Die Räuberbraut

U1_978-3-8052-0293-0.indd„Über Johannes Bückler (1778 – 1803) kursierten schon zu Lebzeiten zahlreiche Geschichten“, schreibt Astrid Fritz im Nachwort ihres neuen Romans „Die Räuberbraut“ über den als ‹Schinderhannes› bekannten Räuberhauptmann.

Noch während seiner Gefängniszeit erschienen vier Biographien über ihn. Nach seiner Hinrichtung wurde er bald schon in Romanen, Balladen und Bühnenstücken regelrecht verklärt – als edler Räuber, als fröhlicher Hallodri, als Freiheitskämpfer gegen die französischen Besatzer. Hinzu kam: Er starb so jung, dass bei den Zeitgenossen der Eindruck blieb, von den oftmals verhassten französischen Besatzern sei ein blühendes Leben gefällt worden. Dass er an einigen kaltblütigen Morden zumindest beteiligt war, ließ man gerne außer Acht.

In „Die Räuberbraut» widmet sich die Autorin nun fiktiv dem Leben der letzten Frau an der Seite des „Schinderhannes“. Um 1800: Juliana Blasius ist achtzehn und zieht mit ihrem Vater und ihren Schwestern als Musikerin durch den Hunsrück als sie eines Tages den berühmtesten Räuberhauptmann der Gegend kennenlernt. Der „Schinderhannes“ umwirbt sie, liebt sie, nennt sie seine kleine Prinzessin und ist ihr sogar fast treu.

Fortan streift sie mit ihm durch die Lande, bald heiraten sie. Doch kann das Glück an der Seite eines Räubers lange währen?

Autorin
Astrid Fritz
studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Zu ihren großen Erfolgen zählen „Die Hexe von Freiburg“, „Die Tochter der Hexe“ und „Die Vagabundin“. Astrid Fritz lebt in der Nähe von Stuttgart.

Die Räuberbraut
Autorin: Astrid Fritz
496 Seiten, gebunden
Wunderlich
Euro 19,95 (D)
Euro 20,60 (A)
ISBN 978-3-8052-0293-0

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