Die Mobilisierung der Medien

diemobilisierungIm vorliegenden Buch werden u. a. dmalige Illustratoren und Comic-Zeichner vorgestellt. Die Palette reicht von Gerhard Brinkmann), Will Eisner (USA) weiter zu Reinhold Escher (Mecki), es folgen Hans Füsser (Jackel und Bastel), Emmerich Huber (der für die Blaubandwoche zuständig war und nach 1945 für die Revue arbeitete), Hans Kossatz (zeichnete die Geschichten von Dackel Willi), Wilhelm Petersen (ein weiterer Mecki-Zeichner) und nicht zu vergessen Manfred Schmidt (Nick Knatterton).

Weiter werden auch Romanhefte wie z. B. Erlebnis-Bücherei, Kolonial-Bücherei, Kriegsbücherei der deutschen Jugend u. a. vorgestellt.

Beleuchtet wird das Phänomen der damals neuartigen Propagandakompanien, ihre Aufstellung, Tätigkeit und Auswirkung auf Bevölkerung und Gegner. Zum Reigen der hier aufgeführten Soldaten der Propagandakompanien gehören so bekannte Namen wie Lothar-Günther Buchheim, C. W. Ceram, Joachim Fernau, Edwin E. Dwinger, Ernst von Khuon, K. Holzamer, Henri Nannen, Jürgen Roland, Jürgen Thorwald, Peter von Zahn und Werner Höfer.

Schließlich wird demonstriert, wie eine bedeutende Anzahl dieser Akteure nach dem Zusammenbruch der NS-Herrschaft die Medienlandschaft in den ersten Jahren und Jahrzehnten der jungen Bundesrepublik (mit-)prägte.

In den ersten Nachkriegsjahren war die „braune“ Vergangenheit noch weitgehend tabu gewesen, erst viele Jahrzehnte später begann man, sich, wenn auch sehr zögerlich, mit dem Nationalsozialismus auseinander zu setzen. Ende des zwanzigsten Jahrhunderts, setzte dann aber eine verstärkte Rückbesinnung auf die Jahre ein, in denen der Nationalsozialismus das Leben beherrschte. Ein Grund dafür war wohl auch, dass die Zeitzeugen langsam aussterben.

Autor
Heinz J. Galle
wurde im Jahre 1936 in Berlin geboren und beschäftigt sich seit 1955 mit dem Genre der Unterhaltungsliteratur und in diesem Rahmen u. a. mit Science Fiction und ihrer besonderen Erscheinungsform, dem Heftroman. Neben zahlreichen Beiträgen für Fachzeitschriften, Kurzgeschichtensammlungen, Ausstellungskatalogen und Mitwirkungen in Rundfunk– und Fernsehsendungen, an Ausstellungen und Fachtagungen hat er mehrere Bücher zu diesem Themenkreis verfasst, die sich inzwischen Geltung als Standardwerke verschafft haben. Außerdem ist Heinz J. Galle seit 1987 als Lexikograph für mehrere Fachlexika mit inzwischen mehr als 2300 Seiten Umfang in Erscheinung getreten.

Die Mobilisierung der Medien
Autor: Heinz J. Galle
170 Seiten, 130 Abb., gebunden
Dieter von Reeken
Euro 17,50 (D)
ISBN 978-3-945807-07-1

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