Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf

diehenkerstochterIm Winter 1672 findet in der bayerischen Landeshauptstadt München ein großes Scharfrichtertreffen statt. Jakob Kuisl, der Henker aus Schongau, ist zum ersten Mal eingeladen – eine große Ehre. Er reist mit der ganzen Familie nach München, da die Tradition verlangt, dass jedes Ratsmitglied seine Verwandten vorstellt.

Das Scharfrichtertreffen findet in der Au statt, einem finsteren Vorort nahe der Isar, in dem sich Bettler, Verbrecher und Dirnen herumtreiben. Familie Kuisl kommt bei dem äußert großzügigen Gastgeberpaar unter, dem Münchner Scharfrichter Michael Deibler und dessen Frau Walburga, die die Gäste liebevoll umsorgt. Doch gerade als die eintrifft, wird eine junge Frau aus dem Auer Bach gezogen, die betäubt und anschließend ertränkt worden ist.

Schnell stellt sich heraus, dass dies nicht der einzige Mord ist, der unaufgeklärt blieb. Immer wieder kamen in den letzten Monaten heiratsfähige Mädchen auf besonders grausame Weise um, und zwar durch Todesarten, die man sonst nur von Scharfrichtern kennt. Bei den Bewohnern der Au geht die Angst um. Gehen die Morde etwa auf einen reisenden Henkersgesellen oder Henker zurück? Kuisl bleibt nicht viel Zeit. Sollte der Mörder tatsächlich einer der Scharfrichter sein, muss er den Fall in den nächsten Tagen lösen. Denn kurz nach Mariä Lichtmess geht der Rat der Zwölf wieder auseinander.

Autor
Oliver Pötzsch
, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht.

Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf
Autor: Oliver Pötzsch
688 Seiten, TB.
Ullstein
Euro 10,99 (D)
Euro 11,30 (A)
ISBN 978-3-548-28837-6

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