Ein böser Kamerad

einboeserkamerJörg Reibert veröffentlicht zeitgeschichtlichen Kriminalroman über die Anfänge der SA.

Die »Goldenen Zwanziger« haben in Deutschland nicht nur geglänzt. Nach Ende des Ersten Weltkrieges begleiteten auch Armut und Orientierungslosigkeit die Weimarer Republik. Die NSDAP bot traumatisierten, zurückgekehrten Soldaten ein Auffangbecken. So wird auch Emil Bachmann, Protagonist in Jörg Reiberts neuem zeitgeschichtlichen Kriminalroman »Ein böser Kamerad«, in Berlin für die SA angeworben.

Im Umfeld von Saalschlachten, Aufmärschen und Bierabenden werden seine unverarbeiteten Kriegseindrücke politisch instrumentalisiert und seine Gewalterfahrung bricht sich im Mord an Juden Bahn. Schonungslos und ohne jegliche Wertung schildert der Bamberger Autor das Leben eines Kriegsrückkehrers, der in der veränderten Heimat nach Halt sucht. Dabei zeichnet Reibert ein authentisches Bild der Lebensumstände der Arbeiterschicht im Berlin der 20er Jahre, dem intensive Recherchen zugrunde liegen. Der Roman schließt mit einem Nachwort zur Rolle der SA gegen Ende der Weimarer Republik.

Emil Bachmann erlebt den Ersten Weltkrieg als Frontsoldat. Das Töten ist sein Handwerk. Als er nach Kriegsende nach Berlin zurückkehrt, ist er vollkommen entwurzelt. Mühsam fasst er wieder Fuß im Zivilleben. Doch die Schatten der Vergangenheit lassen ihn nicht los. Als ihn sein Schwager für die SA anwirbt, findet er eine neue Heimat unter den Kameraden. Aber er verstrickt sich in viele Konflikte, und Gewalt ist für ihn die einfachste Lösung. Bald schon wird Mord für ihn zur Gewohnheit …

Autor
Jörg Reibert
wurde 1972 in Braunschweig geboren und lebt mit seiner Familie in Bamberg. Er ist Maschinenbauingenieur und promovierte im Bereich Geschichte der Naturwissenschaften über Technik im Ersten Weltkrieg. Im Jahr 2014 erschien sein Debütkrimi »Verhängnisvoller Abgrund«.

Ein böser Kamerad
Autor: Jörg Reibert
310 Seiten, TB.
Gmeiner Verlag
Euro 12,99 (D)
Euro 13,40 (A)
ISBN 978-3-8392-2073-3

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