Digitale Drecksarbeit

digitaleWie uns Facebook & Co. von dem Bösen erlösen. Wer entscheidet, was wir sehen?

Hunderttausende Fotos und Videos werden täglich im Internet hochgeladen. Darunter massenhaft verstörende Inhalte, voller Gewalt und Pornografie. Wie ist es möglich, dass wir als normale User kaum etwas davon sehen?

„Digitale Drecksarbeit“: Ein scharfer Blick auf ein Multimillionen-Dollar-Business. Algorithmen können zwar bestimmte Bildinhalte identifizieren, aber nicht einordnen. Deshalb durchforsten auf den Philippinen zahllose Billiglöhner im Auftrag der Mega-Konzerne Facebook, Twitter & Co. nach geheimen Regeln das Internet. Über ihre Arbeit dürfen sie nicht sprechen.

Wer entscheidet, was wir sehen? Moritz Riesewieck gelang es, Menschen zu treffen, die uns vor Gräuelbildern bewahren und dafür ihr Seelenheil opfern. Sie können die Bilder im Kopf nicht mehr löschen. Und wir wissen nicht, welche Ideologie dahinter steckt. Nackte Haut ist verboten. Politischer Widerstand wird zum Terrorismus. Wer entscheidet warum, was wir zu sehen bekommen? Wie manipuliert das unsere Sicht der Welt? ›Digitale Drecksarbeit‹ verbindet eine packende Reportage mit verblüffenden Gedanken zur Macht der Bilder.

Autor
Moritz Riesewieck
, geboren 1985, aufgewachsen im Ruhrgebiet, studierte bis 2015 Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« in Berlin. Zuvor studierte er anderthalb Jahre Wirtschaftswissenschaft als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes. Regiehospitanzen und -assistenzen an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Thalia Theater Hamburg und der Schaubühne Berlin. Seine Studien-Projekte (z. B. ›SiebenSchläfer – EinSchlafTerrorCamp‹, ›ParK‹, ›Wie wir den Totalen Krieg beenden 1-3 und 4-9‹) wurden u.a. bei Festivals am Maxim Gorki Theater, am HAU Berlin und beim Kaltstart Hamburg gezeigt. 2009 wurde er mit dem Deutschlandstipendium ausgezeichnet, 2014 vom Goethe-Institut nach Mexico City eingeladen, wo er eine Aufsehen erregende Inszenierung von Georg Büchners ›Woyzeck‹ machte. Seine Performance ›Peer entfällt‹ wurde 2014 für den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft nominiert. Seine Diplominszenierung ›Voiceck‹ wurde 2015 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen.

Digitale Drecksarbeit
Autor: Moritz Riesewieck
312 Seiten, Broschur
dtv premium
Euro 16,90 (D)
Euro 17,40 (A)
ISBN 978-3-423-26173-9

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