„Ein Volk, ein Reich, ein Führer“

einvolk„Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ – als im März 1938 die Kampagne für den „Anschluss Österreichs“ an das Deutsche Reich auf Hochtouren lief, war dieser Dreiklang auf den Plätzen und Märkten immer wieder zu vernehmen. Er verknüpfte die Hoffnung auf soziale Harmonie mit der Sehnsucht nach nationaler Stärke und ließ gleichzeitig deutlich werden, dass hinter dem schönen Schein der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft die brutale Ausgrenzung all derjenigen lauerte, die nicht dazugehören konnten oder wollten.

Rassistische Ungleichheit, so zeigt dieser beeindruckende Überblick, war das Strukturprinzip der deutschen Gesellschaft im Dritten Reich, immer weiter entgrenzte staatliche Gewalt war die zentrale Säule der neuen politischen Ordnung, und ein radikaler Antisemitismus war der Treibstoff, der die gesamte Maschine antrieb.

Wie erlebten die Deutschen Hitlers Herrschaft, und wie veränderten sie sich in den zwölf Jahren der Diktatur? Warum war das Dritte Reich für viele so attraktiv? Und schließlich: Welche politischen, moralischen und sozialpsychologischen Folgen hatte dies über das Jahr 1945 hinaus?

Virtuos verwebt Dietmar Süß die konkreten Schicksale einzelner Menschen in seine Analyse und beschreibt, wie das NS-Regime das Leben der Deutschen von Grund auf veränderte.

Autor
Dietmar Süß
ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Augsburg.

„Ein Volk, ein Reich, ein Führer“
Autor: Dietmar Süß
303 Seiten, Broschur
C.H.Beck
Euro 18,00 (D)
Euro 18,50 (A)
ISBN 978-3-406-67903-2

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