Ernst Schneller

ernstschnellerErnst Schneller wuchs als Sohn eines Eisenbahners und ehemaligen Soldaten in Sachsen auf und wurde zunächst Lehrer. Im Ersten Weltkrieg meldete er sich freiwillig zum Militär und war seit 1916 Offizier. Seine Lebenseinstellung änderte sich – während der Novemberrevolution wurde er Mitglied im Arbeiter- und Soldatenrat und kam 1919 als Lehrer nach Schwarzenberg im Erzgebirge, wo er als Ex-Offizier zunächst auf Ablehnung stieß, was sich aber nach seinem Eintritt in die SPD änderte.

Während des Kapp-Putsches organisierte er den Widerstand und trat in die KPD ein, später dann auch mit einem Sitz im sächsischen Landtag. 1924 wurde Ernst Schneller Mitglied des Deutschen Reichstages in Berlin, dem er bis 1933 angehörte.

In der Funktion als Reichstagsabgeordneter aber auch als Leiter der KPD-Parteischule und Mitglied des Rotfrontkämpferbundes stand Ernst Schneller für die Nationalsozialisten schnell im Visier. Nach dem Reichstagsbrand wurde er Ende Februar 1933 in Berlin inhaftiert und nach elfjähriger Gefangenschaft im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordet.

Eindrucksvoller zweiteiliger Film von Rudi Kurz („Artur Becker“, „Front ohne Gnade“, „Das Grüne Ungeheuer“ u.v.a.), der die wichtigsten Lebensabschnitte des außergewöhnlichen Widerstandskämpfers und deutschen Revolutionärs Ernst Schneller zeigt.

Ernst Schneller
FSK 12 J.
ca. 180 Min. (2 x 90 Min.)
Studio Hamburg Enterprises / DDR TV-Archiv
Regie: Rudi Kurz
Darsteller: Horst Schulze, Sergej Bondartschuk, Renate Blume, Martin Trettau, Gerd Blahuschek
Ton: DD 2.0 Mono
PAL – RC 2

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