Die Insel der Göttin


Die Insel der Göttin
Autorin: Jade Y. Chen
Seiten: 420, gebunden
Münchner Frühling Verlag
? 24,90 (D)
ISBN 978-3-940233-13-4

Taiwan, Anfang der dreißiger Jahre. Die Japaner herrschen seit mehr als drei Jahrzehnten über die Insel an der Formosastraße. Ayako, ein junges Mädchen aus Okinawa, heiratet Jian, den ältesten Sohn der Familie Lin. Die Lins betreiben ein chinesisches Heilkräutergeschäft in Taichung und gelten als koloniale Vorzeigefamilie: Sie sind angesehen, Lin Jian spricht auch zu Hause Japanisch und sein Bruder schreinert japanische Papiertüren.

Doch der Zweite Weltkrieg und der »Weiße Terror« unter Tschiang Kaishek nehmen der Familie die Männer und die Väter. Am Ende bleibt den Frauen nur noch der Glaube an die Kraft der Götter. 2002 verliebt sich die Ich-Erzählerin, Ayakos Enkelin, in Berlin in einen deutschen Mann.

Die Begegnung ist für sie der Auslöser, erstmals nach fünfzehn Jahren wieder in ihre Heimat Taiwan zurückzukehren. Auf der Insel der Göttin erfährt sie von der verbotenen Liebe zwischen ihrer Großmutter und ihrem Großonkel. Und sie begegnet ihrer eigenen Vergangenheit.
In dieser Familienchronik gelingt es der preisgekrönten taiwanischen Bestsellerautorin Jade Y. Chen, eine Brücke zu schlagen zwischen Asien und Europa. Sie öffnet den Blick für das universell Menschliche ihrer Figuren und kartografiert die daoistische Götterwelt der Insel Taiwan mit ihren Opferritualen und Orakelsprüchen. Ein bewegender Roman über die Macht des Schicksals und die Sehnsucht nach der verlorenen Heimat.

Autorin
Jade Y. Chen, geboren in Taichung,Taiwan, studierte Geschichte und Literatur in Paris sowie Regie und Choreografie, u. a. bei Ariane Mnouchkine und am La MaMa Theatre in New York. Die Regisseurin und Autorin zahlreicher Romane, Theaterstücke und Essays lebt seit Mitte der neunziger Jahre in München.

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Die Insel der Göttin


Die Insel der Göttin
Autorin: Jade Y. Chen
Seiten: 420, gebunden
Frühling Verlag
? 24,90 (D)
ISBN 978-3-940233-13-4

Taiwan, Anfang der dreißiger Jahre: Ayako ein Mädchen aus Okinawa, heiratet Jian, den ältesten Sohn der Familie Lin. Die Lin sind die taiwanischen Buddenbrooks. Ihr Schicksal ist eng verknüpft mit dem ihrer Heimat – der kleinen Insel im südchinesischen Pazifik.

Unter der Herrschaft Japans auf Taiwan gelten die Lin als Vorzeigefamilie, in der man Papiertüren baut und japanisch spricht. Zweiter Weltkrieg und “Weißer Terror” zerreißen die Familie, nehmen ihr die Männer und Väter. Am Ende bleibt den Töchtern der Lin nur der Glaube an die Kraft der Götter.

Taiwan gehört nach dem Zweiten Weltkrieg und der Niederlage Japans nicht mehr zu Japan sondern wie zu China. Und Ayako verliebt sich in ihren Schwager Cai. Doch die beiden sind verheiratet. Persönliche Probleme wie diese unglückliche Liebe verbinden sich mit den Umbrüchen und der Gewalt der Nachkriegszeit auf Taiwan.

2002 beschließt die Enkelin  Ayakos erstmals nach fünfzehn in Begleitung ihres deutschen Verlobten erstmals wieder in ihre Heimat zu reisen. In ihrem Gepäck zwei geschnitzte Holzfiguren, die beiden Leibwächter der Meeresgöttin Mazu.

Auf der Insel der Göttin entdeckt die Frau, dass sich hinter der Geschichte der drei Heiligenfiguren ein Familiengeheimnis verbirgt. Sie erfährt von der verbotenen Liebe zwischen ihrer japanischen Großmutter und ihrem chinesischen Großonkel. Und sie begegnet ihrer eigenen Vergangenheit.

Autorin
Jade Y. Chen
, geboren 1957 in Taichung, Taiwan, studierte Geschichte und Literatur in Paris, sowie Regie und Choreographie u.a. bei Ariane Mnouchkine und dem La MaMa Theatre in New York. Die Regisseurin und Autorin zahlreicher Romane, Theaterstücke und Essays und Europakorrespondentin der taiwanischen Tageszeitung “United Daily News” lebt in München. “Die Insel der Göttin” erschien 2004 in Taiwan, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, und wurde bisher über 80.000 Mal in Asien verkauft. Im Herbst 2009 kommt “Die Insel der Göttin” in einer dramatischen Fassung und unter der Regie der Autorin auf die Bühne des Nationaltheaters von Taipeh.

“Als ich zwanzig war, kehrte ich meiner Heimat den Rücken. Ich ging nach Europa und kam nie mehr zurück. Wenn ich dafür einen bestimmten Grund nennen müsste, wäre das Hass. Ich habe immer versucht, meine Familie zu meiden, eine merkwürdige Familie, die voller dunkler Geheimnisse ist. Eine Familie, die von allen geächtet wurde, eine Familie, die beim Verlassen des Hauses angespuckt wurde, eine Familie, deren verlassene Kinder bei einem netten alten Nachbarn spielten, der ein Triebtäter war. Ich bin die Tochter eines Vaters, der von Lehrern und Mitschülern als Versager verhöhnt wurde. Ich war das Kind der seltsamen Familie, die keinen richtigen Vater hatte.”

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