Die Frau des Croupiers

frauOtto Jägersbergs vielgestaltige Prosa ist beides: hinreißend einfach und lustvoll komplex. Und von einer Präzision, die sowohl poetisch als auch rasend komisch sein kann. Der kürzeste dieser neuen Texte ist einen Satz lang, der längste dreißig Seiten. Es sind Kalendergeschichten, Erzählungen, Erinnerungsskizzen aus deutscher Vergangenheit, Begebenheiten aus dem Leben von Dichtern, Denkern und Verbrechern, Kürzest-Essays, Phantasien, Anekdoten, Berichte und Beobachtungen.

Und auch einmal ein Fundstück wie dieses, in einem Buchantiquariat: »Balzac, ›Das Chagrinleder‹, mit Deckelsignet und Kopfgoldschnitt. Auf dem Vorsatzblatt die Widmung: ›Lies dies, Bestie, oder stirb! Alfred.‹ 120 Euro.« Solches zu finden ist schon Erfindung: nur ein Beispiel für die realitätsgesättigte Kunst des Erzählers Otto Jägersberg.

Autor
Otto Jägersberg
, geboren 1942 in Hiltrup (Westfalen), arbeitete nach einer kaufmännischen Lehre in Münster als Buchhändler, Antiquar und Drucker in Berlin, Zürich und in Stierstadt. Mit seinem Debütroman ›Weihrauch und Pumpernickel‹, der 1964 erschien, war Otto Jägersberg der erste neuentdeckte deutsche Autor im noch jungen Diogenes Verlag. Seither ist Otto Jägersberg freier Autor und Filmemacher.

Die Frau des Croupiers
Autor: Otto Jägersberg
240 Seiten, gebunden
Diogenes
Euro 20,00 (D)
Euro 20,60 (A)
sFr 27,00 (UVP)
ISBN 978-3-257-06972-3

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