Film Stadt Berlin

eine-berliner-romanze-cover„Film-Stadt-Berlin“ – Bilder einer Stadt im Spiegel deutscher Filmgeschichte, für ein heutige Publikum aufbereitet.

Film Stadt Berlin 1 – Eine Berliner Romanze
Groß-Berlin in den 1950er Jahren. Die Stadt ist geteilt, die Mauer gibt es noch nicht.

Die 16-jährige Uschi arbeitet als Lehrling in einem Kaufhaus am Alexanderplatz, träumt aber von einer Zukunft als Mannequin in Westberlin. Der Kurfürstendamm mit seinen Kinos und Leuchtreklamen zieht sie an; dort lernt sie „Lord“ kennen, der ihr durch seine forsche Art und sein Kofferradio imponiert.

Die Annäherungsversuche durch dessen Freund Hans wehrt sie erst ab, dann aber entwickelt sich zwischen den beiden eine zarte Liebe, die für Uschi mit der Vision vom goldenen Westen einhergeht. Erst, als sie nach einem Streit mit den Eltern zu Hans nach Westberlin geht, entdeckt sie, dass er nicht so glanzvoll lebt wie gedacht. Doch nur so kann sie herausfinden, was sie wirklich will.

Im Stil des italienischen Neorealismus erzählen Autor Wolfgang Kohlhaase und Regisseur Gerhard Klein eine hinreißende, poetische Liebesgeschichte, die die geteilte Stadt aus dem Blickwinkel der jungen Liebenden zeigt.

Extras
Zeitzeugengespräche mit Wolfgang Kohlhaase und Annekathrin Bürger
Interview mit Berlin – 10 Jahre Deutsche Demokratische Republik 1949 – 1959 (Dokumentarfilm, ca. 70 Min., Farbe + s/w, DDR 1959, R: Max Jaap)

Film Stadt Berlin 1 – Eine Berliner Romanze
FSK 0 J.
DDR 1956
ca. 78 Min.
Icestorm
Regie: Gerhard Klein
Darsteller: Annekathrin Bürger, Ulrich Thein, Uwe-Jens Pape, Erika Dunkelmann, Marga Legal, Erich Franz, Horst Kube, Karl Weber, Hartmut Reck, Paul Pfingst
Ton: Dolby Digital 2.0
PAL – RC 0

leichensache-zernik-vsFilm Stadt Berlin 2 – Leichensache Zernik
Ein Serienmörder im geteilten Berlin-

Berlin 1948 – In einem Wald nahe des S-Bahnhofs Berlin-Buch wird die Leiche der jungen Katharina Zernik gefunden. Sie wurde erwürgt und mit Säure übergossen. Kriminalrat Stübner (Kurt Böwe) aus dem sowjetischen Sektor setzt den neu eingestellten, noch unerfahrenen Inspektor Kramm (Alexander Lang) auf den Fall an. Er hat mit organisatorischen und machtpolitischen Wirrungen der Nachkriegszeit zu kämpfen.

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen gestaltet sich schwierig, denn ein Präsidium für die drei Westsektoren wird gerade erst errichtet. Während übergeordnete Instanzen sich noch um Zuständigkeiten streiten, gibt es weitere Opfer. Nun geht die Polizei von einem Serienmörder aus. Wird es ihr gelingen, den Frauenmörder unter diesen schwierigen Bedingungen zu fassen, ehe er wieder zuschlägt?

Extras
Gespräch mit dem Regisseur Helmut Nitzschke (ca. 30 Min.)
Kino-Wochenschau „Der Augenzeuge“ 102/1948 und 118/1948

Film Stadt Berlin 2 – Leichensache Zernik
FSK 12 J.
DDR 1972
ca. 96 Min.
Icestorm
Regie: Helmut Nitzschke
Darsteller: Alexander Lang, Gert Gütschow, Norbert Christian, Kurt Böwe, Hans Hardt-Hardtloff, Annemone Haase, Friedel Nowack, Lissy Tempelhof, Käthe Reichel, Agnes Kraus
Ton: Dolby Digital 2.0
PAL – RC 0

heute-abend-und-morgen-coverFilm Stadt Berlin 3 – Heute abend und morgen früh + Motivsuche
Heute abend und morgen früh
Dietmar Hochmuths Diplomfilm für die Moskauer Filmhochschule WGIK entstand 1979 im DEFA-Spielfilmstudio. Vom DDR-Fernsehen wurde er, anders als ursprünglich geplant, nicht ausgestrahlt – zu ziellos schien die Geschichte, zu wenig repräsentativ die Fassade Berlins zwischen Charité und Alexanderplatz.

Der Film beobachtet eine Frau von Mitte 30, die sich einen Freitag abend lang durch die Stadt treiben lässt und den folgenden Vormittag mit ihrem Ehemann in der Wohnung vertrödelt. Gedreht in expressivem Schwarzweiß und mit vielen Laiendarstellern, gleicht der poetische Film heute einer Zeitreise.

Für die Hauptdarsteller Christine Schorn („Die Beunruhigung“; R: Lothar Warneke, 1981) und Rolf Hoppe („Mephisto“, R: István Szabó, 1981) war er ein wichtiger Karriereauftakt.

Motivsuche
Der erfolgreiche »Dokfilmer« Rüdiger Stein, Ende 30, hat genug davon, Männer zu porträtieren, »die schon lange tot sind«. Endlich setzt er durch, mit lebendigen Menschen arbeiten zu können: Klaus und Manuela, beide 17 und aus sozial schwierigen Verhältnissen, sie obendrein schwanger. Aber die Lebendigkeit der beiden erweist sich als problematisch: Sie zerstreiten sich, Manuela will abtreiben. Um seinen Film zu retten, versucht Rüdiger vergeblich, das Paar zu beeinflussen. Zunehmend mischt er sich in das Leben der beiden ein, doch dabei gerät sein eigenes völlig aus den Fugen.

Extras
8-seitiges Booklet
Original-Kinotrailer »Motivsuche«
Bonusfilm »Als es noch nicht hieß MAKING OF – 1979« (25 min., R: Dietmar Hochmuth, PPMedia, 2016)
Rekonstruktion der ursprünglichen Musikfassung von 1979 (Dietmar Hochmuth und Katja Garanitsch, Piano, PPMedia, 2017)
Zuschaltbares russisches Voice-over (»heute abend und morgen früh«)

Film Stadt Berlin 3 – Heute abend und morgen früh + Motivsuche
FSK 6 J.
DDR 1979 / 1989
51 / 107 Min.
Icestorm
Regie: Dietmar Hochmuth
Darsteller: Christine Schorn, Rolf Hoppe, Jan Spitzer, Hanna Rieger, Trude Bechmann, Barbara Schnitzler, Lydia Billiet, Peter Zimmermann, Arianne Borbach
Ton: Dolby Digital 2.0
PAL – RC 0

fruehling-in-berlin-coverFilm Stadt Berlin 4 – Frühling in Berlin
Eine filmische Stadtrundfahrt durch Ost- und West-Berlin in den 1950er Jahren – Niemand kann sich dem Charme der Stadt entziehen!.

Schlechte Wetterverhältnisse über Dänemark zwingen ein Flugzeug auf dem Weg von Wien nach Kopenhagen zur Zwischenlandung in Berlin. Das ist ein Problem für zwei steckbrieflich gesuchte Bankräuber, die sich an Bord befinden. Aber auch die anderen Passagiere sind alles andere als erfreut über den unvorhergesehenen Aufenthalt in der Stadt. Eine Schwedin will sich in der Heimat scheiden lassen und ist verärgert über die Verzögerung.

Ein Grieche aus Los Angeles hat Sorge, die Geburt seines ersten Kindes zu verpassen. Sängerin Verena trifft hier auf ihren alten Gesangslehrer, den sie immer geliebt hat und doch verlassen musste. Doch kaum haben die Passagiere Berliner Boden betreten, spüren sie, dass in dieser Stadt eine besondere Atmosphäre herrscht. Niemand vermag sich ihrem Charme zu entziehen. Als sich die Passagiere nach zwei Tagen wieder auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof einfi nden, sind alle wie verwandelt und haben sich vom Optimismus der Berliner anstecken lassen. Nur für die beiden Gauner verläuft es nicht so günstig. Sie müssen in Berlin bleiben – im Gefängnis.

Film Stadt Berlin 4 – Frühling in Berlin
FSK 12 J.
BRD 1957
ca. 96 Min.
Icestorm
Regie: Arthur Maria Rabenalt
Darsteller: Walter Giller, Sonja Ziemann, Marta Eggerth, Gardy Granass, Edith Hancke, Gerhard Riedmann, Dietmar Schönherr, Ernst Stankovski, Willy A. Kleinau, Iván Petrovich, Wolfgang Neuss
Ton: Dolby Digital 2.0
PAL – RC 0

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