Eric Johnson „EJ“

ericjohnson Als Guitarists‘ Guitarist gilt der 62-jährige Texaner unter seinesgleichen als Meister ihrer Zunft und als solcher gehört er zur selben Liga wie Jeff Beck, Jimi Hendrix, Joe Satriani, Steve Vai oder Stevie Ray Vaughan. Zahlreiche Effektgeräte prägen seinen Gitarrensound auf der Fender Stratocaster oder einer Gibson ES-335, und einer Anekdote zufolge soll sein Gehör derart fein sein, dass er wahrzunehmen vermag, welche Art Batterien diese Effektgeräte mit Strom speisen. Johnson interpretiert seine Musik Genre-übergreifend immer virtuos und unverwechselbar im Ton – so auch auf dem neuen longplayer „EJ“.

In Eric Johnsons dreißigjähriger Karriere als Solokünstler markiert „EJ“ eine Zäsur, es ist sein erstes Akustikalbum. Komplett unplugged eingespielt, zeigt es ihn von einer eher ruhigen Seite und als Singer/Songwriter von Format, der seine Hörer auf eine ganz unmittelbare Art und Weise anspricht und mitnimmt. Der Texaner hat die 13 darauf enthaltenen Stücke in seinem eigenen Studio in Austin aufgenommen und produziert. Auf neun Titeln spielte er sämtliche Instrumente selbst, bei den anderen waren der Gitarrist Doyle Dykes, der Geiger Molly Emerman, der Cellist John Hagen, die Bassisten Roscoe Beck und Chris Maresh, sowie Tommy Taylor und Wayne Salzmann am Schlagzeug als Gastmusiker mit von der Partie.

Eric Johnson wurde 1954 geboren und wuchs in Austin auf. Mit 15 schloss er sich der Band Mariani an, die psychedelisch angehauchten Sixties Beat zelebrierte. In den 1970er-Jahren war er bei der von ihren Fans als „texanisches Mahavishnu Orchestra“ bezeichneten Jazzrock-Gruppe Electromagnets aktiv, deren erstes und einziges Album 1975 zwar wohlwollend aufgenommen aber kein kommerzieller Erfolg wurde.

1978 gründete er die Eric Johnson Group, mit der das sehr gute Album „Seven Worlds“ aufnahm, aber Pech hatte: Wegen rechtlicher Probleme blieb „Seven Worlds“ bis 1998 unveröffentlicht. Bis dahin aber war Johnsons Karriere längst in Gang gekommen – zunächst als Sessionmusiker unter anderem für Carole King, Christopher Cross und Cat Stevens, wenig später bereits auch unter eigener Flagge. Sein Durchhaltevermögen zahlte sich aus, als er 1986 einen Plattenvertrag bei Warner bekam. Schon sein erstes Soloalbum „Tones“ schlug ein und das darauf enthaltene Instrumental „Zap“ wurde für einen Grammy Award nominiert. Den Durchbruch brachte das 1990er-Album „Ah Via Musicom“: Es erreichte Platin-Status und beinhaltete den Hit „Cliffs of Dover“, der Eric Johnson 1991 einen Grammy in der Kategorie „Best Rock Instrumental Performance“ eintrug. Mit dem „Ah Via Musicom“-Material tourte Johnson seinerzeit volle drei Jahre lang.

Seither wurden elf weitere Alben von und mit Eric Johnson veröffentlicht – darunter ein Livemitschnitt der ersten G3-Tour, die er 1996 gemeinsam mit Joe Satriani und Steve Vai durch die USA absolvierte, das gemeinsam mit Steve Miller, Sonny landreth, Jonny Lang und Jimmie Vaughan eingespielte „Up Close“ (2010), und zuletzt „Eclectic“ (2014), eine Kollaboration mit dem Jazz- und Fusion-Gitarristen Mike Stern (Blood, Sweat & Tears, Billy Cobham, Miles Davis).

Im Jahr 2000 trat Johnson bei Eric Claptons erstem Crossroads Festival auf, 2006 war er wiederum Teil von G3 – damals mit Joe Satriani und John Petrucci -, und 2016 gehörte Johnson zu jener top besetzten Allstar-Band (u. a. mit Billy Cox, Buddy Guy, Rich Robinson, Zakk Wylde, Dweezil Zappa), die im Zuge ihrer „Experience Hendrix“-Tour in den USA den größten Gitarristen aller Zeiten gemeinsam hochleben ließ.

Tracks
1 Mrs. Robinson 2:43
2 Water Under The Bridge 2:34
3 Wonder 3:11
4 Wrapped In A Cloud 6:07
5 Once Upon A Time In Texas 3:43
6 One Rainy Wish 4:26
7 Serinidad 2:21
8 Fatherly Downs 4:00
9 The World Is Waiting For The Sunrise 2:42
10 November 5:37
11 All Things You Are 4:10
12 Scarborough Fair 3:53
13 Song For Irene 2:29

Eric Johnson „EJ“
Mascot Label Group

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