Die französische Kunst des Krieges


Die französische Kunst des Krieges
Autor: Alexis Jenni
768 Seiten, gebunden
Luchterhand
Euro 24,99 (D)
Euro 25,70 (A)
sFr 35,50 (UVP)
ISBN 978-3-630-87402-9

Als 1991 der erste Golfkrieg ausbricht, ist er für den jungen Erzähler von Alexis Jennis beeindruckendem Roman nicht viel mehr als ein paar harmlose Bilder im Fernsehen ? ein Geschehen, weit weg, das sein Dasein nicht berührt. Er lässt sich treiben wie immer, als ginge ihn das alles nichts an.

Bis er eines Tages in einem Bistro Victor Salagnon kennenlernt, einen Greis, der als junger Mann in der Résistance gegen die Deutschen kämpfte und später in Indochina und Algerien in Frankreichs schmutzigen Kolonialkriegen diente. Salagnon ist ein begnadeter Tuschezeichner, aber er kennt auch das wahre Gesicht des Krieges: Er hat noch die Kunst des Tötens gelernt und ausgeübt.

Bei diesem Mann, in dessen Wesen sich das Zivilisierte und das Barbarische merkwürdig vereint finden, lernt der Erzähler das Zeichnen. Und währenddessen erzählt ihm Salagnon von seinem Leben im Krieg und für den Krieg, von seinen Träumen und seinen Alpträumen, die ihn bis heute verfolgen.

Und je länger der Erzähler dieser Geschichte lauscht, desto mehr begreift er, dass Salagnons Vergangenheit direkt in unsere Gegenwart zielt. Dass wir, die wir glauben in einer Epoche des Friedens aufgewachsen zu sein, den Krieg lediglich tabuisiert und verdrängt haben. Dass wir das Morden und Töten verlagert, es in ferne Länder exportiert haben: nach Südostasien, nach Afrika, in den mittleren Osten. Und dass der Krieg deshalb bis heute untergründig alle westlichen Gesellschaften durchzieht?

Alexis Jennis monumentaler Roman war die literarische Sensation des Jahres 2011; er ist, so die einhellige Meinung, ein Meisterwerk, das den versteckten Krieg, auf dem unser Frieden beruht, wieder sichtbar macht.

Autor
Alexis Jenni
wurde 1963 in Lyon geboren, wo er heute am Lycée Saint-Marc Biologie und Naturkunde unterrichtet. An seinem monumentalen Roman ?Die französische Kunst des Krieges? schrieb er fünf Jahre lang, meistens in einem Café. Dann schickte er das Manuskript per E-Mail an den Verlag Gallimard, der es im Sommer 2011 veröffentlichte. Nach zwei früheren Romanen, die keinen Verlag fanden, wurde ?Die französische Kunst des Krieges? so Jennis erste Romanpublikation. Das Buch erregte schon bei Erscheinen breite Aufmerksamkeit. Es wurde als Meisterwerk gefeiert, für den Prix Fémina und den Prix Médicis nominiert und am 2. November 2011 mit dem Prix Goncourt, dem höchsten französischen Literaturpreis ausgezeichnet.

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Die französische Geliebte


Die französische Geliebte
Autorin: Lily Tuck
332 Seiten, TB.
it
Euro 9,99 (D)
Euro 10,30 (A)
sFr 14,90 (UVP)
ISBN 978-3-458-35870-1

Die junge Ella lernt in Paris einen draufgängerischen jungen Südamerikaner kennen und folgt ihm in seine Heimat Paraguay.

Francisco, der seinen Vater, den steinreichen Diktator, beerbt, macht Ella zu seiner offiziellen Mätresse, und sie wird die Mutter seiner fünf Söhne. Im Palast in Asunción führen sie ein Leben in Saus und Braus.

Aber als Francisco 1864 einen Krieg gegen die mächtigen Nachbarn Brasilien und Argentinien vom Zaun bricht, ist das Wohlleben jäh zu Ende. Auf der Flucht ins Landesinnere stirbt Francisco im Dschungel. Ella gelingt es, mit ihren Kindern zu entkommen.
Die französische Geliebte ist ein schillernder Roman voller farbenprächtiger Bilder. Eliza Lynch, Francisco Solano López und zahlreiche andere Figuren hat es tatsächlich gegeben.

Autorin
Lily Tuck,
geboren 1938 als Tochter deutscher Emigranten in Paris, verbrachte ihre Kindheit in Peru, Uruguay und New York, wo sie heute mit ihrer Familie lebt. 1991 erschien ihr erster Roman Interviewing Matisse, weitere Romane folgten. Für The News from Paraguay (Die französische Geliebte, it 4170) erhielt sie den National Book Award.

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Die französischen Schwestern


Die französischen Schwestern
Autor: François Vallejo
285 Seiten, gebunden
Aufbau Verlag
Euro 19,99 (D)
Euro 20,60 (A)
sFr 28,90 (UVP)
ISBN 978-3-351-03507-5

Nach dem Tod ihrer Eltern werden Marthe (21), Sabine (17) und Judith (14) vor den Familienrat zitiert. Raffiniert verhindern die Schwestern, unter die Vormundschaft ihrer Tante Rosie gestellt zu werden.

Damit sichern sie sich für den Rest ihres Lebens den Zorn der Alten ? doch sie sind frei und führen fortan ein selbst-bestimmtes Leben im großen Haus der Eltern. Die Schwierigkeiten unter den sehr unterschiedlichen jungen Frauen lassen indes nicht lange auf sich warten: Judith, die jüngste und rebellischste der Schwestern, hütet selten ihre Zunge und stellt sich jeder Autorität in den Weg.

Marthe, die Versorgerin ihrer kleinen Dreier-Kommune, erkrankt plötzlich und muss sich in Kur begeben. Sabine klettert zielstrebig die Karriereleiter hoch, und eines Tages führt das Schicksal sie nach Deutschland. Das Band, das die Schwestern stets zusammengehalten hat, droht über ihren eigen-willigen Lebenswegen zu reißen.

Ihre Sehnsucht nach Freiheit und ihr gleichzeitiges Bedürfnis nach unbedingtem Zusammenhalt treibt sie bis an undenkbare Grenzen ? die eine wünscht der anderen den Tod. Erst im Erschrecken über diesen monströsen Gedanken finden die Schwestern nach Jahren des Auseinanderdriftens wieder zu-sammen, und erst jetzt begreifen sie das geistige Vermächtnis ihrer Großmama Madeleine: ?Glücklich sein, das heißt nicht glücklich um jeden Preis.?

Autor
François Vallejo
, geb. 1960, Professor für Altphilologie, lebt in Le Havre. “Monsieur Lambert und die Ordnung der Welt” ist der sechste Roman eines vielfach preisgekrönten Autors, den der Aufbau-Verlag nun auch für das deutsche Publikum zugänglich macht.

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Die Französische Revolution


Die Französische Revolution
Herausgeber: Wolfgang Kruse
176 Seiten, TB.
Promedia
Euro 12,90 (D)
ISBN 978-3-853-71341-9

Mit Texten von Babeuf, Boissy d?Anglas, Brissot, Condorcet, Olympe de Gouges, Marquis de Sade, Dubois-Crancé, Hérault de Séchelles, Lanthenas, Marat, Maréchal, Paine, Robespierre, Sieyès u. a.

Die Französische Revolution war ein Experimentierfeld für die Neugestaltung der modernen Gesellschaft. Auf allen gesellschaftspolitisch relevanten Ebenen wurden neue Praktiken ausprobiert und emanzipatorische Neuordnungsmodelle entworfen. Dieses ?Musterbuch der Moderne? experimentierte mit der politischen Ordnung, neuen ökonomischen und sozialen Beziehungen und Geschlechterverhältnissen sowie mit der politischen Kultur insgesamt.

Der hier vorgelegte Band versucht, die ganze Spannbreite dieses programmatischen Aufbruchs in eine neue Epoche einzufangen. Dafür werden prägnante Originaltexte erläutert und dokumentiert, die für gesellschaftliche Entwicklungen bis heute relevant sind. Die Vielzahl der Themenbereiche umfasst: Aufstand und Revolution, Verfassung und Demokratie, Emanzipation und Demokratisierung der Gesellschaft, Sozialreform und Sozialismus, Antimilitarismus und Völkerrecht, schließlich auch programmatische Abgründe der Revolution.

Das politische Spektrum der Autoren reicht vom gemäßigten Liberalismus eines Sieyès über demokratische Republikaner wie Brissot, Condorcet, Peine oder Robespierre bis hin zu Vertretern von sozialrevolutionären Projekten wie Babeuf und Maréchal.

Es spiegelt damit zugleich die Entwicklung der politischen Linken wider, die sich im dynamischen Prozess der Revolution auf rasante Weise bewegt und in der Regel die radikalsten, am weitesten in die Zukunft reichenden Emanzipationsprojekte entworfen hat. Auch die Problematik der Dialektik von Neugestaltung und gesellschaftspolitischer Herrschaft findet angemessene Berücksichtigung.

Die Mehrzahl der Texte wurde eigens für diesen Band ins Deutsche übersetzt.

Herausgeber
Wolfgang Kruse
, Jahrgang 1957, ist Professor am Historischen Institut der Fern-Universität in Hagen, Lehrgebiet Neuere und Europäische Geschichte. Er arbeitet zur Geschichte der Französischen Revolution, des Ersten Weltkriegs, der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung sowie des modernen politischen Totenkults in Deutschland.

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Die französische Braut


Die französische Braut
Autorin: Clare Clark
Seiten: 479, gebunden
Hoffmann und Campe
? 19,95 (D), ? 20,60 (A), sFr 34,90 (UVP)
ISBN 978-3-455-40240-7

Ein großartiger historischer Roman über eine fatale Liebe und ein spannendes Kapitel französischer Kolonialgeschichte.

Frankreich, 1704. Als Elisabeth in La Rochelle das Schiff betritt, das sie und andere Frauen in die französische Kolonie Louisiana bringen wird, ist sie verzagt. Die Frauen sollen in der Neuen Welt verheiratet werden ? mit Männern, die sie noch nie gesehen haben. Sie ahnt nicht, dass sie Jean-Claude mit Haut und Haar verfallen wird.

Louisiana. Unerträgliche Hitze, Gestank, Moskitos. Ein Albtraum für Elisabeth, wäre da nicht Jean-Claude Babelon. Unerwartet entbrennt zwischen ihr und dem Mann, der sie auserwählt hat, eine leidenschaftliche Liebe. Getrübt wird sie nur durch Babelons wochenlange Expeditionen.

Immer wieder reist er zu Indianerstämmen, um die lebenswichtige Versorgung der Siedlung zu sichern. Wie skrupellos ihr Mann private Geschäfte mit Sklaven macht, merkt Elisabeth erst spät. Auch der junge Franzose Auguste, der wie kein anderer Sprache und Sitten der Indianer kennt, geht dem charismatischen Babelon auf den Leim.

Als sich Auguste unsterblich in Elisabeth verliebt, nimmt die Tragödie ihren Lauf.

Autorin
Clare Clark
wurde 1967 in London geboren und studierte Geschichte am Trinity College in Cambridge. Nach einem mehrjährigen USA-Aufenthalt lebt die Autorin heute wieder in London. Ihr Debüt Der Vermesser (Hoffmann und Campe 2005), der im 19. Jahrhundert unter den Straßen von London spielt, wurde begeistert aufgenommen und für den Orange Prize nominiert. 2007 erschien ihr ebenfalls im historischen London angesiedelter Roman Der Apotheker. Die französische Braut wurde wie ihr Debüt für den Orange Prize nominiert. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.

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