Die versteckten Briefe

verstecktenGeschichten sind Leuchtbojen in einem Meer der Finsternis. Ein kleiner Ort im Osten Lettlands.

Eine rostige Blechdose mit Briefen? Eigentlich wollte der zwölfjährige Maris nur den Familienstammbaum sehen. Doch Inara beschließt, ihrem Sohn endlich die tragische Geschichte ihrer Familie anzuvertrauen. Sie weiß: Bei Maris, der mit seinen großen Ohren sogar die Geheimnisse der Toten zu hören vermag, ist sie gut aufgehoben.

Und so erzählt sie: von Urgroßvater Oskars, der nach Sibirien verbannt wurde, weil er eine Bibel besaß; von Urgroßvater Ferdinands, der in ein Arbeitslager verschleppt wurde; von Aalfang bei Mondschein, heimlichen Küssen beim Sonnenwendfest – und von der Briefeschreiberin Velta, über die es hieß: Schweigen habe diese Frau verzehrt, als hätte sie einen Ozean aus Stille verschluckt.

Autorin
Gina Ochsner
, geboren 1970, studierte an der Iowa State University und der University in Oregon. Sie debütierte 2005 mit der Short-Story-Sammlung ›People I Wanted to Be‹, die ein positives Echo fand. 2011 erschien ›The Russian Dreambook of Colour and Flight‹, das auf der Longlist für den Orange Prize stand. Gina Ochsner lebt mit ihrer Familie in Oregon.

Die versteckten Briefe
Autorin: Gina Ochsner
400 Seiten, gebunden
dtv
Euro 24,00 (D)
Euro 24,70 (A)
ISBN 978-3-423-28154-6

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