Die Vergebung muss noch warten

dievergebug »Die Vergebung muss noch warten« – allerdings nur Daniela Emmingers neuen Roman lang. Auf dem rasanten Weg dorthin begegnen uns Yogis, Jäger, diverse Therapieformen, eine Mittwochsbeziehung, Wundertabletten, ein Kloster mit dicken Mauern, viel Meditation und der eine oder andere Mord.

Daniela Emmingers Protagonistin Kilb ist Anfang 30 und in der Sinnkrise. Ihr sorgsam erbautes Leben aus gutem Job, viel selbstbestimmter Zeit, einem Freund, mit dem im wahrsten Sinne des Wortes alles nach Plan läuft, und einer auf all das abgestimmten Therapie fühlt sich zunehmend löchrig an.

Sie bricht auf und macht sich auf die Suche nach Vergebung und Glück. Sie landet in einer Selbsthilfegruppe und lernt dort einen Mann und dessen Hund, beide mit weitaus dunklerer Vergangenheit als der ihren, kennen. Gemeinsam begeben sie sich ins Leben, das sie aber immer wieder einholt.

Die Geschichte der drei wird zu einem bisweilen bitterschwarzen Road Movie. Aber alles wird gut oder zumindest erleuchtet, wenn in Lilienfeld ein rosa Wunder passiert, ein Psychiater von seiner verrückten Geliebten erschossen wird, eine Lichtesserin im Schokoladenrausch bekehrt und eine ominöse Bekannte Kilbs zu Hostien verarbeitet wird.

Autorin
Daniela Emminger
, geboren 1975 in Oberösterreich, lebt und arbeitet seit 2008 als Schriftstellerin, freie Journalistin und Kommunikationsberaterin in Wien. Davor war sie Werbetexterin in Hamburg und Berlin und Redakteurin in Litauen und Lettland. Bisherige Veröffentlichungen: »Leben für Anfänger« (2004). »Schwund« (2014). Diverse Stipendien, zuletzt Adalbert-Stifter-Stipendium 2014/15.

Die Vergebung muss noch warten
Autorin: Daniela Emminger
256 Seiten, gebunden
Czernin Verlag
Euro 21,90 (D)
ISBN 978-3-7076-0539-6

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