Felsenbrüter


Felsenbrüter
Autorin: Ivana Jeissing
Seiten: 240, gebunden
Diogenes
? 19,90 (D), ? 20,50 (A), sFr 35,90 (UVP)
ISBN 978-3-257-06687-6

“Warum bauen sie ihr Nest genau dort, wo Wind und Wetter so unerbittlich sind? Und jeder Flugfehler das Ende bedeuten kann”, hatte ich Alistair Talbott im Hafen gefragt und auf die  Brandseeschwalben gezeigt, die zwischen den stürmischen Auf-und Abwinden der Atemberaubend hohe Felsen manövierten. Sich fallen ließen. Oder im Wind nach oben getragen wurden. Um wieder zentimetergenau in ihrem Nest zu landen.
So frei zu sein und unerschrocken zu schweben wie die Felsenbrüter ist Marthas Wünschvorstellung, und von nichts ist sie, verlassene Ehefrau Anfang vierzig, weiter entfern.
Ihre 70-jährige Großtante Maud nimmt sie ins Schlepptau und mit auf die kleine Kanalinsel Sark, ein Vogelparadies, so grün und nass, dass “sogar die Hunde verheult aussehen”.
Maud ist alles andere als verständnisbereite Psychologin, ihr Lebenspartner ist das Teleskop, ihre Sehnsucht gilt dem Nachthimmel, der sterbenden Sternen und schwarzen Löschern.
Mit dieser Reisegemeinschaft – Martha, die vor Selbstmitleid und Verzweiflung zerfließen will, und Maud, die alles in ganz anderen Dimensionen sieht – beginnt ein Abenteuer von einer subtilen Komik und befreienden Heilsamkeit.
Autorin
Ivana Jeissing
wurde 1958 in Österreich geboren und verbrachte ihre Kindheit in Salzburg und Turin. Sie arbeitete viele Jahre als Regisseurin und Creative Directorin. Ihr erster Roman, ?Unsichtbar? (2007), wurde bei der DeLiA-Literaturpreisverleihung 2008 mit dem zweiten Platz ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt in Berlin.

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