Gabriel Rios „Ghostboy“


Gabriel Rios „Ghostboy“ – CD & DVD – Pias

Wer jemals in der Karibik war, ist sicherlich über die unglaubliche Vielzahl an ?overproofs? gestolpert. Unter überprozentigen Alkoholsorten nehmen natürlich die Rumsorten eine vorherrschende Rolle ein, die zum Teil mit Zahlen wie 169 %ig gehandelt werden. Es existiert eine wahre Subkultur, die kamikazeartig mit Rum experimentiert und verrückte Cocktails mit Namen wie ?Liquid Cocaine?, ?Instant Death? oder ?Flaming Orgasm? kreiert.

Gabriel Ríos Musik entspricht der explosiven Mischung dieser Drinks. Ihm zuzuhören hat auch etwas Berauschendes, allerdings kommt es beim Mix der unterschiedlichsten Zutaten nicht zu diesen Übelkeit erregenden Nebenwirkungen. Gabriel Ríos benutzt gefühlvolle karibische Rhythmen, um sie zu filtern und mit zeitgenössischer elektronischer Musik zu kreuzen.

Die Wurzeln für diese musikalische Offenheit liegen in der Vergangenheit von Gabriel Ríos. In seiner Heimat Puerto Rico fristete er als Jugendlicher ein Außenseiterdasein. Als Punk Rock Fan nahm er dominierende Stile wie Reggaeton oder romantische Salsa-Klänge gar nicht richtig wahr. Während es die meisten Puertoricaner in die USA zog, dachte sich Gabriel Ríos, dass ein Aufenthalt bzw. Studium in Europa vielleicht die interessantere Erfahrung werden könnte. So landete er in Belgien und lernte ein Mädchen kennen, die ihm ihre Lieblingsbands vorstellte.

Ríos: ?I was impressed by Deus and its whole saga, Moondog Jr. and Zita Swoon. Compared to the music I listened to in Puerto Rico they were very weird ? specially because of their structures and their lyrics ? but she told me they were being played on Belgian radio.?

Gabriel zog nach Gent, um dort Kunst zu studieren und gründete seine ersten Bands, die ?The Nothing Bastards? und ?L. Santo?. Dann geschah etwas mit ihm, denn urplötzlich vermisste er die Musik der Heimat, vermisste ?Bomba?, ?Plena?, ?Latin? und ?Salsa?. Sein Vater schickte ihm zur Schmerzlinderung CDs mit Klassikern und die Songs, die Ríos danach komponierte, waren nicht länger Rock-Songs, sondern völlig anders.

Dann lernte er Jo Bogaert kennen, der eigentlich Thomas de Quincy heißt, in den USA geboren wurde, als Philosophie-Lehrer arbeitete, nach Belgien übersiedelte und dort 1988 Technotronic gründete. Und es funkte sofort. Von ihm lernte Gabriel Ríos die Möglichkeiten kennen, die elektronische Musik bot.

Die beiden beschlossen, ein gemeinsames Album aufzunehmen, das Gabriels karibischen Einflüsse mit der Electronica von Bogaert kombinieren sollte.

?Ghostboy? heisst das Resultat, über das Ríos sagt: ?Most of the songs blossomed miraculously in the streets, in the shower, in the train? If I had my cell phone I?d tape them immediately: otherwise I hummed them until I got home or in Jo?s studio.?

Im Studio wurden die meist spontanen Ideen in Form gebracht. Ghostboy?s Cover zeigt Gabriel Ríos? Mutter als junges Mädchen, die Samples stammen vom amerikanischen Latin-Pionier Willie Colón ? einige der intensivsten Sounds, die jemals Spanish Harlem verließen Die in zwei Sprachen (englisch, spanisch) gesungenen Songs auf ?Ghostboy? sind voll dunkler und erhellender Momente, Leidenschaft, nostalgischer Gefühle, vergangener Freundschaften. Und nicht so unschuldig, wie es scheint. Die Stimmen auf ?Victor? wurden in Guatemala aufgenommen: ?Street kids that play at killing each other?.

Live verzichtet Gabriel Rios auf Sampler und Programmiertes zugunsten einer Liveband.

Artist-Page

Tracks
CD 1

1. Intro
2. La Gran Siesta
3. Bones Bugalo
4. Let It Go
5. Victor
6. Unrock
7. Broad Daylight
8. Catastrofe
9. Cincaomanos
10. Ghostboy
11. Carlito
12. Santera
13. Badman
DVD
1. Tu No Me Quieres
2. La Gran Siesta
3. Let It Go
4. Cincomanos
5. Unrock
6. Ghostboy
7. Broad Daylight

HIER BESTELLEN

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Gabriel Rios „Ghostboy“


Gabriel Rios „Ghostboy“ – CD & DVD – Pias

Wer jemals in der Karibik war, ist sicherlich über die unglaubliche Vielzahl an ?overproofs? gestolpert. Unter überprozentigen Alkoholsorten nehmen natürlich die Rumsorten eine vorherrschende Rolle ein, die zum Teil mit Zahlen wie 169 %ig gehandelt werden. Es existiert eine wahre Subkultur, die kamikazeartig mit Rum experimentiert und verrückte Cocktails mit Namen wie ?Liquid Cocaine?, ?Instant Death? oder ?Flaming Orgasm? kreiert.

Gabriel Ríos Musik entspricht der explosiven Mischung dieser Drinks. Ihm zuzuhören hat auch etwas Berauschendes, allerdings kommt es beim Mix der unterschiedlichsten Zutaten nicht zu diesen Übelkeit erregenden Nebenwirkungen. Gabriel Ríos benutzt gefühlvolle karibische Rhythmen, um sie zu filtern und mit zeitgenössischer elektronischer Musik zu kreuzen.

Die Wurzeln für diese musikalische Offenheit liegen in der Vergangenheit von Gabriel Ríos. In seiner Heimat Puerto Rico fristete er als Jugendlicher ein Außenseiterdasein. Als Punk Rock Fan nahm er dominierende Stile wie Reggaeton oder romantische Salsa-Klänge gar nicht richtig wahr. Während es die meisten Puertoricaner in die USA zog, dachte sich Gabriel Ríos, dass ein Aufenthalt bzw. Studium in Europa vielleicht die interessantere Erfahrung werden könnte. So landete er in Belgien und lernte ein Mädchen kennen, die ihm ihre Lieblingsbands vorstellte.

Ríos: ?I was impressed by Deus and its whole saga, Moondog Jr. and Zita Swoon. Compared to the music I listened to in Puerto Rico they were very weird ? specially because of their structures and their lyrics ? but she told me they were being played on Belgian radio.?

Gabriel zog nach Gent, um dort Kunst zu studieren und gründete seine ersten Bands, die ?The Nothing Bastards? und ?L. Santo?. Dann geschah etwas mit ihm, denn urplötzlich vermisste er die Musik der Heimat, vermisste ?Bomba?, ?Plena?, ?Latin? und ?Salsa?. Sein Vater schickte ihm zur Schmerzlinderung CDs mit Klassikern und die Songs, die Ríos danach komponierte, waren nicht länger Rock-Songs, sondern völlig anders.

Dann lernte er Jo Bogaert kennen, der eigentlich Thomas de Quincy heißt, in den USA geboren wurde, als Philosophie-Lehrer arbeitete, nach Belgien übersiedelte und dort 1988 Technotronic gründete. Und es funkte sofort. Von ihm lernte Gabriel Ríos die Möglichkeiten kennen, die elektronische Musik bot.

Die beiden beschlossen, ein gemeinsames Album aufzunehmen, das Gabriels karibischen Einflüsse mit der Electronica von Bogaert kombinieren sollte.

?Ghostboy? heisst das Resultat, über das Ríos sagt: ?Most of the songs blossomed miraculously in the streets, in the shower, in the train? If I had my cell phone I?d tape them immediately: otherwise I hummed them until I got home or in Jo?s studio.?

Im Studio wurden die meist spontanen Ideen in Form gebracht. Ghostboy?s Cover zeigt Gabriel Ríos? Mutter als junges Mädchen, die Samples stammen vom amerikanischen Latin-Pionier Willie Colón ? einige der intensivsten Sounds, die jemals Spanish Harlem verließen Die in zwei Sprachen (englisch, spanisch) gesungenen Songs auf ?Ghostboy? sind voll dunkler und erhellender Momente, Leidenschaft, nostalgischer Gefühle, vergangener Freundschaften. Und nicht so unschuldig, wie es scheint. Die Stimmen auf ?Victor? wurden in Guatemala aufgenommen: ?Street kids that play at killing each other?.

Live verzichtet Gabriel Rios auf Sampler und Programmiertes zugunsten einer Liveband.

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Tracks
CD 1

1. Intro
2. La Gran Siesta
3. Bones Bugalo
4. Let It Go
5. Victor
6. Unrock
7. Broad Daylight
8. Catastrofe
9. Cincaomanos
10. Ghostboy
11. Carlito
12. Santera
13. Badman
DVD
1. Tu No Me Quieres
2. La Gran Siesta
3. Let It Go
4. Cincomanos
5. Unrock
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