Eau Rouge „Nocturnal Rapture“

eaurougeImmer wenn es dunkel wird, zeigt uns die Stadt ihr wahres Gesicht. Beton-Ödnis wird zu schillernder Verheißung, dicke Luft zum Nektar der Freiheit, Gewissheit zu Ungewissheit.

Mit ihrem ersten Longplayer ‚Nocturnal Rapture‘ vertonen die drei Indie-Dandys von Eau Rouge den Moment, an dem man wehmütig auf den Tag zurück und hoffnungsvoll in die Nacht hinein schaut, wenn sich alle (Klang-)Farben am Himmel abzeichnen – die Verheißung, aber auch den bodenlosen Taumel in Schwermut und Nostalgie, der uns allen in der Blauen Stunde bevorsteht.

Ihr Debüt haben sie deswegen ‚Nocturnal Rapture‘ getauft. Nächtlicher Rausch, besser kann man ihren Sound und die Doppeldeutigkeit ihres Ansinnens nun wirklich nicht auf den Punkt bringen. Wer weiß schon, ob die Erlebnisse, denen wir im Rausch hinterherjagen wie Raubtiere, in zehn Jahren überhaupt noch von Bedeutung sind?

Ausgekleidet werden die schwerelosen und intensiven Nocturnes der drei Stuttgarter Beaus mit einem klangmächtigen Detailreichtum. Aus Einflüssen, die Deftones, Warpaint, Boys Noize, Justice oder M83 umfassen, entsteht ein janusköpfiger Klangtaumel zwischen Dreampop, Indietronic und Alternative Rock, der die Band neben dutzenden Headlinershows schon ins Vorprogramm von The National, Warpaint, Crystal Fighters und Blood Red Shoes brachte.

‚Nocturnal Rapture‘ vereint die Federleichtigkeit des Pop, die tragende Substanz des Electro und ganz besondere Gespür für dunkel funkelnde Gitarrenarbeit zwischen Indie und Wave zu einer Ode an die Nacht, zu einer zwischen Melancholie und Euphorie oszillierenden Erfahrung, die man so schnell nicht vergisst.

Tracks
1 Nocturne 1:38
2 Margery 3:33
3 Hunting Melodies 4:21
4 Golden Nights 3:38
5 A Feather with the Weight of the World Wafts Towards My Head 1:06
6 Tako Tsubo 4:04
7 Get Me Up 4:15
8 Circles 3:30
9 The Burden of Beauty 3:45
10 We Are 3:27
11 Truthbending 4:23
12 Outersphere 4:17

Eau Rouge „Nocturnal Rapture“
Adp Record

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