Doitscha


Doitscha
Autorin: Adriana Altaras
Sprecher: Adriana Altaras, Aaron Altaras, Lenny Altaras und weitere
5 CDs – ca. 375 Min.
gekürzte Lesung
Random House Audio
Euro 19,99 (D & A)
sFr 29,90 (UVP)
ISBN 978-3-8371-2826-0

David wäre gerne Israeli. Er ist nicht nur hochbegabt, sondern auch hochpubertär und raunzt seinen westfälischen Vater beim Abendessen regelmäßig mit »Ey, Doitscha« an, was ebenso regelmäßig zum familiären Eklat führt. Deutscher zu sein, ist keine einfache Sache, gesteht Adriana Altaras, erst recht nicht in einer jüdischen Familie …

Mit Aaron, Davids Patenonkel, ist Adriana Altaras seit ihrer Jugend befreundet. Sie wollten damals auswandern nach Israel, das für sie ähnlich verlockend war wie für die Surfer Hawaii. Doch sie blieben und nutzten das schlechte Gewissen der Deutschen, um umsonst Bahn zu fahren oder schulfrei zu bekommen.

Als Aaron stirbt, spitzt sich der Generationenkonflikt in der Familie Altaras zu. David hält nichts mehr in Berlin, er verabschiedet sich kurzerhand ins Gelobte Land, und die Erzählerin reist hinterher – auf der Suche nach dem verlorenen Sohn zwischen Klagemauer, Kibbuz und See Genezareth.

In Titos Brille, von den Lesern geliebt und von der Presse gefeiert, hat sich die Autorin der Geschichte ihrer Vorfahren gewidmet. Leidenschaftlich, mitreißend und witzig erzählt sie nun mitten aus dem jüdischen Leben heute in Deutschland. Vom Jüngsten, der lieber »Germany`s next Topmodel« sähe, als zuzuschauen, wie sich seine Mutter in Talkshows über die Beschneidung und die »schönen Schmocks« ihrer Söhne auslässt.

Von tragikomischen Identitäts- und Religionskonflikten, die sich an einer rissigen Salatschüssel entzünden, von unkonventionellen Gedenkreden, vom Erben und Vererben. Und nicht nur das: Die ganze Familie kommt zu Wort, das ganze Tohuwabohu.

Ein kluges, faszinierendes und vielstimmiges Porträt jüdisch-deutscher Gegenwart und ein unvergessliches Buch über Familie in all ihren tröstlichen und irrsinnigen Facetten.

Hörprobe

Autorin & Sprecherin
Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren, lebte ab 1967 in Italien, später in Deutschland. Sie studierte Schauspiel in Berlin und New York, spielte in Film- und Fernsehproduktionen und inszeniert seit den Neunzigerjahren an Schauspiel- und Opernhäusern. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Bundesfilmpreis, Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, Silberner Bär für schauspielerische Leistungen. 2011 erschien ihr hochgelobtes Buch Titos Brille, das zum Bestseller wurde. Adriana Altaras lebt in Berlin.
weitere Sprecher
Gustav Peter Wöhler
arbeitete mit Regisseuren wie Zadek, Minks, Gotscheff und Castorf, und war in Kinofilmen von Fatih Akin, Doris Dörrie oder auch Otto Waalkes zu sehen. Zudem tourt er seit 15 Jahren als Frontmann der „Gustav Peter Wöhler Band”, mit der er bereits mehrere CDs aufgenommen hat.

Katja Riemann wuchs in Bremen auf und kam noch vor Ende Ihrer Schauspielausbildung zum Ensemble der Münchner Kammerspiele. Auf Theaterbühnen und in erfolgreichen Filmproduktionen zeigt sie ihre Vielseitigkeit, wofür sie oft geehrt wurde. Unter Ihren Auszeichnungen befindet sich unter anderem der Adolf-Grimme-Preis; den Deutschen und den Bayerischen Filmpreis erhielt sie gleich mehrfach. Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist sie außerdem als Musikerin tätig.

Bodo Primus spielte nach seiner Schauspielausbildung an der Folkwangschule Essen an verschiedenen deutschen Theatern. Seit 1962 ist er für Rundfunk und Fernsehen tätig und ein bekannter Hörspiel-, Feature- und Synchronsprecher. Für Random House Audio hat er bereits vielen Hörbüchern seine Stimme geliehen und erhielt für seine Lesung von Edgar Hilsenraths „Der Nazi und der Frisör” den Deutschen Hörbuchpreis.

Aaron Altaras, 1995 in Berlin geboren, hat nach dem Abitur 2 Jahre in Süd- und Nordamerika verbracht, ein Praktikum beim Film gemacht, einen Kurzfilm gedreht und studiert jetzt in Amsterdam. Er hat den Grimme-Preis für „Nicht alle waren Mörder“ bekommen und war in einigen TV Filmen zu sehen, u.a. im Berliner Tatort. Aber nichts geht über Fußball…

Lenny Altaras ist 2000 in Berlin geboren. Er ist Gymnasiast, spielt gut Trompete und noch lieber Hockey (2015 wird er bei der Maccabiade in Berlin dabei sein). Er hat in Dany Levi’s „Mein Führer“, in „Die Kinder von Blankenese“ und „Ein Starkes Team“ gespielt, und … Aber nichts geht über Hockey…
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Doitscha


Doitscha
Autorin: Adriana Altaras
272 Seiten, gebunden
Kiepenheuer & Witsch
Euro 18,99 (D)
Euro 19,60 (A)
sFr 26,80 (UVP)
ISBN 978-3-462-04709-7

David wäre gerne Israeli. Er ist nicht nur hochbegabt, sondern auch hochpubertär und raunzt seinen westfälischen Vater beim Abendessen regelmäßig mit »Ey, Doitscha« an, was ebenso regelmäßig zum familiären Eklat führt. Deutscher zu sein, ist keine einfache Sache, gesteht Adriana Altaras, erst recht nicht in einer jüdischen Familie …

Mit Aaron, Davids Patenonkel, ist Adriana Altaras seit ihrer Jugend befreundet. Sie wollten damals auswandern nach Israel, das für sie ähnlich verlockend war wie für die Surfer Hawaii. Doch sie blieben und nutzten das schlechte Gewissen der Deutschen, um umsonst Bahn zu fahren oder schulfrei zu bekommen.

Als Aaron stirbt, spitzt sich der Generationenkonflikt in der Familie Altaras zu. David hält nichts mehr in Berlin, er verabschiedet sich kurzerhand ins Gelobte Land, und die Erzählerin reist hinterher – auf der Suche nach dem verlorenen Sohn zwischen Klagemauer, Kibbuz und See Genezareth.

In Titos Brille, von den Lesern geliebt und von der Presse gefeiert, hat sich die Autorin der Geschichte ihrer Vorfahren gewidmet. Leidenschaftlich, mitreißend und witzig erzählt sie nun mitten aus dem jüdischen Leben heute in Deutschland. Vom Jüngsten, der lieber »Germany`s next Topmodel« sähe, als zuzuschauen, wie sich seine Mutter in Talkshows über die Beschneidung und die »schönen Schmocks« ihrer Söhne auslässt.

Von tragikomischen Identitäts- und Religionskonflikten, die sich an einer rissigen Salatschüssel entzünden, von unkonventionellen Gedenkreden, vom Erben und Vererben. Und nicht nur das: Die ganze Familie kommt zu Wort, das ganze Tohuwabohu. Ein kluges, faszinierendes und vielstimmiges Porträt jüdisch-deutscher Gegenwart und ein unvergessliches Buch über Familie in all ihren tröstlichen und irrsinnigen Facetten.

Autorin
Adriana Altaras wurde 1960 in Zagreb geboren, lebte ab 1967 in Italien, später in Deutschland. Sie studierte Schauspiel in Berlin und New York, spielte in Film- und Fernsehproduktionen und inszeniert seit den Neunzigerjahren an Schauspiel- und Opernhäusern. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Bundesfilmpreis, Theaterpreis des Landes Nordrhein-Westfalen, Silberner Bär für schauspielerische Leistungen. 2011 erschien ihr hochgelobtes Buch Titos Brille, das zum Bestseller wurde. Adriana Altaras lebt in Berlin.

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