Die Skandal-Republik

dieskandalrepuKleine und größere Skandale und Affären erschüttern immer wieder das Land. Ob in der Politik, von Christian Wulff bis hin zu Sebastian Edathy, im Sport der Steuerbetrug eines Uli Hoeneß, im Film-, Fernseh- und Showbusiness, in den Medien oder in der Wirtschaft.

Verändert hat sich allerdings der Umgang damit. Heute wird, verstärkt durch das Internet und die Dauerbeobachtung durch die neuen Medien, jede Kleinigkeit skandalisiert. Journalisten, Staatsanwälte und selbst erklärte Aufklärer machen gnadenlos Jagd auf mögliche Verdächtige, jeden Verantwortlichen und halbwegs Prominenten kann es jederzeit treffen. Chancen, dem ständigen Sturm der Empörung zu entkommen, haben sie kaum.

Verloren zu gehen droht die ursprüngliche Aufgabe eines Skandals: dass sich die Öffentlichkeit immer wieder darüber verständigt, welche Regeln und Normen gelten sollen und welches Verhalten gerade von Führungspersonen sie toleriert und welches nicht. Welche Funktion aber erfüllen heute überhaupt Skandale? Was bewirken sie? Und welche Absichten verbergen sich dahinter, wenn uns Skandaljäger immer neue Aufreger vorsetzen?

Autor
Ludwig Greven, Jahrgang 1956, Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Volkswirtschaft. Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Seit über 30 Jahren als politischer Journalist tätig. Seit 2006 arbeitet er als Politikredakteur und Autor bei ZEIT ONLINE und daneben auch für andere Medien. Er beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung der Parteien und politischer Institutionen, Partizipation der Bürger, Europapolitik und gesellschaftspolitischen Fragen wie Integration, Migration und demografischem Wandel.

Die Skandal-Republik
Autor: Ludwig Greven
172 Seiten, Broschur
Edition Lingen Stiftung
Euro 12,95 (D)
ISBN 978-3-945-13626-3

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