren die Wettbewerbspolitik, Stabilitätspolitik und Internationale Währungspolitik. Zudem war er 28 Jahre lang, davon mehrere Jahre als Vorsitzender, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Familienfragen beim Bundesfamilienministerium.

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