Frauen auf eigenen Füßen

frauenaufeigenenBereits ein Spaziergang allein galt für Frauen als unschicklich, auf den Boulevards der Stadt zu flanieren wäre undenkbar gewesen und eine Wanderung ohne Begleitung war jenseits jedes gesunden Vorstellungsvermögens. Frauen sollten zu Hause sein und bleiben, und nur dem Adel war unter strengem Reglement das Promenieren meist in der Abgeschiedenheit höfischer Parkanlagen vorbehalten.

Das änderte sich um 1900: In Frauen war der Wunsch erwacht, allein über Wiesen zu gehen und über Hügel zu spazieren, am Meer entlangzulaufen, in den Bergen zu wandern und in den Städten zu flanieren. Die Geschichte der spazieren gehenden Frau ist nicht nur verbunden mit ihrer Befreiung aus starren Konventionen, sondern geht einher mit der Entdeckung eines neuen Natur- und Körpergefühls.

Auf eigenen Füßen in eine neue Unabhängigkeit!

Autorin
Karin Sagner
hat Kunstgeschichte und Germanistik in München sowie in Paris studiert und über Claude Monet promoviert. Zunächst war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München tätig; heute arbeitet sie als freie Autorin und Kuratorin. Über ihr Spezialgebiet, die französische und deutsche Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, hat sie mehrere Bücher publiziert. 2011 erschien ihr Buch »Schöne Frauen«, 2012 ihr Buch »Renoir und seine Frauen« im Elisabeth Sandmann Verlag.

Frauen auf eigenen Füßen
Autorin: Karin Sagner
144 Seiten, gebunden mit zahlr. Abb.
Elisabeth Sandmann
Euro 24,95 (D)
ISBN 978-3-945543-21-4

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